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Die handball-EM auf Joyn

Handball-EM 2026: Kritik und Zustimmung für "Anti-Handball"-Aussagen von Andreas Wolff

  • Aktualisiert: 14.01.2026
  • 14:29 Uhr
  • SID
Article Image Media
© IMAGO/Jan Huebner/SID/Franziska Gora

Mit einer verbalen Spitze in Richtung Auftaktgegner Österreich hat Andreas Wolff vor Start der Handball-EM für Aufsehen gesorgt. Juri Knorr versucht, die Worte seines Keepers zu relativieren.

Die "Anti-Handball"-Aussagen von Andreas Wolff über Auftaktgegner Österreich haben unmittelbar vor dem Start der Handball-EM für viel Wirbel im Lager von Deutschlands Handballern gesorgt.

Wolffs Teamkollegen reagierten gemischt auf die markigen Worte ihres Torhüters. "Ich fand ihn ziemlich offensiv", sagte Spielmacher Juri Knorr bei einer Medienrunde am Mittwoch in Silkeborg. "Es spiegelt einfach auch nicht das wider, was die Österreicher in den letzten Jahren gemacht haben und wie sie sich entwickelt haben."

Er glaube, Wolff habe "eigentlich ausdrücken" wollen, dass er vor dem EM-Start am Donnerstag (live auf Joyn) in Herning großen Respekt vor Österreichs Entwicklung habe.

Dessen Kritik sei womöglich auch als Weckruf an die eigene Mannschaft gemeint gewesen. "Österreich verfügt in erster Linie über großen Teamgeist. Das haben wir in jedem Spiel erlebt. Sie haben auch hohe individuelle Qualität auf vielen Positionen. Das wird kein leichtes Spiel", sagte Knorr.

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Handball-EM 2026: Schluroff stimmt zu, Gislason winkt ab

Turnierdebütant Miro Schluroff nahm Wolffs Worte gelassener. "Ich finde das, muss ich ehrlicherweise gestehen, ganz amüsant, ganz gut eigentlich", sagte der Gummersbacher. Zwar müsse jeder selbst entscheiden, wie weit er gehe - "aber ein paar Sticheleien gehören dazu und feuern das alles noch ein bisschen an".

Im Flur des Teamhotels, wo sowohl das deutsche als auch das österreichische Team untergebracht ist, sei er dem einen oder anderen Österreicher zwar begegnet, "aber ich habe keinen Streit mitbekommen. Es wird aber sicher für Motivation im österreichischen Team gesorgt haben."

Kreisläufer Kohlbacher, langjähriger Zimmernachbar von Wolff, äußerte Verständnis. "Wir kennen Andi ja schon seit Jahren. Er bezieht sich gern auf das, was er vor sich sieht. Er hat gern schnell den Ball, eine schnelle Parade. Österreich verschleppt das Tempo ein bisschen, nehmen keinen überhasteten Abschluss. Ich glaube, das nervt ihn hinten im Tor", sagte der Kreisläufer.

Alfred Gislason mochte sich an den verbalen Scharmützeln nicht beteiligen, der Bundestrainer wollte die Aussagen der Spieler "nicht kommentieren. Was Andi sicher gemeint hat, ist der Spielstil der Österreicher, sie spielen ihren Stiefel runter." Das deutsche Nachbarland ist bekannt für seine langen Angriffe und das Sieben-gegen-Sechs.

Wolff hatte vor der Abreise nach Dänemark unter anderem gesagt, Österreich spiele "absoluten Anti-Handball. Das möchte eigentlich keiner sehen. Es ist sehr unattraktiv". Er erwarte "keinen Handball-Leckerbissen". Die Replik auf die Verbalattacke folgte durch seinen THW-Kiel-Kollegen Nikola Bilyk in der Kronenzeitung prompt: "Uns spornt das nur noch mehr an."

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