Packers gehen All In
Green Bay Packers: Mit Micah Parsons ist alles andere als der Super Bowl eine Enttäuschung! Ein Kommentar
- Veröffentlicht: 29.08.2025
- 13:31 Uhr
- Kai Esser
Die Green Bay Packers haben sich die Dienste von Micah Parsons gesichert. Das ist ein klares Signal: Die Packers gehen All In. Und alles andere als der Super Bowl wäre ein Fehlschlag.
Von Kai Esser
Es ist eigentlich egal, wie sehr sich Jerry Jones, Besitzer der Dallas Cowboys, bemüht, den Trade von Outside Linebacker Micah Parsons zu den Green Bay Packers schönzureden. Die Frage ist bei den Allermeisten nicht, wer den Trade gewonnen hat, sondern mit welchem Abstand ihn die Packers gewonnen haben.
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Die beiden kommenden Erstrundenpicks sowie Defensive Tackle Kenny Clark wandern nach Dallas, dafür wandert der nun bestbezahlte Nicht-Quarterback der NFL-Historie nach Wisconsin.
Das ist ein klares Signal, nicht nur an die NFC, sondern die gesamte Liga. Die Packers wollen nämlich nicht den Trade gewinnen, sondern den Super Bowl. Und - eine Woche vor Saisonstart - müssen das fast auch.
Green Bay Packers: Micah Parsons das fehlende Puzzlestück?
Wenn sich ein Team einen der besten Pass Rusher der Liga ins Boot holt, dann macht es das nicht, um "eine gute Saison zu spielen" und "vielleicht in die Playoffs zu kommen".
Das Ziel Vince Lombardi Trophy hat zwar niemand in Green Bay verbal formuliert, dieser Trade ist jedoch aussagekräftiger, als es jedes Interview sein könnte.
Die Defense der Packers war ohnehin schon gut: Nur drei Teams forcierten 2024 mehr Turnover (31), nur sieben Teams hatten mehr Sacks (45). Dass diese Zahlen mit Parsons auf einmal runtergehen, ist kaum vorstellbar.
Zumal ein exzellenter Pass Rush es dem Defensive Backfield substanziell einfacher machen kann, der Parsons-Trade sollte - und wird mutmaßlich auch - also auf beide Zahlen einen Einfluss haben.
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Green Bay Packers: Jordan Love bleibt ein Fragezeichen
Das "Problem", weshalb die Packers seit Jahren nicht mehr auch nur in der Nähe des Super Bowls waren, ist aber eher die Offense.
"Problem" steht deshalb in Anführungszeichen, weil die Zahlen eigentlich gut aussehen. Achtbeste Offense nach Punkten 2024, fünftbeste Rushing Offense nach Yards. Woran hakt es also?
Durchaus auch am Quarterback. Denn Jordan Love, seines Zeichens bestbezahlter Spieler des Teams, noch vor Parsons, ist meistens in den Momenten, in denen er da sein muss, nicht so da, wie sich das Fans wünschen würden. Oder wie es sein Gehalt von über 50 Millionen Dollar suggerieren würde. Im Vergleich zu 2023 ist er stagniert - wenn überhaupt.
Seine Bilanz gegen Teams mit Winning Record: 3-5. Seine Bilanz in der Division: 1-5. Während Ersteres vertretbar ist, ist Letzteres verheerend. Vor alle, weil fünf der sechs Spiele nur mit einem Score Unterschied entschieden wurden.
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Freilich, das liegt nicht nur alles an Love. Auch seine jungen Wide Receiver müssen einen Schritt nach vorne machen und ihren Quarterback bestmöglich unterstützen. Die Verantwortung trägt aber am Ende die einflussreichste Position im Sport: Der Quarterback.
Dass die Packers jedoch alles tun, um den Weg zum Super Bowl zu ebnen, ist auch ein Vertrauensbeweis an Love selbst. Sollte ihm der Sprung zu einem Top-10-Quarterback (oder besser) gelingen, dann stehen - vor allem in der schwächeren NFC - den Packers nur eine handvoll Teams im Weg.