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American Football

NFL - Buffalo Bills entlassen Sean McDermott: Diese Trennung war unausweichlich - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 19.01.2026
  • 17:28 Uhr
  • Chris Lugert

Sean McDermott hat große Verdienste bei den Buffao Bills. Letztlich scheiterte er an jenen Erwartungen, die er selbst kreiert hat. Die Trennung war unausweichlich. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Football-Interessierte, die die NFL erst seit ein paar Jahren verfolgen, kennen die Buffalo Bills als steten Contender. Doch es ist noch gar nicht so lange her, da war die Franchise eine typische graue Maus.

Während der große Division-Rivale New England Patriots mit Tom Brady die Liga dominierte und eine fast zwei Dekaden andauernde Dynastie aufbaute, waren die Bills in der AFC East als Zuschauer ganz nah dran, aber sportlich ganz weit weg. Dann kam Sean McDermott - und alles änderte sich.

2017 übernahm McDermott als Head Coach in Buffalo und schaffte gleich in seiner ersten Saison etwas, das den Bills zuvor letztmals 1999 gelungen war - der Einzug in die Playoffs. Spätestens, als Josh Allen 2018 gedraftet wurde und zum neuen Franchise-Quarterback aufstieg, wurde aus den Bills ein dauerhafter Anwärter auf den Titel.

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Doch über jenen Status des Anwärters kamen die Bills mit McDermott und Allen nie hinaus. Weil auf eine starke Regular Season zu oft enttäuschende Playoffs folgten. Am Montag schließlich wurde McDermott entlassen. Die Niederlage in der Divisional Round bei den Denver Broncos, sie war die eine Enttäuschung zu viel.

So wie Allen auf dem Feld mehr und mehr das Gesicht verpasster Chancen wurde, so steht McDermott an der Seitenlinie dafür. Das Schicksal der Bills ähnelt jenem der Baltimore Ravens, die ebenfalls mit einem Top-Quarterback seit Jahren vorne mitmischen, aber nie den Sprung in den Super Bowl schafften.

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NFL Playoffs: Bills lassen historische Chance liegen

Dabei waren die Aussichten für Buffalo in diesem Jahr so gut wie vielleicht noch nie. Ohne die Ravens, ohne die Kansas City Chiefs, ohne die Cincinnati Bengals war Allen der klar beste Quarterback der AFC-Playoffs. Doch diese historische Chance wurde nicht genutzt.

McDermott war nicht verantwortlich für das Playcalling der Offense, aber als Head Coach trägt bzw. trug er die Verantwortung, das Team mental auf die nächste Ebene zu bringen. Ein Championship-Gen aufzubauen, das gerade in diesem Jahr den Schritt zumindest ins Endspiel ermöglicht.

Nach neun Jahren im Amt konnte der 51-Jährige nicht mehr auf seine vergangenen Dienste verweisen. Erfolg in der NFL bedeutet am Ende des Tages, den Super Bowl zu erreichen - gerade dann, wenn man Jahr für Jahr zum Kandidatenkreis gehört. Der letzte Schritt ist der schwierigste, McDermott konnte ihn nicht gehen.

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Ähnlich sieht es offenbar auch Bills-Owner Terry Pegula. "Ich bin der Meinung, dass wir eine neue Führungsstruktur brauchen, um dieser Organisation die besten Chancen zu geben, unser Team auf die nächste Stufe zu bringen", sagte er.

So gesehen wurde McDermott zum Opfer seines eigenen Erfolgs, der die Erwartungen immer weiter steigen ließ. Seine Siegquote war höher als jene von John Harbaugh in Baltimore und Mike Tomlin bei den Pittsburgh Steelers. Beide sind bei ihren langjährigen Teams nicht mehr im Amt - Tomlin frewillig, Harbaugh unfrewillig.

Buffalo Bills: Trennung von Sean McDermott war alternativlos

Insofern reiht sich die Entlassung von McDermott gut in dieses Bild von Franchises ein, bei denen das Gefühl aufkam, dass sie das Ende eines Zyklus erreicht haben. Niemand weiß, ob die Bills mit einem neuen Head Coach den Super Bowl erreichen werden.

Doch wenn die Verantwortlichen erhebliche Zweifel hatten, dass es mit McDermott jemals gelingen wird - und das klingt aus Pegulas Worten heraus - war die Trennung alternativlos. Josh Allen wird im Mai 30 Jahre alt, es ist der richtige Zeitpunkt, pünktlich zur zweiten Halbzeit seiner Karriere noch einmal etwas anderes zu versuchen.

Doch gleichzeitig wird McDermotts Nachfolger nicht den Luxus haben, eine mittelmäßige Franchise über Jahre aufbauen zu können. Wer auch immer die Bills übernehmen wird, muss sofort den maximalen Erfolg liefern.

Der Geschasste selbst dürfte auf dem völlig wilden Trainermarkt in der NFL schnell zu einem der Top-Kandidaten gehören. Gerade bei Teams, die derzeit im Mittelmaß siechen und einen neuen Head Coach suchen, sollte McDermott weit oben auf der Liste stehen.

Denn dass er mit grauen Mäusen umgehen kann, hat er bewiesen.

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