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NFL Mock Draft 2026: Kein Ty Simpson, Edge Rusher dominieren
- Aktualisiert: 06.03.2026
- 14:32 Uhr
- Luis Woppmann
Nach dem Combine ist vor dem Draft. Auch in diesem Jahr stellt sich wieder die Frage, wo die vielversprechendsten Talente aus dem College landen. Der erste Mock Draft von ran gibt einen Ausblick.
Von Luis Woppmann
Vom 23. bis 25. April findet der jährliche NFL Draft in Pittsburgh statt. Wo haben die Teams ihren dringendsten Bedarf, wer sind die besten Spieler, was wird die größte Überraschung?
ran schaut in die Glaskugel!
Hinweis: In diesem Mock-Draft finden keine Trade-Vorhersagen statt.
1. Pick: Las Vegas Raiders - QB Fernando Mendoza (Indiana)
Beim ersten Pick gibt es keine Überraschungen. Der neue Head Coach Klint Kubiak war selbst lange Zeit Offensive Coordinator und Quarterback Coach und kann sich jetzt den Quarterback aussuchen, um den er die neue Raiders-Offensive aufbauen will - und dabei gibt es kein Vorbeikommen an Fernando Mendoza.
2. Pick: New York Jets - LB/EDGE Arvell Reese (Ohio)
Es fehlt vorne und hinten bei den Jets: viertschlechteste Offense, zweitschlechteste Defense in Punkten. Mit Arvell Reese bekommt die Franchise aus New York einen sehr variablen Verteidiger, der sowohl als Outside Linebacker als auch als Edge Rusher zu den besten Talenten in seinem Jahrgang gehört.
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3. Pick: Arizona Cardinals - EDGE David Bailey (Texas Tech)
Die Offense war in der vergangenen Saison nicht wirklich gut, die Defense sogar noch schlechter. Mit 30 verursachten Sacks waren die Cardinals auf dem geteilt drittletzten Platz in der NFL. Deswegen entscheiden sie sich für David Bailey, der in der vergangenen College-Saison 14,5 Sacks, 23 Tackles for Loss und drei Forced Fumbles verbuchte.
4. Pick: Tennessee Titans - EDGE Rueben Bain Jr. (Miami)
Und der dritte Edge Rusher in Folge. Der Umbau der Defense durch den neuen Head Coach Robert Saleh hat mit der Ankunft von Linebacker Jermaine Johnson bereits begonnen. Mit Rueben Bain Jr. kommt ein weiteres Puzzlestück hinzu. Der 21-Jährige bringt dabei eine hervorragende Mischung aus Kraft und Schnelligkeit mit. Durch den riesigen Cap Space von fast 100 Millionen Dollar dürfte in der Free Agency einiges an Offensivpower dazukommen.
5. Pick: New York Giants - LB Sonny Styles (Ohio)
Die Offense der Giants sah vergangene Saison phasenweise sehr vielversprechend aus - und das trotz Verletzungen von Spielern wie Cam Skattebo und Malik Nabers. In der Defense sah es dagegen weniger rosig aus. Das soll sich unter anderem durch Sonny Styles ändern. Der 21-Jährige hat beim Combine sehr überzeugt und könnte der lebhafte Middle Linebacker sein, den Coach John Harbaugh haben möchte.
6. Pick: Cleveland Browns - OT Francis Mauigoa (Miami)
In Cleveland werden diese Offseason alle fünf Starter in der Offensive Line zu Free Agents. Die Browns zögern dementsprechend nicht lange und nehmen den vermeintlich besten Offensive Tackle dieses Jahrgangs. Mit einer Größe von 1,98 m und einem Gewicht von 143 kg verfügt Mauigoa über den idealen Körperbau für die NFL. Zudem ist er ein äußerst zuverlässiger Spieler, der in seinen drei Jahren am College kein einziges Spiel verpasst hat.
7. Pick: Washington Commanders - S Caleb Downs (Ohio)
Caleb Downs ist der vermutlich kompletteste Spieler dieses Jahrgangs - sowohl in der Defense als auch in der Offense. Dass er nicht höher gedraftet wird, liegt lediglich an seiner Position. Die Commanders schlagen mit Pick sieben zu, vor allem weil die Franchise aus Washington die meisten Yards in der Vorsaison zugelassen hat, darunter viele Big Plays - Downs soll das zukünftig verhindern.
8. Pick: New Orleans Saints - RB Jeremiyah Love (Notre Dame)
Der mit Abstand beste Running Back des diesjährigen Jahrgangs geht nach New Orleans. Auf dieser Position hat die schwache Offense der Saints den dringendsten Handlungsbedarf. Zusammen mit QB Tyler Shough, WR Chris Olave und TE Juwan Johnson dürfte nächste Saison und in Zukunft einiges möglich sein.
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9. Pick: Kansas City Chiefs - WR Carnell Tate (Ohio)
Seit 2017 hatten die Chiefs keinen Running Back mehr, der 1000 Yards gelaufen ist. Seit dem Abgang von Tyreek Hill 2022 gab es zudem keinen Wide Receiver mehr, der diese Marke geknackt hat. Damit soll jetzt Schluss sein. Aus dem starken Wide-Receiver-Jahrgang entscheidet man sich für Carnell Tate, der über sehr viel Spritzigkeit und Beweglichkeit verfügt.
10. Pick: Cincinnati Bengals - EDGE Keldric Faulk (Auburn)
Die Cincinnati Bengals haben in der abgelaufenen Saison die drittmeisten Punkte und die zweitmeisten Yards zugelassen. Daher entscheiden sie sich für Keldric Faulk. Er ist sicherlich noch nicht der kompletteste Edge Rusher - dafür ist er mit 20 Jahren ein sehr vielversprechendes Talent, das schnell zu einer Stütze in der Defense werden kann.
11. Pick: Miami Dolphins - CB Mansoor Delane (LSU)
Der neue Dolphins-Head-Coach Jeff Hafley war lange Zeit Defensive Coordinator und Defensive Backs Coach. Um die eher durchwachsene Defense zu stabilisieren, bringt er den besten Cornerback dieser Klasse nach Miami. Mansoor Delane erkennt Routenkombinationen, bevor sie überhaupt existieren. In der abgelaufenen Spielzeit produzierte er ein absurdes Passer Rating when targeted von 27,5, also den Passer-Rating-Wert aller Quarterbacks, wenn sie Bälle auf ihn geworfen haben. Noch Fragen?
12. Pick: Dallas Cowboys - CB Jermod McCoy (Tennessee)
Die Cowboys haben die schlechteste Defense der Liga in zugelassenen Punkten. Weil Mansoor Delane schon vom Board ist, entscheidet Dallas sich für Jermod McCoy. Dieser war im Vorfeld ein häufig diskutiertes Thema, da er die gesamte vergangene Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte. Die vorherige Spielzeit zeigte aber, was in McCoy steckt. Er verfügt über ein sensationelles räumliches Bewusstsein, um geworfene Bälle zu verfolgen und weit oben abzufangen, ohne die Balance zu verlieren.
13. Pick: Los Angeles Rams (via Atlanta Falcons) - TE Kenyon Sadiq (Oregon)
Die Rams stellten in der abgelaufenen Saison die beste Offense in Punkten und Yards. Die größte "Schwachstelle" war dabei der Tight End. Das dürfte sich mit Kenyon Sadiq ändern. Der 21-Jährige lief beim Combine eine Zeit von 4,39 Sekunden und brach damit den Allzeitrekord für Tight Ends - und das mit 109 kg Körpergewicht. Diese enorme Geschwindigkeit aus dem Stand ermöglicht es Sadiq, sich aus Man-Coverages zu lösen und ein zuverlässiges Target für den MVP Matthew Stafford zu sein.
14. Pick: Baltimore Ravens - G Olaivavega Ioane (Penn State)
Right Guard Daniel Faalele war eine der größten Schwachstellen in der Defense der Ravens in der abgelaufenen Saison. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sie den 26-Jährigen, der in der Offseason ein Free Agent wird, zurückholen. Stattdessen holen sie sich den besten Guard im diesjährigen Draft, der in dieser Saison lediglich zwei Pressures und keinen einzigen Sack zugelassen hat.
15. Pick: Tampa Bay Buccaneers - EDGE Akheem Mesidor (Miami)
Haason Reddick und Logan Hall werden in dieser Offseason zu Free Agents. Dementsprechend gibt es in der Defensive Line Handlungsbedarf. Mit Akheem Mesidor kommt ein sehr starker Edge Rusher nach Florida, der in der vergangenen College-Saison die sechstbeste Pass-Rush-Bewertung aller verfügbaren Spieler im Draft erzielte.
16. Pick: New York Jets (via Indianapolis Colts) - WR Makai Lemon (USC)
Die Offense der New York Jets ist bis auf Breece Hall eine absolute Katastrophe, und es wird mehr als eine Offseason brauchen, um sie zu reparieren. Makai Lemon wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Er ist ein unfassbar verlässlicher Receiver, der in seinen letzten zwei Spielzeiten am College lediglich drei Drops bei 175 Zielwürfen vorzuweisen hat.
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17. Pick: Detroit Lions - EDGE Cashius Howell (Texas A&M)
Die Lions brauchen einen Partner für Edge Rusher Aidan Hutchinson und den bekommen sie in Form von Cashius Howell. Howell verkörpert den idealen Speed Rusher, der durch seine Kraft Blocker überwältigen kann, gleichzeitig aber auch über eine herausragende Geschwindigkeit verfügt.
18. Pick: Minnesota Vikings - CB Avieon Terrell (Clemson)
Cornerback ist vermutlich die größte Baustelle in der Defense der Minnesota Vikings. Byron Murphy Jr. steht noch für die kommenden zwei Saisons und sein Partner Isaiah Rodgers für die kommende Saison unter Vertrag, dahinter kommt jedoch kaum etwas. Das ändern die Vikings und nehmen Avieon Terrell. Der Clemson-Spieler ist ein sehr athletischer Spieler, der schnell genug ist, um auch bei langen Bällen mit den Receivern mithalten zu können.
19. Pick: Carolina Panthers - DT Caleb Banks (Florida)
Die Panthers brauchen dringend Unterstützung für die Pass Rusher. In der abgelaufenen Spielzeit konnte Carolina gerade einmal 32 Sacks verbuchen - die drittwenigsten in der NFL. Da die vielversprechendsten Kandidaten auf der Position der Edge Rusher bereits genommen wurden, entscheidet das Team sich für Caleb Banks.
20. Pick: Dallas Cowboys (via Green Bay Packers) - LB CJ Allen (Georgia)
Mit ihrem zweiten Pick investieren die Cowboys weiter in ihre Defense. Nachdem "America's Team" bereits einen Cornerback gedraftet hat, folgt jetzt ein neuer Linebacker. CJ Allen ist ein zuverlässiger und flexibler Verteidiger, der in allen drei Downs eingesetzt werden kann und vor allem durch seine Körperbeherrschung und Technik überzeugt.
21. Pick: Pittsburgh Steelers - WR Jordyn Tyson (Arizona)
Ob Aaron Rodgers auch in der kommenden Saison für die Steelers spielt, ist derzeit unklar. Sollte das der Fall sein, benötigt er neben DK Metcalf einen weiteren zuverlässigen Receiver. Mit Jordyn Tyson kommt ein dynamischer Route Runner mit schnellem Antritt nach Pittsburgh.
22. Pick: Los Angeles Chargers - OT Spencer Fano (Utah)
In dieser Postseason wurde es einmal mehr deutlich: Die Offensive Line ist seit Jahren die größte Schwachstelle der Chargers. Daher nimmt Los Angeles mit Spencer Fano einen der drei besten Offensive Tackles seines Jahrgangs. Fano ist zwar nicht der breiteste Tackle, kann das aber vor allem durch seine Beweglichkeit wieder wettmachen.
23. Pick: Philadelphia Eagles - OT Kadyn Proctor (Alabama)
Die Philadelphia Eagles sind bekannt dafür, ihre Draft-Picks vorausschauend einzusetzen. Lane Johnson wird in der kommenden Saison 36 Jahre alt und Left Tackle Landon Dickerson wäre aufgrund seiner Verletzungen fast zurückgetreten. Deswegen schnappt die Franchise sich Kadyn Proctor, der eine Saison hinter zwei der besten Linemen der NFL lernen und sich weiterentwickeln kann, ehe er 2027 Starter wird.
24. Pick: Cleveland Browns (via Jacksonville Jaguars) - WR Denzel Boston (Washington)
Die Browns haben in der vergangenen Saison mit den beiden Rookies Quinshon Judkins und Harold Fannin zwei Volltreffer gelandet. Dennoch stellte Cleveland die zweitschlechteste Offense in erreichten Punkten. Deshalb entscheiden sich die Browns dieses Jahr für Denzel Boston. Mit seiner Größe von 1,93 m und seinem Gewicht von 95 kg gewinnt er viele Duelle gegen kleinere Cornerbacks und findet durch seine routinierte Spielübersicht häufig Lücken in der Zonenverteidigung. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr für Shedeur Sanders, sollte er als Starter in die Saison gehen.
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25. Pick: Chicago Bears - DT Peter Woods (Clemson)
Die Bears drafteten bereits im vergangenen Jahr mit Shemar Turner einen Defensive Tackle in der zweiten Runde, der sich allerdings in Woche 8 das Kreuzband riss. Auch deswegen kassierte Chicago die zehntmeisten Punkte gegen sich. Mit Peter Woods soll sich das ändern. Er ist ein sehr aggressiver Verteidiger, der sich auch von zwei Blockern nicht unterkriegen lässt.
26. Pick: Buffalo Bills - WR KC Concepcion (Texas A&M)
Josh Allen und die Bills sehnen sich nach einem Top-Wide-Receiver, auch nach der vermeintlichen Ankunft von D.J. Moore. Der Receiver-Jahrgang gibt es her und dementsprechend entscheiden sie sich für Kevin "KC" Concepcion. Dieser verfügt vor allem auf den ersten 15 Metern über eine hervorragende Beschleunigung und ist ein Anwärter auf den Titel des schnellsten Wide Receivers seiner Klasse.
27. Pick: San Francisco 49ers - WR Omar Cooper Jr. (Indiana)
Der bisherige Top-Receiver der 49ers (abgesehen von Christian McCaffrey), Jauan Jennings, wird in dieser Offseason ein Free Agent. Dementsprechend muss eine neue Anspielstation für Brock Purdy her. Die Auswahl ist weiterhin groß, am Ende entscheiden sich die "Niners" für Omar Cooper Jr., der eine starke Beschleunigung besitzt und vor allem mit dem Ball in der Hand sehr robust ist
28. Pick: Houston Texans - OT Monroe Freeling (Georgia)
Die Houston Texans brauchen vor allem Verstärkung in der Offensive Line, insbesondere nach dem Trade von Tytus Howard zu den Cleveland Browns. Mit Monroe Freeling entscheiden sie sich für einen Tackle mit einem kräftigen Körperbau, der aber auch über eine gute Beweglichkeit verfügt.
29. Pick: Kansas City Chiefs (via Los Angeles Rams) - CB Colton Hood (Tennessee)
Es ist fast schon Tradition, dass die Rams ihren Erstrundenpick weggeben, und auch in diesem Jahr ist es nicht anders. Die Chiefs ersetzen Trent McDuffie, den sie für diesen Pick getradet haben, postwendend durch Colton Hood, einen der aggressivsten Cornerbacks in seinem Jahrgang, der es liebt, geradezu an seinen Gegenspielern zu kleben.
30. Pick: Denver Broncos - TE Eli Stowers (Vanderbilt)
Die Defense der Broncos war in der abgelaufenen Saison herausragend, die Offense nur Durchschnitt. Die größte Schwachstelle war dabei die Position des Tight Ends. Die Franchise aus Denver reagiert und draftet mit Eli Stowers den zweitbesten Spieler aus diesem Jahrgang auf dieser Position. Stowers ist ein ausgezeichneter Athlet mit einem hervorragenden Fangradius.
31. Pick: New England Patriots - OT Caleb Lomu (Utah)
Der zweite Offensive Tackle in Folge, den die Patriots in der ersten Runde des Drafts nehmen. Will Campbell hatte noch nicht den Impact, den man sich in New England gewünscht hatte, und Morgan Moses ist gerade 35 Jahre alt geworden, deswegen entscheidet man sich vorausschauend für Caleb Lomu. An dieser Stelle könnte die Franchise auch einen Wide Receiver nehmen, aber diese Lücke wird vermutlich eher durch Trades oder Free Agents gefüllt werden.
32. Pick: Seattle Seahawks - CB Chris Johnson (San Diego State)
Die beiden Cornerbacks Josh Jobe und Riq Woolen werden diese Offseason zu Free Agents. Der amtierende Super-Bowl-Sieger handelt dementsprechend und sichert sich die Dienste von Chris Johnson, der sowohl innen als auch außen spielen kann. Zudem verfügt er über sehr gute Beinarbeit und kann dadurch auch bei schnellen Richtungswechseln dicht bei seinem Gegenspieler bleiben.