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Verlängern oder nicht verlängern?

NFL: Carolina Panthers und Bryce Young - Dilemma um Quarterback

  • Veröffentlicht: 04.12.2025
  • 11:50 Uhr
  • Kai Esser

Die Carolina Panthers spielen eine solide Saison. Das ist gut, erschwert aber auch die Frage: Was tun mit Bryce Young? Der Quarterback kann Top-Leistungen bringen, aber auch unterirdisch spielen. Bald steht eine Entscheidung über seine Zukunft an.

Von Kai Esser

Wer gerne auf Achterbahnen geht und gleichzeitig Fan der Carolina Panthers ist, der hat aktuell wahrscheinlich eine gute Zeit.

Denn die NFL-Saison 2025 der Panthers ist wahrlich eins: Eine Achterbahnfahrt.

In den letzten sieben Partien wechseln sich für Carolina Sieg und Niederlage stets ab. Fallen Fans eine Woche vom Glauben ab, weil - inklusive Playcaller - niemand auch nur in die Nähe seines Leistungsoptimums kommt, besiegen dias Team wenige Tage später teilweise die besten Teams der Liga.

Sinnbildlich dafür: Quarterback Bryce Young. Der noch immer junge Signal Caller zeigt eine Leistungsamplitude, die so breit gefächert ist, wie bei keinem anderen Spielmacher der Liga. Und das stellt die Panthers vor ein Dilemma.

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Bryce Young: Konstant ist nur die Inkonstanz

Wie die Leistungen der Panthers schwanken auch die Leistungen von Young. Ein Beispiel gefällig? In Woche zwölf gegen die San Francisco 49ers brachte der Alabama-Absolvent gerade einmal 62 Prozent seiner Pässe für 169 Yards und einen Touchdown, aber auch zwei Interceptions, an. Neun magere Punkte sprangen heraus.

In der Woche danach gegen die Los Angeles Rams, dem buchstäblich besten Team der NFC zu diesem Zeitpunkt, waren es 75 Prozent angekommene Pässe, 229 Total Yards und drei Touchdowns ohne Turnover, dazu 31 Punkte.

Übrigens: Gegen die Atlanta Falcons, dem Spiel vor der 49ers-Partie, warf der 24-Jährige für 448 Yards und ebenfalls drei Touchdowns, ohne Turnover versteht sich.

Ein neuer Franchise-Rekord, damit hat er die Bestmarke von Cam Newton eingestellt. Wie soll man diese Leistungsschwankungen jemandem auch nur ansatzweise erklären?

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Bryce Young: Verlängern oder nicht verlängern? Das ist hier die Frage

Jene Leistungsschwankungen dürften auch General Manager Dan Morgan Kopfzerbrechen bereiten. Im kommenden Frühling steht für die Franchise aus Charlotte nämlich die Entscheidung über die Fifth Year Option für den Erstrundenpick von 2023 an. Stand jetzt liegt diese bei rund 26 Millionen Dollar. Sollte der Playmaker in den Pro Bowl gewählt werden, kostet die Klausel jedoch gleich 40 Millionen Dollar, vollends garantiert.

Das ist zwar durchaus teuer, ein guter Quarterback ist allerdings der wichtigste Baustein einer nachhaltig erfolgreichen Franchise. Geht man nach den besten Spielen von Young, dann hätte er sich die 40 Millionen Dollar mehr als verdient, die 26 Millionen Dollar kämen dann gar einem richtigen Schnäppchen gleich.

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NFL Playoffs 2026 - Power Ranking vor Championship Games: Seattle Seahawks nicht zu stoppen

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<em><strong>NFL Power Ranking vor den Championship Games</strong></em><br><em>Nur noch vier Teams sind in den Playoffs übrig und kämpfen in den Championship Games um den Einzug in den Super Bowl. Wer hat dabei die besten Karten? <strong>ran</strong> präsentiert das Power Ranking vor <em>den Championship Games.</em></em>
© UPI Photo

NFL Power Ranking vor den Championship Games
Nur noch vier Teams sind in den Playoffs übrig und kämpfen in den Championship Games um den Einzug in den Super Bowl. Wer hat dabei die besten Karten? ran präsentiert das Power Ranking vor den Championship Games.

<strong>Platz 4: Denver Broncos (Vorwoche: 4)<br></strong>Ganz bitterer Playoff-Auftakt für die Denver Broncos, die beim Overtime-Sieg gegen die Buffalo Bills <a data-li-document-ref="91595" href="https://www.ran.de/sports/nfl-denver-broncos-reagieren-auf-bo-nix-verletzung-quarterback-situationen-der-teams-91595">Bo Nix mit einem Knöchelbruch verloren haben.</a> Mit Jarrett Stidham haben die Broncos nur noch Außenseiterchancen - Heimvorteil hin oder her. Da wird wohl auch die starke Defense um Patrick Surtain nicht ausreichen.
© Getty

Platz 4: Denver Broncos (Vorwoche: 4)
Ganz bitterer Playoff-Auftakt für die Denver Broncos, die beim Overtime-Sieg gegen die Buffalo Bills Bo Nix mit einem Knöchelbruch verloren haben. Mit Jarrett Stidham haben die Broncos nur noch Außenseiterchancen - Heimvorteil hin oder her. Da wird wohl auch die starke Defense um Patrick Surtain nicht ausreichen.

<strong>Platz 3: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5)<br></strong>Die Los Angeles Rams waren über weite Strecken der regulären Saison das heißeste Team der Liga und dementsprechend oft an der Spitze dieses Rankings. Doch nach der knappen Niederlage bei den Seattle Seahawks in Woche 16 hat L.A. nachgelassen, auch die Playoff-Siege in Carolina und bei den Bears waren wenig überzeugend. Die Rams werden eine klare Leistungssteigerung brauchen, um in Seattle zu bestehen.
© USA TODAY Network

Platz 3: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5)
Die Los Angeles Rams waren über weite Strecken der regulären Saison das heißeste Team der Liga und dementsprechend oft an der Spitze dieses Rankings. Doch nach der knappen Niederlage bei den Seattle Seahawks in Woche 16 hat L.A. nachgelassen, auch die Playoff-Siege in Carolina und bei den Bears waren wenig überzeugend. Die Rams werden eine klare Leistungssteigerung brauchen, um in Seattle zu bestehen.

<strong>Platz 2: New England Patriots (Vorwoche: 3)<br></strong>Am Ende gewannen die New England Patriots souverän gegen die Houston Texans. Positiv: Die Defense hat in den Playoffs absolutes Top-Format, sowohl Justin Herbert als auch C.J. Stroud hatten große Probleme in New England. Negativ: Quarterback Drake Maye macht in den Playoffs noch zu viele Fehler, gegen Houston hatte er bei zwei Fumbles Glück, dass er dabei den Ball nicht verlor. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Maye auch Lichtblicke hat und wie in der Regular Season konstant starke Würfe zeigt. Ob das aber für den ganz großen Wurf reicht?
© Imagn Images

Platz 2: New England Patriots (Vorwoche: 3)
Am Ende gewannen die New England Patriots souverän gegen die Houston Texans. Positiv: Die Defense hat in den Playoffs absolutes Top-Format, sowohl Justin Herbert als auch C.J. Stroud hatten große Probleme in New England. Negativ: Quarterback Drake Maye macht in den Playoffs noch zu viele Fehler, gegen Houston hatte er bei zwei Fumbles Glück, dass er dabei den Ball nicht verlor. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Maye auch Lichtblicke hat und wie in der Regular Season konstant starke Würfe zeigt. Ob das aber für den ganz großen Wurf reicht?

<strong>Platz 1: Seattle Seahawks (Vorwoche: 1)<br></strong>Die Seahawks sind als bestes Team in die Divisional Round gegangen und haben ihre Playoffs mit einem Knall gestartet. Rashid Shaheed hat sich mit seinem zweiten Return-Touchdown seit Woche 16 als perfekte Ergänzung zur Trade Deadline entpuppt, die Defense liefert ohnehin schon über die ganze Saison ab. Gegen die San Francisco 49ers hat Kenneth Walker gezeigt, dass er den Ausfall von Zach Charbonnet definitiv auffangen kann. Unterlaufen Sam Darnold nicht mehrere Turnovers, sind die Seahawks kaum zu schlagen.
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Platz 1: Seattle Seahawks (Vorwoche: 1)
Die Seahawks sind als bestes Team in die Divisional Round gegangen und haben ihre Playoffs mit einem Knall gestartet. Rashid Shaheed hat sich mit seinem zweiten Return-Touchdown seit Woche 16 als perfekte Ergänzung zur Trade Deadline entpuppt, die Defense liefert ohnehin schon über die ganze Saison ab. Gegen die San Francisco 49ers hat Kenneth Walker gezeigt, dass er den Ausfall von Zach Charbonnet definitiv auffangen kann. Unterlaufen Sam Darnold nicht mehrere Turnovers, sind die Seahawks kaum zu schlagen.

Nimmt man aber die schlechtesten Leistungen in seinem dritten Jahr als Grundlage, dann dürften die Panthers eigentlich gar nicht erst darüber nachdenken, die Option zu ziehen. Geschweige denn, den Vertrag über 2027 hinaus auszudehnen.

Denn in der kommenden Offseason kommt die Draft Class von 2023, an dessen Spitze der Name Bryce Young steht, erstmals für eine Verlängerung in Frage.

Carolina Panthers mit Bryce Young: Was ist die Alternative?

Das heißt aber nicht, dass diese Verlängerung im kommenden Jahr zwingend anstehen muss. Theoretisch könnten die Panthers - vorausgesetzt sie ziehen die Fifth Year Option - bis Ende 2027 warten, ehe sie entscheiden, ob sie Young bezahlen oder nicht. Praktisch drängen jedoch Berater und wohl auch der Spieler darauf, dass das so früh wie möglich passiert.

Die wissen nämlich auch: Eine kurzfristige Alternative hat das Team nicht, um sich sofort zu verbessern. Stand jetzt halten die Panthers den 15. Pick im Draft 2026. In einer Klasse, in der am College zur Zeit kein Quarterback Bäume ausreißt, zu tief, um einen kompetenten Spielmacher zu kriegen. Der Free-Agent-Markt sieht ebenfalls dünn aus.

Es ist ein waschechtes Dilemma, in dem die Panthers stecken. Young ist zu gut, um sich von ihm zu trennen, aber - Stand jetzt - nicht gut genug, um mit ihm durchschlagenden Erfolg zu haben.

Aktuell baut die Offense in North Carolina eine gute Chemie, ein gutes Vertrauen auf. Wide Receiver Tetairoa McMillan, der im vergangenen Draft in der ersten Runde ausgewählt wurde, erfüllt die Erwartungen und hat eine gute Verbindung mit seinem Quarterback. Ein neuer Spielmacher würde auch hierbei eine Art Neuanfang bedeuten.

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Young-Verlängerung: Doch nur eine Frage für die Zukunfts-Panthers?

Die nächste zu beantwortende Frage: Wie viel jährliches Gehalt darf es sein? Mit wie viel gibt sich die Spielerseite zufrieden? Zum Vergleich: Kyler Murray verdient bei den Arizona Cardinals aktuell 46 Millionen Dollar jährlich. Durchaus realistisch, dass Young in diesen Sphären landen wird.

Am wahrscheinlichsten ist es jedoch, dass die Panthers diese unangenehmen Fragen auf die Offseason im Jahr 2027 verschieben werden. Die Belohnung für die teilweise überragenden Leistungen in 2025 dürfte das Ziehen der Fifth Year Option sein. Damit Young in 2026 zeigen kann, dass er solche Spiele öfter als nur ein einziges Mal am Stück bringen kann.

Denn eins ist auch klar: Quarterbacks, die dieses Leistungsmaximum im Stande sind zu leisten, gibt es nicht oft. Auch, wenn es das aus Panthers-Sicht umso frustrierender machen kann, wenn dieses Leistungsmaximum nur in höchstens jedem zweiten Spiel erreicht wird.

Die Panthers stehen vor einer womöglich Franchise-entscheidenden Wette. Und das Tückische: Egal ob sie mit Young verlängern oder nicht, risikoreich sind am Ende beide Varianten.

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