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Der Bears QB hat sich in allen bereichen verbessert

NFL - Chicago Bears auf dem Vormarsch: Caleb Williams ist endlich in der Liga angekommen

  • Aktualisiert: 20.12.2025
  • 14:49 Uhr
  • Kai Esser

Caleb Williams ist nach etwas Anlaufzeit endlich in der NFL angekommen. Der First Overall Pick von 2024 geht damit den gleichen Weg, wie die anderen Quarterbacks seiner Klasse - auch, wenn noch Luft nach oben ist.

Von Kai Esser

8:46 Minuten noch zu spielen im dritten Viertel des Heimspiels der Chicago Bears gegen die Cleveland Browns. Caleb Williams kriegt den Shotgun Snap, rollt nach rechts raus und wirft waghalsig in die Endzone. Der Ball saust an drei hechtenden Verteidigern vorbei in die Arme von D.J. Moore - Touchdown Chicago.

"Andere Quarterbacks würden nicht einmal daran denken, diesen Wurf zu versuchen", schwärmt Head Coach Ben Johnson über seinen Quarterback. "99 Prozent könnten diesen Pass gar nicht anbringen."

Es ist kein Honig, den Johnson vor dem NFC-North-Duell gegen die Green Bay Packers (in der Nacht von Samstag auf Sonntag 2:20 Uhr im Liveticker) seinem noch immer blutjungen Spielmacher um den Mund schmiert, weil es eben sein blutjunger Spielmacher ist. Tatsächlich hatte Williams eines seiner besten Spiele in dieser Liga abgeliefert.

Keine Fehler, Würfe, die einen staunend zurücklassen und mehrheitlich richtige Entscheidungen. Gegen eine der besten Defenses dieser Liga. Williams ist endlich auf dem Weg, final in der NFL anzukommen.

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Caleb Williams: Aus den Fehlern der Rookie-Saison gelernt

Vor allem, weil er aus den nachweisbaren Fehlern seiner Rookie-Saison gelernt hat. Allen voran die vielen Sacks waren ein Problem. Freilich, die Offensive Line war nicht gerade das Prunkstück der Bears, aber der USC-Absolvent wurde 68 Mal (!!!) zu Boden gebracht, mit Abstand Ligahöchstwert. In vier Spielen waren es jeweils mindestens sieben Sacks. Das ist unerhört.

Das lag jedoch nur in den wenigsten Fällen an seinen fünf Beschützern. Meistens hielt Williams den Ball zu lange, teilweise weit über fünf Sekunden. So lange kann kein Offensive Lineman unter dieser Sonne einen Pass Rusher (legal) aufhalten.

Und in dieser Saison? Da sind es in 14 Spielen gerade einmal 23 Sacks, also weniger als zwei pro Spiel. Von allen Quarterbacks, die mehr als zehn Spiele für ein Team absolviert haben, ist das Platz fünf ligaweit. Williams trifft schnellere Entscheidungen, richtigere Entscheidungen. Dass die Bears 2024 zeitweise zehn Spiele in Folge verloren, lag auch an ihm. Nicht nur, aber auch.

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Jayden, Bo, Drake - und jetzt Caleb: Die Quarterback-Klasse 2024 liefert

Es war ein Schritt nach vorne, der aber auch kommen musste. Nicht nur, weil der 24-Jährige als erster Pick im Draft 2024 per se Druck von den Fans, Medien und auch der eigenen Franchise hat. Viel mehr auch deshalb, weil die anderen Quarterbacks seiner Klasse bereits ihre Qualitäten auf höchstem Niveau bewiesen haben.

In seiner Rookie-Saison war Jayden Daniels, zweiter Pick der Washington Commanders, unnachahmlich gut. Er brach Rekorde und führte die Commanders ins NFC Championship Game. Bo Nix gelang als Rookie mit seinen Denver Broncos der erste Playoff-Einzug seit neun Jahren. Aktuell hat Denver - auch dank Nix - beste Chancen auf den #1 Seed der AFC.

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NFL Playoffs 2026 - Power Ranking vor Championship Games: Seattle Seahawks nicht zu stoppen

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<em><strong>NFL Power Ranking vor den Championship Games</strong></em><br><em>Nur noch vier Teams sind in den Playoffs übrig und kämpfen in den Championship Games um den Einzug in den Super Bowl. Wer hat dabei die besten Karten? <strong>ran</strong> präsentiert das Power Ranking vor <em>den Championship Games.</em></em>
© UPI Photo

NFL Power Ranking vor den Championship Games
Nur noch vier Teams sind in den Playoffs übrig und kämpfen in den Championship Games um den Einzug in den Super Bowl. Wer hat dabei die besten Karten? ran präsentiert das Power Ranking vor den Championship Games.

<strong>Platz 4: Denver Broncos (Vorwoche: 4)<br></strong>Ganz bitterer Playoff-Auftakt für die Denver Broncos, die beim Overtime-Sieg gegen die Buffalo Bills <a data-li-document-ref="91595" href="https://www.ran.de/sports/nfl-denver-broncos-reagieren-auf-bo-nix-verletzung-quarterback-situationen-der-teams-91595">Bo Nix mit einem Knöchelbruch verloren haben.</a> Mit Jarrett Stidham haben die Broncos nur noch Außenseiterchancen - Heimvorteil hin oder her. Da wird wohl auch die starke Defense um Patrick Surtain nicht ausreichen.
© Getty

Platz 4: Denver Broncos (Vorwoche: 4)
Ganz bitterer Playoff-Auftakt für die Denver Broncos, die beim Overtime-Sieg gegen die Buffalo Bills Bo Nix mit einem Knöchelbruch verloren haben. Mit Jarrett Stidham haben die Broncos nur noch Außenseiterchancen - Heimvorteil hin oder her. Da wird wohl auch die starke Defense um Patrick Surtain nicht ausreichen.

<strong>Platz 3: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5)<br></strong>Die Los Angeles Rams waren über weite Strecken der regulären Saison das heißeste Team der Liga und dementsprechend oft an der Spitze dieses Rankings. Doch nach der knappen Niederlage bei den Seattle Seahawks in Woche 16 hat L.A. nachgelassen, auch die Playoff-Siege in Carolina und bei den Bears waren wenig überzeugend. Die Rams werden eine klare Leistungssteigerung brauchen, um in Seattle zu bestehen.
© USA TODAY Network

Platz 3: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5)
Die Los Angeles Rams waren über weite Strecken der regulären Saison das heißeste Team der Liga und dementsprechend oft an der Spitze dieses Rankings. Doch nach der knappen Niederlage bei den Seattle Seahawks in Woche 16 hat L.A. nachgelassen, auch die Playoff-Siege in Carolina und bei den Bears waren wenig überzeugend. Die Rams werden eine klare Leistungssteigerung brauchen, um in Seattle zu bestehen.

<strong>Platz 2: New England Patriots (Vorwoche: 3)<br></strong>Am Ende gewannen die New England Patriots souverän gegen die Houston Texans. Positiv: Die Defense hat in den Playoffs absolutes Top-Format, sowohl Justin Herbert als auch C.J. Stroud hatten große Probleme in New England. Negativ: Quarterback Drake Maye macht in den Playoffs noch zu viele Fehler, gegen Houston hatte er bei zwei Fumbles Glück, dass er dabei den Ball nicht verlor. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Maye auch Lichtblicke hat und wie in der Regular Season konstant starke Würfe zeigt. Ob das aber für den ganz großen Wurf reicht?
© Imagn Images

Platz 2: New England Patriots (Vorwoche: 3)
Am Ende gewannen die New England Patriots souverän gegen die Houston Texans. Positiv: Die Defense hat in den Playoffs absolutes Top-Format, sowohl Justin Herbert als auch C.J. Stroud hatten große Probleme in New England. Negativ: Quarterback Drake Maye macht in den Playoffs noch zu viele Fehler, gegen Houston hatte er bei zwei Fumbles Glück, dass er dabei den Ball nicht verlor. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Maye auch Lichtblicke hat und wie in der Regular Season konstant starke Würfe zeigt. Ob das aber für den ganz großen Wurf reicht?

<strong>Platz 1: Seattle Seahawks (Vorwoche: 1)<br></strong>Die Seahawks sind als bestes Team in die Divisional Round gegangen und haben ihre Playoffs mit einem Knall gestartet. Rashid Shaheed hat sich mit seinem zweiten Return-Touchdown seit Woche 16 als perfekte Ergänzung zur Trade Deadline entpuppt, die Defense liefert ohnehin schon über die ganze Saison ab. Gegen die San Francisco 49ers hat Kenneth Walker gezeigt, dass er den Ausfall von Zach Charbonnet definitiv auffangen kann. Unterlaufen Sam Darnold nicht mehrere Turnovers, sind die Seahawks kaum zu schlagen.
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Platz 1: Seattle Seahawks (Vorwoche: 1)
Die Seahawks sind als bestes Team in die Divisional Round gegangen und haben ihre Playoffs mit einem Knall gestartet. Rashid Shaheed hat sich mit seinem zweiten Return-Touchdown seit Woche 16 als perfekte Ergänzung zur Trade Deadline entpuppt, die Defense liefert ohnehin schon über die ganze Saison ab. Gegen die San Francisco 49ers hat Kenneth Walker gezeigt, dass er den Ausfall von Zach Charbonnet definitiv auffangen kann. Unterlaufen Sam Darnold nicht mehrere Turnovers, sind die Seahawks kaum zu schlagen.

Der dritte Pick des Drafts, Drake Maye, der bei den New England Patriots schon als Rookie reingeschmissen wurde, lieferte spätestens in dieser Saison auch. In der ist er - Stand jetzt - mindestens mal Zweiter im MVP-Rennen der NFL.

Dass Williams leistungsmäßig daran Anschluss würde finden müssen, war beinahe unausweichlich, damit die Diskussion nicht aufflammt, ob die Bears nicht einen Fehler gemacht hätten, ihn an erster Stelle auszuwählen. Und wer US-Talkshows über Sport kennt, weiß, dass längst versucht wurde, dieses Narrativ loszutreten.

Caleb Williams: Noch immer Luft nach oben

Zur ganzen Wahrheit gehört jedoch auch: Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt. Ja, die Bears haben zehn ihrer letzten zwölf Spiele gewonnen - auch dank Williams.

Aber gerade zwei Statistiken stechen ins Auge: Der ehemalige USC Trojan bringt nur 58 Prozent seiner Pässe an den Mann. Sein Passer Rating liegt in dieser Saison bei 88,8. Das macht im Ligavergleich Platz 44 beziehungsweise 21. Zur Erinnerung: Es gibt nur 32 Teams und damit Starting Quarterbacks in dieser Liga.

Wenngleich Williams an seiner Passgenauigkeit noch arbeiten muss: Das Timing und die Pocket Awareness, die er sich angeeignet hat, die tauchen in keinem Statistikblatt auf. Die muss man mit eigenen Augen sehen. Und um den Fortschritt des Bears-QBs zu sehen, dafür muss man kein ausgewiesener Experte sein.

Was dies unterstreicht: Geht es ins letzte Viertel, verbessern sich Williams' Statistiken enorm, sein Passer Rating steigt vom Gesamtwert 88,8 auf knapp 120, er führte sein Team zu sechs Game winning Drives.

NFL: Ravens-Stars ärgern ihren Quarterback

Freilich, das überragende Laufspiel mit D'Andre Swift und Kyle Monangai sowie der überragende Play Designer Johnson als Head Coach helfen ihm - aber andere Quarterbacks haben auch gute Coaches. Das gegen ihn zu verwenden, würde keinen Sinn ergeben.

Die Bears sind, was die Playoffs angeht, noch lange nicht durch. Aber sie sind auf einem sehr guten Weg. Und dann kann Caleb Williams auch im Januar zeigen, was in ihm steckt.

Und womöglich die Quarterback-Klasse von 2024 von einer guten zu einer historischen machen.

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