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NFL - Maxx Crosby: 9 Optionen! Die neuen Landing Spots des Raiders-Stars nach dem Ravens-Debakel
- Veröffentlicht: 11.03.2026
- 14:50 Uhr
- Mike Stiefelhagen
Maxx Crosby verlässt die Las Vegas Raiders zunächst doch nicht. Die Baltimore Ravens sagen ab. Doch welche Optionen gibt es jetzt noch? ran zählt neun Alternativen auf.
Der Monster-Trade zwischen den Las Vegas Raiders und den Baltimore Ravens um Maxx Crosby ist geplatzt. Offizieller Grund: Bedenken nach dem Medizincheck. Der Rest ist Spekulation.
Fest steht: Crosby bleibt - zunächst - ein Raider. Durch viele weitere Transactions kann sich Las Vegas den Pass Rusher nur bedingt oder unter weitreichenden Umständen leisten.
Zumal das Tischtuch mit der Franchise zerschnitten wirkt. Bedeutet: Ein alternativer Trade muss her. Die Zweifel an Crosbys Gesundheitszustand helfen nicht wirklich weiter.
Doch es gibt immer noch einen Markt für einen der besten Spieler seiner Position in der NFL. Laut "ESPN" haben sich bereits mehrere Teams bei den Raiders gemeldet. ran nennt Euch neun mögliche Landing Spots für den 28-Jährigen.
Chicago Bears
Die Bears waren vor dem Ravens-Deal bereits ein Favorit auf Crosby. Es wäre der perfekte Fit für die Defense. Head Coach Ben Johnson und General Manager Ryan Poles waren zu Beginn der Offseason jedoch geduldiger als manch anderes Team und wollten nicht - wie beispielsweise die Ravens - direkt viel investieren.
Crosbys Wert ist gesunken. Das spielt ihnen jetzt in die Karten. Johnson forderte beim Combine einen verbesserten Pass Rush. Die Bears sind sportlich genauso interessant wie die Ravens. Es könnte passen.
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Tampa Bay Buccaneers
Ein Außenseiter. Aber es gibt Verbindungen. Raiders-GM John Spytek hat eine Tampa-Vergangenheit, was bei der Spielerbewertung und bei potenziellen Gesprächswegen helfen könnte. Spytek würde den Tampa Bay Buccaneers wohl mehr Vertrauen schenken als anderen Teams. Es gäbe nichts Schlimmeres, als jetzt wieder einen Verhandlungsbruch zu erleiden.
Die Bucs werden aber nicht das Gleiche bieten können wie die Ravens. Mit dem Abgang von Mike Evans täte ein großer Name der Franchise gut, die in der abgelaufenen Saison hinter ihren Erwartungen blieb.
Die Raiders haben in der Free Agency bislang mehr als 280 Millionen Dollar investiert. In der Annahme, dass Crosbys Cap Hit von mehr als 35 Millionen Dollar für 2026 nicht mehr existieren würde. 30 Millionen Dollar davon entfallen auf das Grundgehalt, daran ließe sich also noch schrauben.
Die Bucs wollen im Pass Rush nachlegen, zogen in der Free Agency bislang den Kürzeren. Das Crosby-Debakel kommt eigentlich wie gelegen.
Philadelphia Eagles
Jaelan Phillips ist weg. Ist das jetzt wieder so ein typischer Moment von GM Howie Roseman? Wusste er wieder mehr? Ließ er Phillips ziehen, da er mit Crosby und dessen geringerem Marktwert als vor ein paar Tagen noch rechnete? Spekulativ. Aber es wäre wieder so eine Roseman-Nummer, die im Nachgang als genial eingestuft werden könnte.
Allerdings: Der GM der Philadelphia Eagles gibt ungern wertvolle Draftpicks ab. Zudem gab es jüngst einen dicken neuen Vertrag für Jordan Davis, und die jüngeren Spieler im Roster werden mit dieser Information in die Verhandlungen gehen.
Roseman muss entscheiden: das Team weiter verjüngen und auf Talente setzen oder mal auf einen Elite-Spieler als Eckpfeiler für die Zukunft setzen?
Dallas Cowboys
Die Dallas Cowboys waren vor dem Ravens-Deal definitiv ein Thema. Doch das Interesse scheint abgekühlt. Angeblich stiegen sie bereits kurz vor der Ravens-Entscheidung aus.
Pikant: Dr. Daniel Cooper, der als Koryphäe gilt und bereits Patrick Mahomes oder Malik Nabers operierte, wurde von den Ravens konsultiert und soll eine Crosby-Bewertung abgegeben haben. Danach haben sich die Ravens zurückgezogen. Dr. Cooper ist gleichzeitig offizieller Teamarzt der Cowboys. Wusste Dallas vorab davon und wollte mit dem öffentlichen Interesse den Preis nur hochtreiben, damit sich die Raiders und die Ravens gegeneinander ausspielen? Möglich.
Immerhin ist die Folge: Crosby ist wieder auf dem Markt. Und günstiger. Sollten die Cowboys - mit ihrem Arzt - jetzt zuschlagen, hätte das einen faden Beigeschmack. Wäre aber legitim.
Die Cowboys verpflichteten in der Zwischenzeit Edge Rusher Rashan Gary und Safety Jalen Thompson. NFL-Media-Reporter Tom Pelissero berichtet jedoch, dass Dallas' Interesse wieder aufkommen würde. Die Verführung, eine starke Pass-Rush-Zeit nach dem Abgang von Micah Parsons einzuläuten, ist da. Besitzer Jerry Jones fiel einst in Ungnade und könnte so wieder als Held dastehen.
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Seattle Seahawks
Der Pass Rush der Seattle Seahawks ist bereits auf Elite-Level. Und einer der Gründe, warum sie den Super Bowl gewonnen haben. Wenn noch ein Crosby hinzukäme, hätte die Liga ein gewaltiges Problem.
Head Coach Mike Macdonald wäre mit seinem defensiven Denken noch unaufhaltsamer. Crosby wäre sofort bei einem Contender um den Ring. Es bleibt aber eher ein Madden-Szenario beziehungsweise reizvolles Gedankenspiel. Die Seahawks müssten viel Kapital hergeben, um ein gut balanciertes Team mit einem Star zu bereichern.
Aber sie haben ja bereits ohne ihn gewonnen. Es birgt mehr Risiko als Gewinn. Nicht ganz ausgeschlossen, da Crosby bestimmt Interesse hätte, aber unwahrscheinlich.
Tennessee Titans
Head Coach Robert Saleh und General Manager Mike Borgonzi haben bereits deutlich gemacht, wie wichtig eine stabile Defense in der NFL ist. Warum also nicht gleich nach dem bestmöglichen Spieler greifen?
Crosby dürfte zwar wenig begeistert sein, von einem Rebuild-Team zum nächsten zu wechseln. Doch die Tennessee Titans verfolgen derzeit einen extrem aggressiven Ansatz, um den Kader zu verbessern.
Top-Draftpicks für einen Veteranen abzugeben, könnte ein Ausschlusskriterium sein. Aber ein oder zwei Anrufe schaden ja nicht.
Jacksonville Jaguars
Einige Berichte deuten darauf hin, dass der AFC-South-Champion im Rennen um Crosby ebenfalls beteiligt war.
Dass die Jacksonville Jaguars in diesem Jahr aber keinen Erstrundenpick besitzen, ist vermutlich ein erheblicher Stolperstein. Andererseits gibt es nur wenige General Manager, die so furchtlos agieren wie James Gladstone. Zumindest wenn es um Spieler geht, die auf ihrer Position als absolute Ausnahmetalente gelten.
Ein wilder Gedanke könnte sein, einen talentierten jungen Spieler im Gegenzug anzubieten. Statt eben einen teuren Draft-Pick. Zum Beispiel Travon Walker. Immerhin ein ehemaliger Nummer-eins-Pick, der aber in sein fünftes Vertragsjahr geht und im Falle eines Crosby-Deals entbehrlich wäre, da er auch bald einen lukrativen Kontrakt möchte.
Crosby könnte im Scheme von Defensive Coordinator Anthony Campanile glänzen, das großen Wert auf Splash Plays legt. Also auf riskante Spielzüge, die auf Turnover ausgelegt sind.
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New England Patriots
Der amtierende AFC-Champion schien zunächst nicht zu den Kandidaten für Crosby zu gehören und fand am Montag mit Dre’Mont Jones eine günstigere Lösung für die Position.
Dennoch könnte es sich lohnen, das Thema noch einmal aufzugreifen. Denn den New England Patriots fehlte es am Ende der Playoffs an genügend Druck von außen. Das Team sah sich praktisch dazu gezwungen, immer wieder All-out-Blitzes zu schicken. Crosby würde das zweifellos ändern.
Jones war eine solide Verstärkung, doch gleichzeitig hat man auch K’Lavon Chaisson verloren. Und für die Pats wäre es vermutlich etwas weniger schmerzhaft, Draft-Picks am hinteren Ende der Runde abzugeben, als für Teams, die weiter oben stehen.
Sie könnten mit Crosby ihren Anspruch auf die AFC-Titelverteidigung manifestieren und ein Zeichen setzen.
Las Vegas Raiders
So paradox es klingt: Einer der wahrscheinlichsten Landing Spots ist im Moment schlicht Las Vegas selbst. NFL-Experte Adam Schefter berichtet, dass die Raiders Crosby fürs Erste wieder gesund bekommen und mit ihm weitermachen würden, auch wenn sie sich parallel Gespräche mit anderen Teams anhören.
Vielleicht auch, um seinen Wert wieder zu steigern. Ein gesunder Crosby geht eher über die Ladentheke als ein kaputter. Eventuell schweißt der "Ravens-Betrug" auch zusammen.
Das macht Las Vegas nicht zur glamourösesten, aber zu einer sehr realistischen Lösung.