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Anzeige gegen ehemaligen BILD-Chef

Antonio Rüdiger macht mit seinem Vorgehen gegen Julian Reichelt alles richtig - ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 28.03.2024
  • 15:03 Uhr
  • Kai Esser
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Antonio Rüdiger wehrt sich gerichtlich gegen die Vorwürfe, einen islamistischen Gruß gezeigt zu haben. In einer Zeit, in der rechtes Gedankengut und Hetze zunimmt, zeigt der Nationalspieler klare Kante. Und das ist gut so. Ein Kommentar.

Von Kai Esser

Am 11. März tat Antonio Rüdiger das, was er jedes Jahr als gläubiger und praktizierender Muslim tut: Er brach sein Fasten und feierte den Ramadan. In diesem Jahr mit einem Bild auf Instagram, was ihn in Gebetskleidung zeigt.

Daraufhin musste der Nationalspieler sich jedoch schwere Vorwürfe gefallen lassen: Ausgerechnet Julian Reichelt, ehemaliger Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, will bei Antonio Rüdiger einen "IS-Finger" erkannt haben.

Damit bringt der Chef eines rechtspopulistischen Portals den Innenverteidiger mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Verbindung.

Der Spieler von Real Madrid wehrte sich nach den Länderspielen gegen Frankreich und die Niederlande gegen die Vorwürfe und kündigte rechtliche Schritte an.

"Ich lasse mich nicht beleidigen und als Islamist verunglimpfen. Deshalb hatte ich mich auch dazu entschieden, eine Anzeige zu erstatten", erklärte er in einer Stellungnahme.

Der 31-Jährige macht mit seiner Strafanzeige alles richtig. Er setzt damit ein Zeichen. Nicht nur gegen den "Brandstifter" Reichelt, sondern vor allem gegen fremdenfeindliche Hetze im Allgemeinen.

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Rüdiger zeigte schon immer klare Kante

Der Nationalspieler ist als Flüchtlingskind in Neukölln aufgewachsen, kennt Ausgrenzung, Hetze und Rassismus nur zu gut. Durch seinen Einfluss als Profifußballer setzt er sich gegen eben jene Missstände ein - und das entschiedene Vorgehen gegen Reichelt ist da nur folgerichtig.

Denn in Deutschland, das ist ein wertvolles und oftmals unterschätztes Gut, gilt neben der Meinungsfreiheit auch die Religionsfreiheit.

Jeder darf in der Bundesrepublik seine Religion frei praktizieren - und nichts anderes hat Antonio Rüdiger getan und mit seinem Foto zur Schau gestellt.

Die Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Reichelt, der sich bereits mit seiner Ablehnung eines pinkfarbenen Trikots entlarvt hatte, ist die richtige Reaktion.

Rüdiger verteidigt damit stellvertetend für Millionen von friedlichen Moslems in Deutschland auch die demokratischen Werte unseres Landes.

Dafür gebührt dem 31-Jährigen größter Respekt und Anerkennung.

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