- Anzeige -
- Anzeige -
Fußball-EM

EM 2024: Alvaro Morata - Spaniens größtes Sorgenkind ist der Kapitän

  • Aktualisiert: 12.07.2024
  • 23:58 Uhr
  • Dominik Hager/Martin Jahns

Während Spanien bei der EM mit überzeugenden Leistungen ins Finale stürmt, steckt ausgerechnet Kapitän Alvaro Morata in der Sinnkrise. Die Debatte um den 31-Jährigen eskalierte rund um das Halbfinale. Zu allem Überfluss bereitet nun auch noch eine Ordner-Grätsche Sorgen.

Von Dominik Hager und Martin Jahns

Es gibt wohl keinen Tag, der die Karriere von Alvaro Morata besser umschreibt als der 6. Juli 2021. Spanien und Italien stehen sich gegenüber und kämpfen um den Einzug ins EM-Finale. Für den spanischen Angreifer ist es ein ganz besonderes Spiel. Immerhin ist seine Frau Italienerin und außerdem absolviert er gerade sein zweites Italien-Intermezzo bei Juventus Turin. 

Nach seinem wichtigen Ausgleichstreffer in der 80. Minute deutet alles darauf hin, als könnte der große Tag von Morata endlich gekommen sein - bis dem Angreifer im Elfmeterschießen die Nerven versagen und Jorginho Italien ins Finale befördert. Spanien hingegen versinkt im Tal der Tränen - und kaum einer erinnert sich mehr an Moratas wichtige Tore gegen Polen und Kroatien, die Spanien überhaupt erst den Halbfinal-Einzug ermöglichten. 

Morata wurde zum Buhmann der Nation und erntete Hass-Nachrichten in den sozialen Netzwerken, die seine Frau Alice Campello, eine italienische Influencerin, öffentlich machte. Bereits vor dem Halbfinal-Spiel hatten User Morata und dessen Familie mit schockierenden Kommentaren angegriffen. "Einige Leute haben gesagt, sie wünschen meinen Kindern den Tod. Ich musste mein Telefon weglegen", verriet er.

Natürlich ist Morata mit seinem Schicksal nicht ganz alleine. Denken wir nur an Arjen Robben, der auf Vereinsebene beim FC Bayern München zum Sündenbock gemacht wurde, nachdem er im Finale Dahoam 2012 und kurz zuvor in der Bundesliga gegen Dortmund jeweils einen wichtigen Elfmeter vergab.

Der weitere Verlauf der Geschichte dürfte bekannt sein. Robben arbeitete härter denn je und wurde ein Jahr später als gefeierter Mr. Wembley “wiedergeboren“. 

- Anzeige -
- Anzeige -

Das Wichtigste in Kürze

  • Spielplan der Fußball-EM

  • Müller-Rücktritt? DFB wohl kalt erwischt

  • Tabellen der Fußball-EM

- Anzeige -

Ähnlich wie der legendäre niederländische Außenstürmer hat auch Morata die vielen bösen Töne in Motivation ummünzen und sich in der spanischen Nationalmannschaft an die Spitze der Hierarchie arbeiten können. Morata erzielte bei der WM 2022 in Katar drei Treffer in vier Spielen und führt die "Furia Roja" seit dem Jahr 2023 als Kapitän an.

Vielversprechend verlief auch sein erster Auftritt bei der EM 2024, bei dem er Spanien beim 3:0-Sieg gegen Kroatien mit seinem 36. Länderspieltreffer in Führung schoss. Beim 2:1 im Halbfinale gegen Frankreich bereitete Morata einen Treffer vor. Und: Als Kapitän der "Furia Roja" hat Morata eine perfekte Bilanz: Alle 15 Spiele, in denen er als Spielführer in der Startelf stand, hat Spanien gewonnen.

- Anzeige -

Internationale Transfergerüchte: Übernimmt Luis Enrique bald als Trainer bei Real Madrid?

1 / 14
<em><strong>Luis Enrique (Paris St.-Germain)</strong><br>Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.</em>
© 2025 Getty Images

Luis Enrique (Paris St.-Germain)
Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.

<strong>Enzo Fernández (FC Chelsea)</strong><br>121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.
© PPAUK

Enzo Fernández (FC Chelsea)
121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.

<strong>Yan Diomande (RB Leipzig)</strong><br>Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.
© 2025 Getty Images

Yan Diomande (RB Leipzig)
Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.

<strong>Vinicius Junior (Real Madrid)</strong><br>Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.
© Alterphotos

Vinicius Junior (Real Madrid)
Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.

<strong>Kees Smit (AZ Alkmaar)</strong><br>Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.
© IMAGO/Orange Pictures

Kees Smit (AZ Alkmaar)
Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.

<strong>Kees Smit (AZ Alkmaar)</strong><br>Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.
© IMAGO/Orange Pictures

Kees Smit (AZ Alkmaar)
Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.

<strong>Mohamed Salah (FC Liverpool)</strong><br>Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.
© Middle East Images

Mohamed Salah (FC Liverpool)
Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.

<strong>Robert Lewandowski (FC Barcelona)</strong><br>Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.
© 2025 Getty Images

Robert Lewandowski (FC Barcelona)
Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.

<strong>Sergio Ramos (CF Monterrey)</strong><br>Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.
© Getty Images

Sergio Ramos (CF Monterrey)
Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.

<strong>Pep Guardiola (Manchester City)</strong><br>Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.
© News Images

Pep Guardiola (Manchester City)
Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.

<strong>Mason Greenwood (Olympique Marseille)</strong><br>Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...
© 2025 Getty Images

Mason Greenwood (Olympique Marseille)
Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...

<strong>Mason Greenwood (Olympique Marseille)</strong><br>... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.
© 2025 Getty Images

Mason Greenwood (Olympique Marseille)
... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.

<strong>Julian Alvarez (Atletico Madrid)</strong><br>Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...
© IMAGO/SID/Mutsu Kawamori

Julian Alvarez (Atletico Madrid)
Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...

<strong>Julian Alvarez (Atletico Madrid)</strong><br>Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.
© Fotobaires

Julian Alvarez (Atletico Madrid)
Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube. Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Vom Buhmann zum Helden: Morata auf Robbens Spuren?

Und trotzdem ist der Angreifer vor dem Finale gegen England am Sonntag (ab 21 Uhr im Liveticker) noch weit davon entfernt, ähnlich wie Robben den Sprung vom Buhmann zum Helden zu vollziehen. Zu tief ist die Kluft zwischen ihm und einigen spanischen Fans.

Immer wieder beschwert sich Morata über die fehlende Rückendeckung aus seinem Heimatland. "Ich spiele besser in der Nationalmannschaft, wenn es nicht in Spanien ist", erklärte Morata kürzlich im Interview mit dem Radiosender "Cadena Ser". Tatsächlich erzielte der viertbeste Schütze der spanischen Fußballgeschichte sieben seiner vergangenen zehn Tore auswärts.

Der Ärger um seine Person belastet jedoch nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Familie. "Meine fünfjährigen Zwillinge Alessandro und Leonardo verstehen nicht, warum es Leute gibt, die so viel Wut auf ihren Vater haben", berichtete er enttäuscht. 

Ausgerechnet während der eigentlich so erfolgreichen EM eskalierte nun der Zoff. In einem Interview mit "El Mundo" liebäugelte Morata mit einem Rücktritt nach der EM, auch wegen des Umgangs von Fans und Reportern mit ihm. Das Online-Portal "El Confidencial" reagierte darauf mit einem Artikel unter der Überschrift "Morata, ein Kapitän, der Spanien beschämt".

Ehefrau schießt gegen spanische Presse zurück

Moratas Ehefrau platzte daraufhin der Kragen. In einer Instagram-Story ließ die 29-Jährige ordentlich Dampf ab. Sie warf spanischen Medien vor, Hass gegen ihren Mann zu schüren und forderte einen anderen Umgangston.

"Es verblüfft mich, dass ihr euch damit beschäftigt, einen Spieler eurer Nationalelf zu versenken, anstatt ihn zu unterstützen", monierte Campello: "Was denkt ihr, wie eine Person das Maximum für ihr Land geben soll, wenn nicht an sie geglaubt wird? Was wollt ihr erreichen? Noch mehr Hass erzeugen? Glückwunsch!"

Auch Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente rügte die Berichterstattung über seinen Kapitän. "Der Umgang mit Alvaro ist total unfair. Er ist in allen Belangen ein Vorbild. Ich stehe sowohl als Fußballer als auch als Mensch zu ihm. Er hat unsere volle Unterstützung", so der 63-Jährige.

Die Spanier werden Morata wohl erst als ihren Kapitän akzeptieren, wenn es für einen ganz großen Wurf wie den EM-Titel reicht. Immerhin sind die Fußstapfen von ehemaligen spanischen Leadern wie Iker Casillas und Sergio Ramos gewaltig.

EM 2028: Stadion als Millionengrab - Sportstätte ein Schlachtfeld

- Anzeige -
- Anzeige -

Nächster Ärger durch Ordner-Grätsche

Doch als ob Morata nicht ohnehin genug Ärger außerhalb des Platzes hätte, sorgte dann auch noch eine kuriose Szene nach Schlusspfiff des Halbfinals für neuen Ärger. Als das Team sich gerade für ein Sieger-Mannschaftsfoto aufgestellt hatte, stürmte ein Flitzer auf den Platz, um Selfies mit den Spielern zu schießen.

Ein Ordner der Münchner Allianz Arena wollte den ungebeten Gast abfangen, rutschte dabei allerdings aus und schlitterte mit den Füßen voraus in den nichtsahnenden Morata. Der 31-Jährige humpelte sichtlich genervt mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz.

Immerhin in diesem Fall war Morata am Morgen nach dem Spiel zum Scherzen aufgelegt. "Eine Gelbe Karte für den Ordner und das war's", sagte er zur "Marca". Einem Finaleinsatz stehe nach der ungewollten Grätsche nichts im Wege.

Morata auf dem Weg zum großen Coup - und dann zurück nach Italien?

Morata kann bereits auf eine bewegende Karriere zurückblicken, lief für Top-Klubs wie Real Madrid, Atletico Madrid, Juventus Turin und den FC Chelsea auf. Zwar gewann er mit Real zweimal die Champions League, übte dabei aber maximal eine Nebenrolle aus. Die großen Erfolge der spanischen Nationalmannschaft zwischen 2008 und 2012 waren vor seinem Debüt.

Was dem fußballerisch brillanten, im Abschluss aber oft zu nervösen Stürmer noch fehlt, wäre ganz klar, sein Team als Leader zu einem großen Titel zu führen. Am Sonntag kann er das verwirklichen, woran er 2021 noch so knapp gescheitert war. 

Und danach könnte er seine Karriere möglicherweise in Italien weiter fortsetzen. Laut Medienberichten soll die AC Mailand Morata im Blick haben, der demnach für eine Ausstiegsklausel von nur 13 Millionen Euro aus seinem Vertrag bei Atletico herausgekauft werden kann.

Mehr EM-News
Europäische Teams profitieren vom EM-Erfolg
News

UEFA-Ausschüttungsprogramm: Klubs erhalten Rekordsumme

  • 19.12.2025
  • 15:24 Uhr