FC Bayern und die Titel-Debatte: Warum Paris lediglich Interkontinental-Champion ist
Aktualisiert: 20.12.2025
10:13 Uhr
Oliver Jensen
PSG hat den Interkontinental-Pokal gegen Flamengo gewonnen. Vor einem Jahr hätten sie sich dafür nur noch als Weltmeister feiern können. Diese Bezeichnung gilt laut FIFA heute nicht mehr.
Der FC Chelsea ist der erste Gewinner der neuen FIFA Klub-Weltmeisterschaft. Wer dieses Turnier in den Jahren zuvor im alten Modus gewann, spielt für den Fußball-Weltverband offenbar keine Rolle mehr.
Das betrifft sämtliche Gewinner des Turniers in seiner alten Form zwischen 2000 und 2023. Diese werden fortan in den Statistiken der FIFA nur noch als "FIFA Intercontinental Champions" geführt.
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FC Bayern: Woher kommt die Bezeichnung "FIFA Intercontinental Champions"?
Die Bezeichnung "Intercontinental Champion" geht auf den FIFA Intercontinental Cup zurück. Dieser ersetzte ursprünglich die alte Klub-WM in ähnlichem Format und wird seit vergangenem Jahr ausgespielt.
Teilnehmen können sechs Teams: die Gewinner der wichtigsten kontinentalen Klubwettbewerbe jeder FIFA-Konföderation, also der UEFA Champions League, der Copa Libertadores, der AFC Champions League Elite, des CONCACAF Champions Cup, der CAF Champions League und der OFC Champions League.
Der Wettbewerb wurde eingeführt, weil die Klub-WM ab 2025 auf ein XXL-Format mit 32 Teams umgestellt wurde und dann nur noch alle vier Jahre stattfindet – der Intercontinental Cup schließt damit die jährliche Lücke.
Warum macht die FIFA so etwas?
Über die genaue Motivation lässt sich nur spekulieren. Die FIFA demonstriert mit ihrem Vorgehen, dass die neue Klub-WM mit erstmals 32 teilnehmenden Klubs gleichbedeutend mit der Einführung eines komplett neuen Wettbewerbs ist.
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Wie wurde die FIFA Klub-WM im alten Modus ausgespielt?
In der Regel nahmen sieben Mannschaften teil: Die jeweiligen Sieger der kontinentalen Klubwettbewerbe (UEFA Champions League, Copa Libertadores, etc.) sowie der Meister des Gastgeberlandes. Das Turnier fand im K.-o.-System statt und begann meist mit einer Vorrunde bzw. einem Playoff zwischen dem Team des Gastgeberlandes und dem Sieger aus Ozeanien.
Die Gewinner der zweiten Runde trafen dann im Halbfinale auf die Vertreter aus Europa und Südamerika, da diese als gesetzte Teams erst später ins Geschehen eingriffen. Es wurden ein Halbfinale, ein Spiel um Platz drei und ein Finale ausgespielt.
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Welche Folgen hat die Reform für die Vereine?
Der FC Bayern München darf sich genauso wie die anderen Gewinner fortan nicht mehr Klub-Weltmeister nennen. Der deutsche Rekordmeister hatte den Wettbewerb 2013 und 2020 gewonnen, beide Male wenige Monate nach dem jeweiligen Champions-League-Triumph.
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Wie bezeichnet der FC Bayern München diese beiden Titelgewinne?
Der FC Bayern bezeichnet sich selbst auf der Webseite als "FIFA Klub-WM-Sieger".
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Internationale Transfergerüchte: Übernimmt Luis Enrique bald als Trainer bei Real Madrid?
Luis Enrique (Paris St.-Germain) Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.
Enzo Fernández (FC Chelsea) 121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.
Yan Diomande (RB Leipzig) Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.
Vinicius Junior (Real Madrid) Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.
Mohamed Salah (FC Liverpool) Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.
Robert Lewandowski (FC Barcelona) Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.
Sergio Ramos (CF Monterrey) Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.
Pep Guardiola (Manchester City) Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.
Mason Greenwood (Olympique Marseille) Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...
Mason Greenwood (Olympique Marseille) ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.
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Was passiert mit den Weltpokal-Triumphen des FCB von 1976 und 2001?
Der Weltpokal war ein anderer Wettbewerb, der zwischen 1960 und 2004 jährlich zwischen dem Gewinner des Europapokals der Landesmeister (bis 1992) bzw. der europäischen Champions League (ab 1992) und dem Gewinner der südamerikanischen Copa Libertadores ausgespielt wurde.
Die Erfolge in dem damaligen Wettbewerb bleiben zunächst von der Reform unberührt und werden beim FC Bayern weiterhin ganz normal aufgeführt.
Aber: Nach einer Entscheidung der FIFA im Jahr 2017 wurde der Titel "Club World Champion" allen Siegern des Weltpokals zugesprochen. Dies dürfte damit nun wieder hinfällig sein.
Welche Vereine sind von der Aberkennung betroffen?
Alle Gewinner des Wettbewerbs zwischen den Jahren 2000 und 2023 verlieren ihren Status als Klub-Weltmeister. Wobei der Wettbewerb zwischen 2001 und 2004 nicht ausgetragen wurde.
Im Jahr 2000 gewann Corinthians São Paulo, 2005 war São Paulo FC erfolgreich, 2006 siegte Internacional Porto Alegre, 2007 holte sich die AC Mailand den Titel, 2008 war Manchester United siegreich, 2009 gewann der FC Barcelona, 2010 war Inter Mailand erfolgreich, 2011 und 2015 der FC Barcelona, 2012 gewann erneut Corinthians São Paulo, 2013 Bayern München, 2014, 2016, 2017 und 2018 jeweils Real Madrid, 2019 setzte sich der FC Liverpool durch, 2020 erneut Bayern München, 2021 der FC Chelsea, 2022 wieder Real Madrid und 2023 Manchester City.
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Wie reagieren die Vereine auf die Aberkennung?
Die großen Vereine wie Real Madrid oder Bayern München haben sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert. ran hat den FC Bayern München um eine Stellungnahme gebeten. Die Antwort steht noch aus.