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Clasico-Held und Fan-Liebling

Real Madrid: Jude Bellingham schon jetzt galaktisch! Die Gründe für seinen Höhenflug

  • Aktualisiert: 28.10.2023
  • 23:38 Uhr
  • Justin Kraft
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Jude Bellingham hat den Clasico gegen den FC Barcelona mit zwei Toren für Real Madrid entschieden – und war damit erneut der absolute Schlüsselspieler der Königlichen. Doch was sind die Gründe für seinen Höhenflug, von dem er sich sogar selbst überrascht zeigt?

Von Justin Kraft

Manchmal kann Jude Bellingham die Dimensionen seines unglaublichen Starts für Real Madrid selbst kaum fassen. Vor dem Clasico erzählte er dem spanischen Sender "RTVE" von einem ikonischen Moment, den er als Außenstehender bei einem großen Duell zwischen den Madrilenen und dem FC Barcelona in Erinnerung behalten hat.

"Ich erinnere mich immer an Jubel, an den von Ronaldo im Camp Nou mit dem 'Calma'", erzählte der Engländer: "Das bleibt dir im Kopf, die ikonischen Momente." Cristiano Ronaldo ließ 2012 das Stadion des großen Rivalen verstummen, die Königlichen gewannen mit 2:1.

Etwas mehr als elf Jahre später ist es Bellingham selbst, der für einen ikonischen Clasico-Moment in der Heimstädte des großen Rivalen gesorgt hat – streng genommen gleich zwei. Zunächst glich er den Führungstreffer von Ilkay Gündogan mit einem sensationellen Fernschuss aus, um dann in der Nachspielzeit in Mittelstürmerposition den Sieg für sein Team zu sichern.

Mit ausgebreiteten Armen stand Bellingham abermals auf dem Platz und ließ sich für einen Augenblick von den mitgereisten Fans feiern. Es waren seine Tore 12 und 13 in dieser Saison. Dass er in beeindruckender Konstanz Tore liefert, "überrascht mich etwas", gab er in aller Bescheidenheit zu. Sein Trainer stimmt ihm da zu. "Ich kann nicht leugnen, dass wir alle von seiner Form überrascht sind, insbesondere von seinem Niveau und seiner Effektivität", erklärte Carlo Ancelotti nach dem Clasico: "Er ist überall auf dem Feld."

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Tabelle in La Liga

  • Geleakt! Jude Bellingham wollte als Kind für Barca spielen

  • Barcas Talentschmiede "'La Masia" glüht wieder

So überraschend die neuentdeckten Torjägerqualitäten des 20-Jährigen auch sind, so wenig überraschend ist es, dass er keine Probleme damit hat, sich auf dem höchsten aller Niveaus in Europa und auf der Welt zu behaupten.

Jude Bellingham: "Wie ein Veteran"

In Interviews mag der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler noch so bescheiden wirken, auf dem Platz kann er eine Reife ausstrahlen, die für sein Alter besonders ist. Das weiß auch sein Trainer, der am Samstag davon sprach, dass sein Spieler "wegen seiner Einstellung manchmal wie ein Veteran wirkt".

Schon beim BVB war das im Ansatz zu sehen. Wenngleich es hier und da Momente gab, in denen seine Mitspieler oder Trainer ihn einbremsen mussten, so war es für alle offensichtlich, dass er zu den absoluten Führungsspielern des Teams zählte.

Weil er in Dortmund einer der wenigen Spieler war, die Woche für Woche und Tag für Tag in der Lage gewesen sind, ihr tatsächliches Potential zu zeigen und auch mal über die eigenen Grenzen zu gehen. Das Material, aus dem Weltklassespieler gemacht sind.

Bellingham ist längst kein Talent mehr. Auch deshalb legte Real Madrid knapp über 100 Millionen Euro auf den Tisch, die durch Boni noch anwachsen kann. Eine Summe, die von Spiel zu Spiel immer kleiner erscheint. Spieler der Kategorie Bellingham gibt es einerseits nicht allzu oft und andererseits wechseln sie in der Regel für nochmal mehr Geld.

Bedenkt man zudem, wie schnell dem BVB die Bellingham-Millionen ausgingen und wie sehr sie trotz aller positiver Ergebnisse im Mittelfeld damit zu kämpfen haben, einen strukturierten Ballvortrag hinzubekommen, dürfte man im Nachhinein auch in Dortmund nicht allzu begeistert von der Summe sein. Mit jedem Tor und jedem Spiel mehr sieht der BVB älter dafür aus, dass er den Engländer unter Marktwert ziehen ließ.

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Jude Bellingham: Quoten eines Mittelstürmers

Im Moment sticht bei Bellingham die Quote an Torbeteiligungen besonders heraus. 13 Treffer und drei Assists in 13 Pflichtspielen – alle 70,4 Minuten ist der Nationalspieler direkt an einem Tor beteiligt.

Das ist eine Zahl, die man eigentlich nur bei Mittelstürmern liest. Sein Landsmann Harry Kane ist beim FC Bayern mit 14 Toren in 13 Einsätzen ähnlich gut drauf, kann mit sieben Assists und 51,3 Minuten pro direkter Torbeteiligung sogar nochmal einen draufsetzen. Doch von ihm wird das auch erwartet. Bellingham ist aber ein zentraler Mittelfeldspieler.

Bellinghams Obergrenze liegt in dieser Saison locker bei 20 oder 25 Toren.

Carlo Ancelotti nach dem Clasico über Jude Bellingham

Trotzdem rechnet Ancelotti damit, dass die Regression in Richtung Normalität nicht allzu stark auf seinen Topstar wirken wird. "Bellinghams Obergrenze liegt in dieser Saison locker bei 20 oder 25 Toren", sagte der Italiener nach dem Clasico. Es wäre eine bemerkenswerte Zahl für einen Spieler auf seiner Position.

Eigentlich ist es bei Fußballern dieser Preisklasse so, dass sie mit einem gehörigen Rucksack nach Madrid wechseln. Die Königlichen sind der mit Abstand größte Fußballklub, wenn es um Champions-League-Titel aber auch den eigenen Mythos geht.

2021 sagte Toni Kroos im "TOMorrow-Podcast" des ehemaligen "GQ"-Chefredakteurs Tom Junkersdorf zum Vergleich mit dem FC Bayern: "Ich glaube, dass Real nochmal einen kleinen Tick größer und auch bekannter ist auf der Welt." Es sei der "größte Klub der Welt". Der Druck, den Spieler dort erfahren, ist enorm.

Und doch wirkte es von Beginn an so, als hätte Bellingham eher Last abgegeben. In Dortmund war er wegen seiner Klasse unverzichtbar – aber eben auch der absolute Mittelpunkt auf nahezu allen Ebenen. Der Rechtsfuß musste im Spielaufbau, auf den Flügeln, im Zehnerraum und in der Offensive seine Qualitäten einbringen, weil es dem BVB nur so möglich war, individuelle und taktische Schwächen zu verstecken.

Gerade im letzten Jahr in Dortmund gab es vereinzelt Auftritte, in denen Bellingham nicht nur frustriert wirkte, sondern hin und wieder auch überfordert mit dieser Last. In Madrid ist es anders. Ancelotti gibt ihm zwar die Freiheit, an vielen Stellen auf dem Platz zu helfen. Doch der Zwang fällt weg, denn auch die Klasse seiner Mitspieler ist enorm.

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Real Madrid: Jude Bellingham ist schon jetzt galaktisch

Das Resultat sieht man Woche für Woche auf dem Platz. Die Torquote wird sich vermutlich irgendwann normalisieren. Sein aktueller Expected-Goals-Wert liegt laut Daten von "Opta" bei 5,8 – das Modell bestimmt anhand seiner bisherigen Abschlüsse einen Schätzwert, wie viele Tore wahrscheinlich gewesen wären. Mit 13 Treffern liegt der Mittelfeldspieler also deutlich darüber. Nicht mal die besten Stürmer der Welt halten das über einen langen Zeitraum durch.

Bellingham aber ist ohnehin mehr als der Torjäger, der derzeit aus ihm gemacht wird und zu dem er sich selbst irgendwie auch gemausert hat. Er ist Anspielstation, Ballverteiler, Lückenfüller und Dribbler – er ist jemand, der für Real Madrid unglaublich viele Situationen auflöst, in denen es stressig wird.

Damit hebt er die Qualität eines Teams, das ohnehin schon Weltklasse ist, nochmal an. Es wird spannend sein zu sehen, wie seine Wahrnehmung in Madrid ist, wenn er nicht mehr wie am Fließband trifft. Doch Bellingham zählt schon jetzt zu den Lieblingen der Fans.

<strong>Vor dem Clasico: Die größten Duelle zwischen Barcelona und Real</strong><br>
                Am Samstag steigt das&nbsp;Top-Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (<a href="https://www.ran.de/sports/ticker/ma9655631/liveticker">16:15 Uhr im Live-Ticker auf ran.de</a>). Die als El Clasico bekannte Partie der ewigen Rivalen elektrisiert die Fans und&nbsp;ist eines der aufregendsten Fußballspiele weltweit. Umso mehr lohnt sich der Blick zurück auf die größten Clasicos der Geschichte.
Vor dem Clasico: Die größten Duelle zwischen Barcelona und Real
Am Samstag steigt das Top-Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (16:15 Uhr im Live-Ticker auf ran.de). Die als El Clasico bekannte Partie der ewigen Rivalen elektrisiert die Fans und ist eines der aufregendsten Fußballspiele weltweit. Umso mehr lohnt sich der Blick zurück auf die größten Clasicos der Geschichte.
© imago
<strong>Die Vorgeschichte</strong><br>Bereits 1902 trafen Real und Barca aufeinander, spätestens nach Ende des spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1939 entwickelte sich die Rivalität. Schon als Real Barca 1953 Alfredo Di Stefano wegschnappte, waren sich die Klubs spinnefeind. Bemerkenswert war das 11:1 von Real gegen Barca in der Copa del Rey 1943, bei dem ein Real-Verantwortlicher die Barca-Spieler eingeschüchtert haben soll.
Die Vorgeschichte
Bereits 1902 trafen Real und Barca aufeinander, spätestens nach Ende des spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1939 entwickelte sich die Rivalität. Schon als Real Barca 1953 Alfredo Di Stefano wegschnappte, waren sich die Klubs spinnefeind. Bemerkenswert war das 11:1 von Real gegen Barca in der Copa del Rey 1943, bei dem ein Real-Verantwortlicher die Barca-Spieler eingeschüchtert haben soll.
© imago sportfotodienst
<strong>1974: Cruyff führt Barca zu legendärem Auswärtssieg </strong><br>Ein weiterer Meilenstein der Rivalität ist der 5:0-Sieg Barcelonas in Madrid 1974 mit dem damals neu verpflichteten Johan Cruyff (Foto), der eine neue Ära der Katalanen einleitete.
1974: Cruyff führt Barca zu legendärem Auswärtssieg
Ein weiterer Meilenstein der Rivalität ist der 5:0-Sieg Barcelonas in Madrid 1974 mit dem damals neu verpflichteten Johan Cruyff (Foto), der eine neue Ära der Katalanen einleitete.
© imago/Belga
<strong>Netzer, Breitner und Stielike spielten für Real</strong><br>
                Der Tod des spanischen Diktators Franco 1975, der als Unterstützer Reals galt, verringerte ein wenig die politischen Spannungen zwischen den Klubs, die sportliche Rivalität bleibt aber bis heute brisant. In den 1970er und 80er Jahren nahmen auch einige deutsche Spieler wie Günter Netzer (r.), Paul Breitner (l.) und Uli Stielike für Real Madrid teil.
Netzer, Breitner und Stielike spielten für Real
Der Tod des spanischen Diktators Franco 1975, der als Unterstützer Reals galt, verringerte ein wenig die politischen Spannungen zwischen den Klubs, die sportliche Rivalität bleibt aber bis heute brisant. In den 1970er und 80er Jahren nahmen auch einige deutsche Spieler wie Günter Netzer (r.), Paul Breitner (l.) und Uli Stielike für Real Madrid teil.
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<strong>1993: Polizei muss Real schützen</strong><br>
                Wirklich heiß wurde es im Supercup-Finale 1993. Real Madrid hatte das Hinspiel bereits gewonnen und kam durch ein Tor von Ivan Zamorano (Foto) zu einem 1:1 in Barcelona. Die Königlichen ließen es sich nicht nehmen, eine Ehrenrunde zu laufen, woraufhin sie mit verschiedensten Gegenständen beworfen wurden und von der Polizei aus dem Stadion gebracht werden mussten.
1993: Polizei muss Real schützen
Wirklich heiß wurde es im Supercup-Finale 1993. Real Madrid hatte das Hinspiel bereits gewonnen und kam durch ein Tor von Ivan Zamorano (Foto) zu einem 1:1 in Barcelona. Die Königlichen ließen es sich nicht nehmen, eine Ehrenrunde zu laufen, woraufhin sie mit verschiedensten Gegenständen beworfen wurden und von der Polizei aus dem Stadion gebracht werden mussten.
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<strong>2002: Schweinskopf für Figo</strong><br>
                Die Sache mit den Wurfgeschossen wurde im November 2002 besonders unappetitlich, als Luis Figo nach seinem Wechsel zu Real Madrid für den Clasico zu seinem alten Klub nach Barcelona zurückkehrte. Der Portugiese wurde mit Billardkugeln, Messern, Flaschen und sogar mit einem Schweinskopf beworfen und musste beim Ausführen von Eckbällen von der Polizei geschützt werden.
2002: Schweinskopf für Figo
Die Sache mit den Wurfgeschossen wurde im November 2002 besonders unappetitlich, als Luis Figo nach seinem Wechsel zu Real Madrid für den Clasico zu seinem alten Klub nach Barcelona zurückkehrte. Der Portugiese wurde mit Billardkugeln, Messern, Flaschen und sogar mit einem Schweinskopf beworfen und musste beim Ausführen von Eckbällen von der Polizei geschützt werden.
© 2002 Getty Images
<strong>2005: Ronaldinho brilliert in der Höhle des Löwen</strong><br>
                Deutlich besser erging es da Ronaldinho (r.) im Herbst 2005. Der Brasilianer, damals der wohl beste Fußballer der Welt, führte Barca mit einer überragenden Leistung und sensationellen Dribblings zum Sieg in Madrid und bekam anschließend stehenden Applaus von den Real-Fans. Bis heute wurde diese Ehre außer Diego Maradona keinem weiteren Barca-Spieler zuteil.
2005: Ronaldinho brilliert in der Höhle des Löwen
Deutlich besser erging es da Ronaldinho (r.) im Herbst 2005. Der Brasilianer, damals der wohl beste Fußballer der Welt, führte Barca mit einer überragenden Leistung und sensationellen Dribblings zum Sieg in Madrid und bekam anschließend stehenden Applaus von den Real-Fans. Bis heute wurde diese Ehre außer Diego Maradona keinem weiteren Barca-Spieler zuteil.
© 2005 Getty Images
<strong>2008: Ultimative Demütigung für Barca</strong><br>
                Doppelt bitter wurde es für Barcelona im Mai 2008. Zunächst mussten die Barca-Spieler für den bereits feststehenden Meister Real Spalier stehen, als ultimative Demütigung setzte es dann noch eine 1:4-Niederlage im Bernabeu. Die Torschützen für Real: Raul, Arjen Robben, Gonzalo Higuain und Ruud van Nistelrooy. Für Barca erzielte Thierry Henry lediglich den Ehrentreffer.
2008: Ultimative Demütigung für Barca
Doppelt bitter wurde es für Barcelona im Mai 2008. Zunächst mussten die Barca-Spieler für den bereits feststehenden Meister Real Spalier stehen, als ultimative Demütigung setzte es dann noch eine 1:4-Niederlage im Bernabeu. Die Torschützen für Real: Raul, Arjen Robben, Gonzalo Higuain und Ruud van Nistelrooy. Für Barca erzielte Thierry Henry lediglich den Ehrentreffer.
© 2008 Getty Images
<strong>2009: Barca revanchiert sich</strong><br>
                Die Revanche gelang Barca aber im Jahr darauf in Madrid. Mit 6:2 wurde Real im Bernabeu vom Platz gefegt, für die Katalanen war das Spiel der entscheidende Schritt zur Meisterschaft. Der junge Lionel Messi (r.) erzielte zwei Tore für Barca. Das kommende Jahrzehnt sollte durch das Duell der Superstars Messi und Cristiano Ronaldo geprägt werden.
2009: Barca revanchiert sich
Die Revanche gelang Barca aber im Jahr darauf in Madrid. Mit 6:2 wurde Real im Bernabeu vom Platz gefegt, für die Katalanen war das Spiel der entscheidende Schritt zur Meisterschaft. Der junge Lionel Messi (r.) erzielte zwei Tore für Barca. Das kommende Jahrzehnt sollte durch das Duell der Superstars Messi und Cristiano Ronaldo geprägt werden.
© imago images/PanoramiC
<strong>2014: Bales Super-Sprint gegen Bartra</strong><br>
                Vom Finale der Copa Del Rey 2014 dürfte Marc Bartra (l.) heute noch träumen. Zwar glichen die Katalanen durch seinen Treffer zwischenzeitlich zum 1:1 aus, doch in der 85. Minute wurde der spanische Verteidiger von Gareth Bale (M.) überrannt, obwohl der Waliser sogar einen Umweg abseits des Spielfelds an der Seitenlinie nehmen musste. Durch den 2:1-Siegtreffer war Real Pokalsieger.
2014: Bales Super-Sprint gegen Bartra
Vom Finale der Copa Del Rey 2014 dürfte Marc Bartra (l.) heute noch träumen. Zwar glichen die Katalanen durch seinen Treffer zwischenzeitlich zum 1:1 aus, doch in der 85. Minute wurde der spanische Verteidiger von Gareth Bale (M.) überrannt, obwohl der Waliser sogar einen Umweg abseits des Spielfelds an der Seitenlinie nehmen musste. Durch den 2:1-Siegtreffer war Real Pokalsieger.
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<strong>Messi vs. Ronaldo: Clasico-Bilanz spricht für den Argentinier</strong><br>
                Während Barcelona in den 2010er Jahren La Liga dominierte, war Real mit insgesamt vier Champions-League-Siegen international erfolgreicher. Das Clasico-Duell entschied Messi (l.) für sich, von 38 Spielen gegen Real gewann er 17. Ronaldo (r.) konnte nur acht von 30 Clasicos gewinnen, erzielte in diesen Spielen aber 18 Tore.
Messi vs. Ronaldo: Clasico-Bilanz spricht für den Argentinier
Während Barcelona in den 2010er Jahren La Liga dominierte, war Real mit insgesamt vier Champions-League-Siegen international erfolgreicher. Das Clasico-Duell entschied Messi (l.) für sich, von 38 Spielen gegen Real gewann er 17. Ronaldo (r.) konnte nur acht von 30 Clasicos gewinnen, erzielte in diesen Spielen aber 18 Tore.
© imago/ZUMA Press
<strong>2020/2021: Zwei Siege für Real</strong><br>
                In der Saison 2020/2021 gewann Real 3:1 in Barcelona und behielt im eigenen Stadion mit 2:1 die Oberhand. Insgesamt gingen sogar die fünf jüngsten Duelle allesamt an den Hauptstadt-Klub. So eine lange Durststrecke gab es für die Katalanen lange nicht mehr.
2020/2021: Zwei Siege für Real
In der Saison 2020/2021 gewann Real 3:1 in Barcelona und behielt im eigenen Stadion mit 2:1 die Oberhand. Insgesamt gingen sogar die fünf jüngsten Duelle allesamt an den Hauptstadt-Klub. So eine lange Durststrecke gab es für die Katalanen lange nicht mehr.
© 2021 Getty Images
<strong>Hinrunde 2021/2022: Clasico ohne Messi, Ronaldo und Ramos</strong><br>
                Es war der erste Clasico nach einer langen Ära, die auf beiden Seiten von absoluten Top-Spielern geprägt war. Kein Ronaldo, kein Ramos, kein Messi. David Alaba (l.) markierte mit einem strammen Fernschuss das 1:0 für die "Königlichen". Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Lucas Vazquez konnte Barcas Kun Agüero nur noch kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 1:2 anschließen.&nbsp;
Hinrunde 2021/2022: Clasico ohne Messi, Ronaldo und Ramos
Es war der erste Clasico nach einer langen Ära, die auf beiden Seiten von absoluten Top-Spielern geprägt war. Kein Ronaldo, kein Ramos, kein Messi. David Alaba (l.) markierte mit einem strammen Fernschuss das 1:0 für die "Königlichen". Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Lucas Vazquez konnte Barcas Kun Agüero nur noch kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 1:2 anschließen. 
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<strong>Fünf El Clasicos in der Saison 2022/2023</strong><br>Vergangene Saison trafen Barcelona und Madrid gleich fünfmal aufeinander. In der Liga gewann zunächst Real mit 3:1, in der Rückrunde Barca mit 2:1. Das Supercup-Finale gewann Barcelona mit 3:1. Im Halbfinale der Copa del Rey verlor Madrid zwar im Hinspiel mit 0:1, gewann aber das Rückspiel mit 4:1 und am Ende auch den Pokal.
Fünf El Clasicos in der Saison 2022/2023
Vergangene Saison trafen Barcelona und Madrid gleich fünfmal aufeinander. In der Liga gewann zunächst Real mit 3:1, in der Rückrunde Barca mit 2:1. Das Supercup-Finale gewann Barcelona mit 3:1. Im Halbfinale der Copa del Rey verlor Madrid zwar im Hinspiel mit 0:1, gewann aber das Rückspiel mit 4:1 und am Ende auch den Pokal.
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<strong>Vor dem Clasico: Die größten Duelle zwischen Barcelona und Real</strong><br>
                Am Samstag steigt das&nbsp;Top-Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (<a href="https://www.ran.de/sports/ticker/ma9655631/liveticker">16:15 Uhr im Live-Ticker auf ran.de</a>). Die als El Clasico bekannte Partie der ewigen Rivalen elektrisiert die Fans und&nbsp;ist eines der aufregendsten Fußballspiele weltweit. Umso mehr lohnt sich der Blick zurück auf die größten Clasicos der Geschichte.
<strong>Die Vorgeschichte</strong><br>Bereits 1902 trafen Real und Barca aufeinander, spätestens nach Ende des spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1939 entwickelte sich die Rivalität. Schon als Real Barca 1953 Alfredo Di Stefano wegschnappte, waren sich die Klubs spinnefeind. Bemerkenswert war das 11:1 von Real gegen Barca in der Copa del Rey 1943, bei dem ein Real-Verantwortlicher die Barca-Spieler eingeschüchtert haben soll.
<strong>1974: Cruyff führt Barca zu legendärem Auswärtssieg </strong><br>Ein weiterer Meilenstein der Rivalität ist der 5:0-Sieg Barcelonas in Madrid 1974 mit dem damals neu verpflichteten Johan Cruyff (Foto), der eine neue Ära der Katalanen einleitete.
<strong>Netzer, Breitner und Stielike spielten für Real</strong><br>
                Der Tod des spanischen Diktators Franco 1975, der als Unterstützer Reals galt, verringerte ein wenig die politischen Spannungen zwischen den Klubs, die sportliche Rivalität bleibt aber bis heute brisant. In den 1970er und 80er Jahren nahmen auch einige deutsche Spieler wie Günter Netzer (r.), Paul Breitner (l.) und Uli Stielike für Real Madrid teil.
<strong>1993: Polizei muss Real schützen</strong><br>
                Wirklich heiß wurde es im Supercup-Finale 1993. Real Madrid hatte das Hinspiel bereits gewonnen und kam durch ein Tor von Ivan Zamorano (Foto) zu einem 1:1 in Barcelona. Die Königlichen ließen es sich nicht nehmen, eine Ehrenrunde zu laufen, woraufhin sie mit verschiedensten Gegenständen beworfen wurden und von der Polizei aus dem Stadion gebracht werden mussten.
<strong>2002: Schweinskopf für Figo</strong><br>
                Die Sache mit den Wurfgeschossen wurde im November 2002 besonders unappetitlich, als Luis Figo nach seinem Wechsel zu Real Madrid für den Clasico zu seinem alten Klub nach Barcelona zurückkehrte. Der Portugiese wurde mit Billardkugeln, Messern, Flaschen und sogar mit einem Schweinskopf beworfen und musste beim Ausführen von Eckbällen von der Polizei geschützt werden.
<strong>2005: Ronaldinho brilliert in der Höhle des Löwen</strong><br>
                Deutlich besser erging es da Ronaldinho (r.) im Herbst 2005. Der Brasilianer, damals der wohl beste Fußballer der Welt, führte Barca mit einer überragenden Leistung und sensationellen Dribblings zum Sieg in Madrid und bekam anschließend stehenden Applaus von den Real-Fans. Bis heute wurde diese Ehre außer Diego Maradona keinem weiteren Barca-Spieler zuteil.
<strong>2008: Ultimative Demütigung für Barca</strong><br>
                Doppelt bitter wurde es für Barcelona im Mai 2008. Zunächst mussten die Barca-Spieler für den bereits feststehenden Meister Real Spalier stehen, als ultimative Demütigung setzte es dann noch eine 1:4-Niederlage im Bernabeu. Die Torschützen für Real: Raul, Arjen Robben, Gonzalo Higuain und Ruud van Nistelrooy. Für Barca erzielte Thierry Henry lediglich den Ehrentreffer.
<strong>2009: Barca revanchiert sich</strong><br>
                Die Revanche gelang Barca aber im Jahr darauf in Madrid. Mit 6:2 wurde Real im Bernabeu vom Platz gefegt, für die Katalanen war das Spiel der entscheidende Schritt zur Meisterschaft. Der junge Lionel Messi (r.) erzielte zwei Tore für Barca. Das kommende Jahrzehnt sollte durch das Duell der Superstars Messi und Cristiano Ronaldo geprägt werden.
<strong>2014: Bales Super-Sprint gegen Bartra</strong><br>
                Vom Finale der Copa Del Rey 2014 dürfte Marc Bartra (l.) heute noch träumen. Zwar glichen die Katalanen durch seinen Treffer zwischenzeitlich zum 1:1 aus, doch in der 85. Minute wurde der spanische Verteidiger von Gareth Bale (M.) überrannt, obwohl der Waliser sogar einen Umweg abseits des Spielfelds an der Seitenlinie nehmen musste. Durch den 2:1-Siegtreffer war Real Pokalsieger.
<strong>Messi vs. Ronaldo: Clasico-Bilanz spricht für den Argentinier</strong><br>
                Während Barcelona in den 2010er Jahren La Liga dominierte, war Real mit insgesamt vier Champions-League-Siegen international erfolgreicher. Das Clasico-Duell entschied Messi (l.) für sich, von 38 Spielen gegen Real gewann er 17. Ronaldo (r.) konnte nur acht von 30 Clasicos gewinnen, erzielte in diesen Spielen aber 18 Tore.
<strong>2020/2021: Zwei Siege für Real</strong><br>
                In der Saison 2020/2021 gewann Real 3:1 in Barcelona und behielt im eigenen Stadion mit 2:1 die Oberhand. Insgesamt gingen sogar die fünf jüngsten Duelle allesamt an den Hauptstadt-Klub. So eine lange Durststrecke gab es für die Katalanen lange nicht mehr.
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                Es war der erste Clasico nach einer langen Ära, die auf beiden Seiten von absoluten Top-Spielern geprägt war. Kein Ronaldo, kein Ramos, kein Messi. David Alaba (l.) markierte mit einem strammen Fernschuss das 1:0 für die "Königlichen". Nach dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Lucas Vazquez konnte Barcas Kun Agüero nur noch kurz vor Schluss mit seinem Tor zum 1:2 anschließen.&nbsp;
<strong>Fünf El Clasicos in der Saison 2022/2023</strong><br>Vergangene Saison trafen Barcelona und Madrid gleich fünfmal aufeinander. In der Liga gewann zunächst Real mit 3:1, in der Rückrunde Barca mit 2:1. Das Supercup-Finale gewann Barcelona mit 3:1. Im Halbfinale der Copa del Rey verlor Madrid zwar im Hinspiel mit 0:1, gewann aber das Rückspiel mit 4:1 und am Ende auch den Pokal.

Als er bei seinem Heim-Debüt im Estadio Santiago Bernabeu gegen Getafe das entscheidende Tor erzielte, sangen die Madridistas "Hey Jude" von den Beatles. "Ich wollte einfach nur stehen bleiben und ihnen zuhören, meine Beine haben gezittert", erklärte Bellingham anschließend in gewohnt bescheidener Art und Weise.

Auf dem Platz ist der ehemalige Dortmunder schon jetzt ein Galaktischer. Dass die Fans von Real ihm abseits davon dabei zusehen können, wie er all das erst noch realisiert, macht ihn für sie greifbarer. Vielleicht so greifbar wie keinen anderen Star im Ensemble des 14-maligen Champions-League-Siegers.

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