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WM in USA, Kanada und Mexiko

WM 2026: Wieder Riesenärger! Geänderte Anstoßzeiten stoßen TV-Sendern sauer auf

  • Veröffentlicht: 02.01.2026
  • 23:03 Uhr
  • Tobias Wiltschek

Die vielen unterschiedlichen und vor allem späten Anstoßzeiten bei der sorgen nicht nur bei den Fans für Ärger.

Von Tobias Wiltschek

Für die übertragenden TV-Anstalten aus aller Welt war der zweite Teil der WM-Auslosung Anfang Dezember mindestens genauso wichtig wie die Einteilung der Teams in die verschiedenen Gruppen, die im ersten Teil vorgenommen wurde.

Denn erst am Tag nachdem die Gruppeneinteilung feststand, informierte die FIFA über die genauen Anstoßzeiten der insgesamt 104 Spiele - und  sorgte damit offenbar für großen Ärger bei den Fernseh-Verantwortlichen.

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Wie die "Deutsche Presse-Agentur" berichtet, sind die TV-Sender von der Verkündung der Anstoßzeiten auf dem falschen Fuß erwischt worden. Genauer gesagt von den vielen unterschiedlichen und auch sehr vielen späten Anstoßzeiten.

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WM 2026: 15 verschiedene Anstoßzeiten

Insgesamt gibt es bei der WM im kommenden Sommer in den USA, Kanada und Mexiko 15 verschiedene Anstoßzeiten - und damit offenbar knapp viermal so viele wie bei den Vertragsverhandlungen der FIFA mit den TV-Partnern im Gespräch gewesen seien.

Analog zur Klub-WM im vergangenen Jahr sei man bei den TV-Machern lediglich von vier Anstoßzeiten ausgegangen, heißt es in der Agenturmeldung. Doch statt um 18, 21, 0 und 3 Uhr deutscher Zeit beginnen die Spiele zwischen 18 und 6 Uhr des Folgetages zu fast jeder vollen und teilweise auch zur halben Stunde.

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WM 2026: Will Magenta bei den TV-Rechten nachverhandeln?

In Deutschland ist vor allem die Telekom als größter Übertragungspartner von den vielen unterschiedlichen Anstoßzeiten betroffen. "Dem Vernehmen nach", so heißt es, "gibt es Gespräche mit der FIFA über den Vertrag". Das könnte nur bedeuten, dass die Telekom den Preis  für die Übertragungsrechte nachverhandeln will. Denn an den Anstoßzeiten wird sich nichts mehr ändern.

Klar ist, dass die übertragenden Sender vor allem finanzielle Einbuße durch die späten Anstoßzeiten befürchten. Denn dadurch können sie die Ausgaben schwerer durch Werbung refinanzieren. Spiele, wie Kap Verde gegen Saudi-Arabien, könnten tagsüber in Deutschland noch ein paar Zuschauer vor die TV-Geräte locken. Zur festgelegten Anstoßzeit um 2 Uhr nachts aber dürften sich solche Spiele - und damit die darin geschaltete Werbung - nur die härtesten Fußball-Fans anschauen.

WM 2026: ARD und ZDF dürfen nach 20 Uhr keine Werbung senden

Für die öffentlich-rechtlichen Sender, die sich von der Telekom die Übertragungsrechte für 60 Partien via Sublizenz gesichert haben, kommt ein weiteres Problem dazu. Durch den Rundfunkstaatsvertrag ist geregelt, dass ARD und ZDF nach 20 Uhr mit Ausnahme von Sponsoring-Clips keine Werbung zeigen dürfen.

Angesichts dessen, dass nur sehr wenige Spiele vor 20 Uhr angepfiffen werden, wird in ARD und ZDF bei den meisten Partien gar keine Werbung laufen. Das betrifft auch die Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Nur bei der Übertragung des Spiels gegen Curacao am 14. Juni um 19 Uhr wird Werbung möglich sein. Die Spiele gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) beginnen erst um 22 Uhr.

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WM 2026: ZDF-Sportchef spricht von "echter Herausforderung"

"Die unterschiedlichen Anstoßzeiten stellen für die Planung unserer Übertragungen eine echte Herausforderung dar", wird ZDF-Sportchef Yorck Polus im Bericht zitiert. Dies beziehe sich "auf alle Aspekte: Einplanung der Zeitslots ins ZDF-Gesamtprogramm, Organisation der Übertragungen, Logistik und Personaleinsatz, Umsetzung unseres redaktionellen Konzeptes und Ähnliches mehr".

Noch haben die Sender gut fünf Monate Zeit, diese Herausforderung zu meistern. Am 11. Juni beginnt die WM 2026 im Aztekenstadion mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika.

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