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Fußball

DFB-Team: Julian Nagelsmann schafft im Tor Fakten - doch hinter Oliver Baumann sieht es schlecht aus

  • Aktualisiert: 13.02.2026
  • 16:16 Uhr
  • Martin Volkmar
COLOGNE, GERMANY - SEPTEMBER 06:  Julian Nagelsmann, head coach and Oliver Baumann of Germany talks to the media during the press conference of the German national football team at RheinEnergieStadion on September 06, 2025 in Cologne, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)
COLOGNE, GERMANY - SEPTEMBER 06: Julian Nagelsmann, head coach and Oliver Baumann of Germany talks to the media during the press conference of the German national football team at RheinEnergieStadion on September 06, 2025 in Cologne, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Getty Images)© Getty Images

Bundestrainer Julian Nagelsmann stellt klar, dass Oliver Baumann die deutsche Nummer eins bei der WM ist. Doch dahinter gibt es viele Fragezeichen, gerade mit Blick auf die Zukunft. Eine kommentierende Analyse.

Von Martin Volkmar

Drei Fakten nannte Julian Nagelsmann nach der Nations-League-Auslosung mit Blick auf die WM im Sommer: Der Rücktritt von Manuel Neuer sei – wie vom Bayern-Keeper am Mittwoch nochmal bestätigt - endgültig.

Marc-André ter Stegens rechtzeitige Rückkehr ist nicht komplett ausgeschlossen, aber nach seiner schweren Verletzung höchst unwahrscheinlich.

Und: Aufgrund der beiden erstgenannten Punkte und seiner guten Leistungen ist Oliver Baumann die deutsche Nummer 1 bei der WM-Endrunde.

So weit, so gut. Schließlich überzeugt der Hoffenheimer seit Monaten im DFB-Team und im Klub, bei dem er maßgeblich zum momentanen Höhenflug bis auf Platz drei in der Bundesliga beigetragen hat.

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DFB-Team: Baumann ist nicht die Zukunft

Die Zukunft im Tor der Nationalmannschaft stellt Baumann allerdings nicht dar. Der im Sommer 36-Jährige, der fünf Wochen vor dem deutschen WM-Triumph 1990 geboren wurde, ist sogar noch zwei Jahre älter als ter Stegen und seit seinem ersten Länderspiel im Oktober 2024 der älteste Debütant jemals im DFB-Tor.

Damit ist der Routinier allerdings in guter Gesellschaft: Jens Lehmann stand 2008 mit 38 Jahren im EM-Finale und war damit genauso alt wie Andreas Köpke bei der WM zehn Jahre zuvor. Ganz zu schweigen vom Italiener Dino Zoff, der 1982 mit 40 Jahren Weltmeister wurde.

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DFB-Team: Als Baumann-Nachfolger drängt sich keiner auf

Und dennoch: Das Ende ist abzusehen – womit sich eine entscheidende Frage stellt, die Nagelsmann nicht ansprach: Wer ist der Nachfolge-Kandidat für Baumann? Namen gibt es einige, aber keiner drängt sich wirklich auf.

Momentan spricht alles für den Stuttgarter Alexander Nübel, der schon mit der deutschen U21 bis ins EM-Finale 2019 kam. Doch sein damaliger Patzer gegen Spanien nach einem zuvor starken Turnier steht für seine Kritiker exemplarisch.

Denn der inzwischen 29-Jährige zeigt meist überzeugende Leistungen, leistet sich aber immer wieder schwere, teilweise spielentscheidende Fehler. Angeblich ein Grund, warum bei Bayern München aktuell Jonas Urbig als Neuer-Nachfolger Favorit ist.

Nicht wenige zweifeln, ob man Nübel im Falle eines Baumann-Ausfalls tatsächlich zur Nummer 1 bei der WM machen sollte. Und auch, ob er automatisch der erste Nachrücker für die Zeit danach wäre.

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Zwei Torwart-Routiniers besser als Atubolu und Dahmen

Dahinter wurden zuletzt die noch relativ jungen Noah Atubolu (23) und Finn Dahmen (27) berufen. Beide sind ehemalige U21-Nationalkeeper und mit Sicherheit große Torwart-Talente, aber wie auch unter anderem die Bewertungen des Fachblatts "kicker" zeigen, alles andere als stabil in dieser Saison in ihren Vereinen SC Freiburg und FC Augsburg.

Die besten deutschen Keeper laut Noten sind hingegen Daniel Heuer-Fernandes (33) und Marvin Schwäbe (30), die mit dem Hamburger SV respektive dem 1. FC Köln vergangene Saison noch in der zweiten Liga spielten. Und in der Winter-Rangliste lag Schwäbe hinter Baumann, Heuer-Fernandes folgte nach dem seit November verletzten Mainzer Robin Zentner und Neuer.

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Rene Adler: HSV-Keeper hätte es verdient

Nicht nur die Medien in ihren Heimatstädten nennen die beiden nun als Kandidaten für die DFB-Auswahl, sondern auch einige Experten. So sagte der frühere Nationaltorhüter Rene Adler der "Sport Bild", Heuer-Fernandes "hätte es sicher verdient".

Das sei aber vor allem eine Frage von Nagelsmanns Philosophie, so Adler weiter. Nämlich, ob dieser hinter Baumann eher auf Perspektivspieler für die Zukunft oder eben erfahrene Keeper setze, die sofort helfen könnten.

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Bernd Leno: Kann Nagelsmann über seinen Schatten springen?

Geht es nach den vom Bundestrainer angeführten Fakten, müsste ohnehin ein anderer nachrücken: Bernd Leno. Der 33-Jährige stand schon 2016 im deutschen EM-Aufgebot und ist seit Jahren Stammtorwart beim FC Fulham in der Premier League.

Unklar ist allerdings, ob Nagelsmann über seinen Schatten springt und dem neunmaligen Nationalspieler noch eine Chance gibt. Schließlich ist Leno, der sich schon bei den DFB-Junioren über fast alle Jahrgänge einen knallharten Konkurrenzkampf mit dem gleichaltrigen ter Stegen lieferte, sehr von sich und seinem Können überzeugt.

Daher hatte er erst im vergangenen Herbst eine Nominierung ausgeschlagen, weil er sich nicht "als Nummer 3 ohne Aussicht auf Spiele sehe". Die beiden damals vor ihm einsortierten Baumann und Nübel stünden aber nun erneut im Weg.

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Sportlich die beste Variante - auch mit Blick auf die Zeit danach

Fraglich daher, ob Leno überhaupt bereit wäre, selbst wenn Nagelsmann nach Leistung gehen und ihn statt Nübel zur Nummer zwei machen würde.

Rein sportlich gesehen wäre das aber vermutlich die beste Variante, auch mit Blick auf die erste Zeit nach Baumann.

Auch ein erneutes Comeback von ter Stegen ist nicht ausgeschlossen. So hätten jüngere Keeper wie Atubolu oder Urbig etwas mehr Zeit zur Entwicklung auf absolutes Topniveau.

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