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Handball-EM 2024

Deutschland vs. Nordmazedonien bei der Handball-EM 2024: So reicht es gegen Frankreich hinten und vorne nicht – ein Kommentar

  • Aktualisiert: 15.01.2024
  • 14:25 Uhr
  • Jonas Rütten
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Deutschland ist mit zwei Kantersiegen in die Mission "Heim-EM" gestartet. Doch gerade der deutliche Erfolg über Nordmazedonien muss mit Vorsicht genossen werden. Denn so, wie Deutschland spielte, wird es gegen Frankreich hinten und vorne nicht reichen. Es braucht eine deutliche Steigerung – besonders von zwei DHB-Stars. Ein Kommentar.

Aus Berlin von der Handball-EM 2024 berichtet Jonas Rütten.

Als Alfred Gislason nach dem souveränen und deutlichen Sieg im zweiten Vorrundenspiel der Heim-EM über Nordmazedonien gefragt wurde, was denn im wegweisenden Spiel gegen Frankreich (am Dienstag ab 20:30 Uhr im LIVETICKER) noch besser werden müsse, gab der deutsche Bundestrainer eine simple und doch recht ernüchternde Antwort: "Alles!"

Das mag zunächst einmal angesichts des klaren 34:25-Siegs überraschen. Hatte ein Juri Knorr mit zehn Toren bei zwölf Abschlüssen nicht gerade erst seine potenzielle Weltklasse nachgewiesen und sich pünktlich zum Showdown mit Rekordweltmeister Frankreich heiß gespielt (ran-Note 1)? Hatte ein junger David Späth nicht nachgewiesen, dass er den Weg zum Sieg ebnen kann, wenn Torhüter-Titan Andreas Wolff mal einen ganz schlimmen Tag erwischt?

Ja, diese positiven Nachrichten stehen auf der einen Seite der Medaille bei der Betrachtung des Kantersiegs über Nordmazedonien. Darüber hinaus könnte man auch noch den wieder einmal starken Auftritt von Kapitän Johannes Golla nennen, oder die guten Leistungen der Außen Timo Kastening (besonders in der zweiten Halbzeit) und Lukas Mertens.

Doch dass eine ähnliche Leistung am Ende gegen Frankreich am Dienstag weder vorne noch hinten reichen wird, war allen klar und das betonte vor allem Kapitän Golla richtigerweise. Der bemängelte offensiv den leichtfertigen Umgang mit Großchancen und die generelle defensive Stabilität.

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Das Wichtigste in Kürze

  • TV-Übertragung, Spielplan, Livestream: Alle Infos zur Handball-EM 2024

  • DHB-Noten vs. Nordmazedonien: Unterirdisch, Weltklasse, Wahnsinn

Handball-EM 2024: Wolff und Köster müssen sich gegen Frankreich steigern

Torhüter Andreas Wolff erwischte einen rabenschwarzen Tag mit nur neun Prozent gehaltener Bälle, was auch an der fehlenden Hilfe durch die Vorderleute lag, die zahlreiche leichte Abschlüsse zuließen. Wolff hatte zwar gegen die Schweiz bewiesen, dass er zahlreiche komplett freie Abschlüsse im Alleingang wegnehmen kann, aber eben nicht an einem durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Tag.

Die Leistung von Späth gegen Nordmazedonien in allen Ehren, aber es besteht kein Zweifel, dass die DHB-Auswahl mindestens jenen Andreas Wolff aus dem Weltrekordspiel gegen die Schweiz benötigen wird, um eine echte Chance zu haben. Denn: Dika Mem, Ludovic Fabregas, Nedim Remili und Co. werden allein schon aufgrund ihrer individuellen Weltklasse zu mehr guten Abschlüssen kommen als Nordmazedonien.

Neben Wolff muss sich auch Julian Köster im Vergleich zum zweiten Vorrundenspiel deutlich steigern. Der zweite große Held des Schweiz-Spiels (ran-Note 1) knüpfte zunächst nahtlos an seine Leistung beim Sieg über die Eidgenossen an. Zwei der ersten drei DHB-Tore erzielte er selbst, beim dritten assistierte er traumhaft. Doch dann kam der Bruch mit vergebenen Großchancen und defensiven Unzulänglichkeiten. Köster wurde zurecht früh gegen Sebastian Heymann ausgetauscht.

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<strong>Deutschland erreicht vorzeitig Hauptrunde: Die Noten der DHB-Stars</strong><br>Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel vorzeitig in der Zwischenrunde der Heim-EM. Beim nie gefährdeten 34:25-Sieg über Nordmazedonien erwischt ein DHB-Star einen schwachen Tag, während ein Wahnsinns-Joker sticht und ein Offensivspieler absolute Weltklasse zeigt. Die Noten und Einzelkritiken.
Deutschland erreicht vorzeitig Hauptrunde: Die Noten der DHB-Stars
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel vorzeitig in der Zwischenrunde der Heim-EM. Beim nie gefährdeten 34:25-Sieg über Nordmazedonien erwischt ein DHB-Star einen schwachen Tag, während ein Wahnsinns-Joker sticht und ein Offensivspieler absolute Weltklasse zeigt. Die Noten und Einzelkritiken.
© 2024 Getty Images
<strong>Tor: Andreas Wolff<br></strong>Erste Parade nach sechs Minuten, den ersten Siebenmeter schaut er grimmig am Tor vorbei. Dann hält er gefühlt gar nichts mehr. Der Unbezwingbare aus dem Schweiz-Spiel ist sehr verwundbar. Als er nach 23. Minuten runter muss, steht er bei 9 Prozent gehaltener Bälle. Unterirdisch – aber auch nur eine Momentaufnahme! <strong><em>ran-</em>Note: 5</strong>
Tor: Andreas Wolff
Erste Parade nach sechs Minuten, den ersten Siebenmeter schaut er grimmig am Tor vorbei. Dann hält er gefühlt gar nichts mehr. Der Unbezwingbare aus dem Schweiz-Spiel ist sehr verwundbar. Als er nach 23. Minuten runter muss, steht er bei 9 Prozent gehaltener Bälle. Unterirdisch – aber auch nur eine Momentaufnahme! ran-Note: 5
© Lobeca
<strong>Tor: David Späth</strong><br>Weil Woff keine gute erste Halbzeit erwischt, schon früh im Spiel gefordert. Seine erste Aktion? Gleich mal eine Parade. Kurz vor der Pause nimmt er nochmal einen freien Abschluss weg. Das entfesselt ihn komplett. Fünf Paraden binnen sieben Minuten plus Traum-Assist auf Mertens und einen gehaltenen Siebenmeter. Was für ein Wahnsinns-Joker, den der DHB da hat. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
Tor: David Späth
Weil Woff keine gute erste Halbzeit erwischt, schon früh im Spiel gefordert. Seine erste Aktion? Gleich mal eine Parade. Kurz vor der Pause nimmt er nochmal einen freien Abschluss weg. Das entfesselt ihn komplett. Fünf Paraden binnen sieben Minuten plus Traum-Assist auf Mertens und einen gehaltenen Siebenmeter. Was für ein Wahnsinns-Joker, den der DHB da hat. ran-Note: 2
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<strong>Linksaußen: Lukas Mertens<br></strong>Defensiv gleich voll auf der Höhe. Erobert zwei Bälle, die zu Treffern führen. Zieht ab und an nach innen, um Unruhe im nordmazedonischen Block zu stiften. Schon in der Anfangsphase doppelt erfolgreich u.a. mit einem Weltklasse-Wurf von Außen. Steht am Ende bei 3/3, bringt Gislason einmal an den Rand des Wahnsinns mit einem missglückten Kempa-Trick. Dennoch: <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
Linksaußen: Lukas Mertens
Defensiv gleich voll auf der Höhe. Erobert zwei Bälle, die zu Treffern führen. Zieht ab und an nach innen, um Unruhe im nordmazedonischen Block zu stiften. Schon in der Anfangsphase doppelt erfolgreich u.a. mit einem Weltklasse-Wurf von Außen. Steht am Ende bei 3/3, bringt Gislason einmal an den Rand des Wahnsinns mit einem missglückten Kempa-Trick. Dennoch: ran-Note: 2
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<strong>Linksaußen: Rune Dahmke</strong><br>Kommt erst in der Schlussphase des Spiels für den guten Mertens. Bei ihm stellt sich aktuell die Frage, wie fit er ist, hatte er doch länger mit muskulären Problemen zu kämpfen.&nbsp;&nbsp;<strong>Keine Bewertung.</strong>
Linksaußen: Rune Dahmke
Kommt erst in der Schlussphase des Spiels für den guten Mertens. Bei ihm stellt sich aktuell die Frage, wie fit er ist, hatte er doch länger mit muskulären Problemen zu kämpfen.  Keine Bewertung.
© Eibner
<strong>Rückraum links: Julian Köster</strong><br>Macht zunächst da weiter, wo er gegen die Schweiz aufgehört hatte. Zuckerpass auf Golla zum 1:0, Tor  zum 2:1, Assist zum 3:1. Dann kommt ein kleiner Bruch. Lässt zwei Riesenchancen liegen, bekommt defensiv keinen Zugriff mehr. Seine frühe Auswechslung daher folgerichtig. Die Denkpause tut ihm gut, kommt stark verbessert aus der Pause. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
Rückraum links: Julian Köster
Macht zunächst da weiter, wo er gegen die Schweiz aufgehört hatte. Zuckerpass auf Golla zum 1:0, Tor zum 2:1, Assist zum 3:1. Dann kommt ein kleiner Bruch. Lässt zwei Riesenchancen liegen, bekommt defensiv keinen Zugriff mehr. Seine frühe Auswechslung daher folgerichtig. Die Denkpause tut ihm gut, kommt stark verbessert aus der Pause. ran-Note: 3
© 2024 Getty Images
<strong>Rückraum links: Sebastian Heymann</strong><br>Kommt schon Mitte der ersten Halbzeit für den etwas schwächelnden Köster. Seine erste Aktion: Kurze Täuschung und rein das Ding. Bleibt auch defensiv – erst für Köster, dann für Knorr – auf der Platte. Macht seine Sache wie schon gegen die Schweiz gut mit Steals und Gegenstößen. Starker Joker. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
Rückraum links: Sebastian Heymann
Kommt schon Mitte der ersten Halbzeit für den etwas schwächelnden Köster. Seine erste Aktion: Kurze Täuschung und rein das Ding. Bleibt auch defensiv – erst für Köster, dann für Knorr – auf der Platte. Macht seine Sache wie schon gegen die Schweiz gut mit Steals und Gegenstößen. Starker Joker. ran-Note: 2
© Eibner
<strong>Rückraum links: Martin Hanne<br></strong>Kommt anders als gegen die Schweiz erst recht spät. Zeigt noch einen Traum-Assist, hat im eigenen Abschluss aber bei seinen zwei Würfen kein Glück. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
Rückraum links: Martin Hanne
Kommt anders als gegen die Schweiz erst recht spät. Zeigt noch einen Traum-Assist, hat im eigenen Abschluss aber bei seinen zwei Würfen kein Glück. ran-Note: 3
© MIS
<strong>Rückraum links / Mitte: Philipp Weber<br></strong>Kommt als letzter Deutscher im 16er-Kader mit der zweiten Garde, zeigt aber, dass er durchaus noch das ein oder andere Pfund (2/2) oder Zuckerpässchen im Handgelenk hat. Mit seiner Erfahrung aber besonders in der Kabine wichtig fürs Teamgefüge. <strong><em>ran-</em>Note: 3.</strong>
Rückraum links / Mitte: Philipp Weber
Kommt als letzter Deutscher im 16er-Kader mit der zweiten Garde, zeigt aber, dass er durchaus noch das ein oder andere Pfund (2/2) oder Zuckerpässchen im Handgelenk hat. Mit seiner Erfahrung aber besonders in der Kabine wichtig fürs Teamgefüge. ran-Note: 3.
© camera4+
<strong>Rückraum Mitte: Juri Knorr<br></strong>Überlässt zu Beginn Köster die Bühne, übernimmt dann aber immer mehr Verantwortung und Würfe. Am Ende steht eine offensiv bärenstarke Leistung mit zehn Toren bei zwölf Versuchen. Bekommt nach der Pause defensiv Arbeit abgenommen, zahlt dies mit zwei absoluten Traum-Vorlagen zurück. Eine offensiv absolute Weltklasse-Leistung. <strong><em>ran-</em>Note: 1</strong>
Rückraum Mitte: Juri Knorr
Überlässt zu Beginn Köster die Bühne, übernimmt dann aber immer mehr Verantwortung und Würfe. Am Ende steht eine offensiv bärenstarke Leistung mit zehn Toren bei zwölf Versuchen. Bekommt nach der Pause defensiv Arbeit abgenommen, zahlt dies mit zwei absoluten Traum-Vorlagen zurück. Eine offensiv absolute Weltklasse-Leistung. ran-Note: 1
© 2024 Getty Images
<strong>Rückraum Mitte: Nils Lichtlein<br></strong>Die tragische Figur des Schweiz-Spiels darf schon früh ihre ersten EM-Minuten sammeln – und Lichtlein macht seine Sache mit Spielwitz, Spieltempo und mit Torgefahr wirklich nicht schlecht. Einziger Makel der ersten Halbzeit ist ein Missverständnis mit Knorr und der daraus folgende Ballverlust. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
Rückraum Mitte: Nils Lichtlein
Die tragische Figur des Schweiz-Spiels darf schon früh ihre ersten EM-Minuten sammeln – und Lichtlein macht seine Sache mit Spielwitz, Spieltempo und mit Torgefahr wirklich nicht schlecht. Einziger Makel der ersten Halbzeit ist ein Missverständnis mit Knorr und der daraus folgende Ballverlust. ran-Note: 3
© Lobeca
<strong>Rückraum rechts: Renars Uscins<br></strong>Beginnt für Häfner offensiv, die defensiven Sequenzen übernimmt Steinert. Erster Abschluss an die Latte, wenig später mit voller Wucht zum 4:2. Die Spielanteile gehen ihm dann zu Gunsten Lichtleins etwas abhanden, in der Schlussphase etwas übermotiviert mit schwierigen Abschlüssen und einem wilden Zuspiel. <strong><em>ran-</em>Note: 4</strong>
Rückraum rechts: Renars Uscins
Beginnt für Häfner offensiv, die defensiven Sequenzen übernimmt Steinert. Erster Abschluss an die Latte, wenig später mit voller Wucht zum 4:2. Die Spielanteile gehen ihm dann zu Gunsten Lichtleins etwas abhanden, in der Schlussphase etwas übermotiviert mit schwierigen Abschlüssen und einem wilden Zuspiel. ran-Note: 4
© mix1
<strong>Rückraum rechts / Rechtsaußen: Christoph Steinert<br></strong>Übernimmt wie schon gegen die Schweiz die defensiven Aufgaben auf Rückraum rechts. Macht dort seine Sache engagiert und aggressiv, zwingt Nordmazedonien so zu einigen riskanten Zuspielen und Fehlern. Kommt sogar in den Genuss eines Tempogegenstoßes. <strong><em>ran-</em>Note: 3.</strong>
Rückraum rechts / Rechtsaußen: Christoph Steinert
Übernimmt wie schon gegen die Schweiz die defensiven Aufgaben auf Rückraum rechts. Macht dort seine Sache engagiert und aggressiv, zwingt Nordmazedonien so zu einigen riskanten Zuspielen und Fehlern. Kommt sogar in den Genuss eines Tempogegenstoßes. ran-Note: 3.
© Eibner
<strong>Rechtsaußen: Timo Kastening<br></strong>Anders als Mertens auf links offensiv zunächst kaum im Spiel. Defensiv dafür durchaus gefordert, weil Steinert sehr offensiv verteidigt. Dreht nach der Pause komplett auf, ist immer wieder im Tempospiel dabei, trifft noch dreimal. Erarbeitet sich außerdem Standing Ovations, als er einen Ball clever wieder zurückerobert. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
Rechtsaußen: Timo Kastening
Anders als Mertens auf links offensiv zunächst kaum im Spiel. Defensiv dafür durchaus gefordert, weil Steinert sehr offensiv verteidigt. Dreht nach der Pause komplett auf, ist immer wieder im Tempospiel dabei, trifft noch dreimal. Erarbeitet sich außerdem Standing Ovations, als er einen Ball clever wieder zurückerobert. ran-Note: 2
© Eibner
<strong>Kreis: Johannes Golla<br></strong>Bockstark! Offensiv viel besser eingebunden als noch gegen die Schweiz. 3/4 aus dem Feld, dazu zwei Siebenmeter rausgeholt und defensiv der gewohnt für den Gegner maximal unangenehme Abwehrchef, der das Offensivspiel der Nordmazedonier immer wieder mit cleveren Fouls lahmlegt. Wird früh im Spiel geschont, um zu sehen, wie die junge Mannschaft auf sein Fehlen reagiert. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
Kreis: Johannes Golla
Bockstark! Offensiv viel besser eingebunden als noch gegen die Schweiz. 3/4 aus dem Feld, dazu zwei Siebenmeter rausgeholt und defensiv der gewohnt für den Gegner maximal unangenehme Abwehrchef, der das Offensivspiel der Nordmazedonier immer wieder mit cleveren Fouls lahmlegt. Wird früh im Spiel geschont, um zu sehen, wie die junge Mannschaft auf sein Fehlen reagiert. ran-Note: 2
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<strong>Kreis: Jannik Kohlbacher<br></strong>Kommt in einer kurzen Sequenz schon früh für Golla – und ist gleich wieder die Effizienz in Person. Anspiel an den Kreis, Kohlbacher liegt quer, Tor für Deutschland. Dann wird es wieder ruhiger um Kohlbacher, kommt wie so häufig in Überzahl-Unterzahl-Situationen. Am Ende steht er bei 2/2. Souveräner Auftritt. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
Kreis: Jannik Kohlbacher
Kommt in einer kurzen Sequenz schon früh für Golla – und ist gleich wieder die Effizienz in Person. Anspiel an den Kreis, Kohlbacher liegt quer, Tor für Deutschland. Dann wird es wieder ruhiger um Kohlbacher, kommt wie so häufig in Überzahl-Unterzahl-Situationen. Am Ende steht er bei 2/2. Souveräner Auftritt. ran-Note: 3
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<strong>Kreis: Justus Fischer<br></strong>Bekommt seine ersten Minuten recht zügig nach der Pause und spielt am Ende bei klarer Führung nahezu durch. Darf defensiv Akzente setzen, Erfahrung an der Seite von Köster und Heymann sammeln und trifft selbst noch zweimal ohne Fehlwurf. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
Kreis: Justus Fischer
Bekommt seine ersten Minuten recht zügig nach der Pause und spielt am Ende bei klarer Führung nahezu durch. Darf defensiv Akzente setzen, Erfahrung an der Seite von Köster und Heymann sammeln und trifft selbst noch zweimal ohne Fehlwurf. ran-Note: 3
© Lobeca
<strong>Deutschland erreicht vorzeitig Hauptrunde: Die Noten der DHB-Stars</strong><br>Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel vorzeitig in der Zwischenrunde der Heim-EM. Beim nie gefährdeten 34:25-Sieg über Nordmazedonien erwischt ein DHB-Star einen schwachen Tag, während ein Wahnsinns-Joker sticht und ein Offensivspieler absolute Weltklasse zeigt. Die Noten und Einzelkritiken.
<strong>Tor: Andreas Wolff<br></strong>Erste Parade nach sechs Minuten, den ersten Siebenmeter schaut er grimmig am Tor vorbei. Dann hält er gefühlt gar nichts mehr. Der Unbezwingbare aus dem Schweiz-Spiel ist sehr verwundbar. Als er nach 23. Minuten runter muss, steht er bei 9 Prozent gehaltener Bälle. Unterirdisch – aber auch nur eine Momentaufnahme! <strong><em>ran-</em>Note: 5</strong>
<strong>Tor: David Späth</strong><br>Weil Woff keine gute erste Halbzeit erwischt, schon früh im Spiel gefordert. Seine erste Aktion? Gleich mal eine Parade. Kurz vor der Pause nimmt er nochmal einen freien Abschluss weg. Das entfesselt ihn komplett. Fünf Paraden binnen sieben Minuten plus Traum-Assist auf Mertens und einen gehaltenen Siebenmeter. Was für ein Wahnsinns-Joker, den der DHB da hat. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
<strong>Linksaußen: Lukas Mertens<br></strong>Defensiv gleich voll auf der Höhe. Erobert zwei Bälle, die zu Treffern führen. Zieht ab und an nach innen, um Unruhe im nordmazedonischen Block zu stiften. Schon in der Anfangsphase doppelt erfolgreich u.a. mit einem Weltklasse-Wurf von Außen. Steht am Ende bei 3/3, bringt Gislason einmal an den Rand des Wahnsinns mit einem missglückten Kempa-Trick. Dennoch: <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
<strong>Linksaußen: Rune Dahmke</strong><br>Kommt erst in der Schlussphase des Spiels für den guten Mertens. Bei ihm stellt sich aktuell die Frage, wie fit er ist, hatte er doch länger mit muskulären Problemen zu kämpfen.&nbsp;&nbsp;<strong>Keine Bewertung.</strong>
<strong>Rückraum links: Julian Köster</strong><br>Macht zunächst da weiter, wo er gegen die Schweiz aufgehört hatte. Zuckerpass auf Golla zum 1:0, Tor  zum 2:1, Assist zum 3:1. Dann kommt ein kleiner Bruch. Lässt zwei Riesenchancen liegen, bekommt defensiv keinen Zugriff mehr. Seine frühe Auswechslung daher folgerichtig. Die Denkpause tut ihm gut, kommt stark verbessert aus der Pause. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
<strong>Rückraum links: Sebastian Heymann</strong><br>Kommt schon Mitte der ersten Halbzeit für den etwas schwächelnden Köster. Seine erste Aktion: Kurze Täuschung und rein das Ding. Bleibt auch defensiv – erst für Köster, dann für Knorr – auf der Platte. Macht seine Sache wie schon gegen die Schweiz gut mit Steals und Gegenstößen. Starker Joker. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
<strong>Rückraum links: Martin Hanne<br></strong>Kommt anders als gegen die Schweiz erst recht spät. Zeigt noch einen Traum-Assist, hat im eigenen Abschluss aber bei seinen zwei Würfen kein Glück. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
<strong>Rückraum links / Mitte: Philipp Weber<br></strong>Kommt als letzter Deutscher im 16er-Kader mit der zweiten Garde, zeigt aber, dass er durchaus noch das ein oder andere Pfund (2/2) oder Zuckerpässchen im Handgelenk hat. Mit seiner Erfahrung aber besonders in der Kabine wichtig fürs Teamgefüge. <strong><em>ran-</em>Note: 3.</strong>
<strong>Rückraum Mitte: Juri Knorr<br></strong>Überlässt zu Beginn Köster die Bühne, übernimmt dann aber immer mehr Verantwortung und Würfe. Am Ende steht eine offensiv bärenstarke Leistung mit zehn Toren bei zwölf Versuchen. Bekommt nach der Pause defensiv Arbeit abgenommen, zahlt dies mit zwei absoluten Traum-Vorlagen zurück. Eine offensiv absolute Weltklasse-Leistung. <strong><em>ran-</em>Note: 1</strong>
<strong>Rückraum Mitte: Nils Lichtlein<br></strong>Die tragische Figur des Schweiz-Spiels darf schon früh ihre ersten EM-Minuten sammeln – und Lichtlein macht seine Sache mit Spielwitz, Spieltempo und mit Torgefahr wirklich nicht schlecht. Einziger Makel der ersten Halbzeit ist ein Missverständnis mit Knorr und der daraus folgende Ballverlust. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
<strong>Rückraum rechts: Renars Uscins<br></strong>Beginnt für Häfner offensiv, die defensiven Sequenzen übernimmt Steinert. Erster Abschluss an die Latte, wenig später mit voller Wucht zum 4:2. Die Spielanteile gehen ihm dann zu Gunsten Lichtleins etwas abhanden, in der Schlussphase etwas übermotiviert mit schwierigen Abschlüssen und einem wilden Zuspiel. <strong><em>ran-</em>Note: 4</strong>
<strong>Rückraum rechts / Rechtsaußen: Christoph Steinert<br></strong>Übernimmt wie schon gegen die Schweiz die defensiven Aufgaben auf Rückraum rechts. Macht dort seine Sache engagiert und aggressiv, zwingt Nordmazedonien so zu einigen riskanten Zuspielen und Fehlern. Kommt sogar in den Genuss eines Tempogegenstoßes. <strong><em>ran-</em>Note: 3.</strong>
<strong>Rechtsaußen: Timo Kastening<br></strong>Anders als Mertens auf links offensiv zunächst kaum im Spiel. Defensiv dafür durchaus gefordert, weil Steinert sehr offensiv verteidigt. Dreht nach der Pause komplett auf, ist immer wieder im Tempospiel dabei, trifft noch dreimal. Erarbeitet sich außerdem Standing Ovations, als er einen Ball clever wieder zurückerobert. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
<strong>Kreis: Johannes Golla<br></strong>Bockstark! Offensiv viel besser eingebunden als noch gegen die Schweiz. 3/4 aus dem Feld, dazu zwei Siebenmeter rausgeholt und defensiv der gewohnt für den Gegner maximal unangenehme Abwehrchef, der das Offensivspiel der Nordmazedonier immer wieder mit cleveren Fouls lahmlegt. Wird früh im Spiel geschont, um zu sehen, wie die junge Mannschaft auf sein Fehlen reagiert. <strong><em>ran-</em>Note: 2</strong>
<strong>Kreis: Jannik Kohlbacher<br></strong>Kommt in einer kurzen Sequenz schon früh für Golla – und ist gleich wieder die Effizienz in Person. Anspiel an den Kreis, Kohlbacher liegt quer, Tor für Deutschland. Dann wird es wieder ruhiger um Kohlbacher, kommt wie so häufig in Überzahl-Unterzahl-Situationen. Am Ende steht er bei 2/2. Souveräner Auftritt. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>
<strong>Kreis: Justus Fischer<br></strong>Bekommt seine ersten Minuten recht zügig nach der Pause und spielt am Ende bei klarer Führung nahezu durch. Darf defensiv Akzente setzen, Erfahrung an der Seite von Köster und Heymann sammeln und trifft selbst noch zweimal ohne Fehlwurf. <strong><em>ran-</em>Note: 3</strong>

Deutschland vs. Frankreich bei der Handball-EM 2024: Knorr, Golla, Köster, Wolff als Siegessäulen

Ruft er sein ganzes Potenzial ab, ist der deutsche Mittelblock mit ihm und Golla an der Schwelle zur Weltklasse – und die wird es gegen Frankreich gerade in der Defensive brauchen.

Gislason selbst bezeichnete den erst 23-Jährigen erst kürzlich im "ZDF" als seinen "vielleicht wertvollsten Spieler" – weil er offensiven Output bringt und in der Verteidigung die besten der Welt in Schach halten kann.

Knorr, Golla, Wollf und Köster – sie sind die Siegessäulen gegen Frankreich, die Wegweiser, wie das deutsche Turnier weitergehen wird. Und nur zwei von ihnen zeigten gegen Nordmazedonien den richtigen Weg an. Bei einem Sieg, der alleine deshalb mit Vorsicht genossen werden muss.

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  • 21.03.2024
  • 17:53 Uhr

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