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Handball-EM: DHB-Pleite gegen Serbien - Legenden schießen gegen Bundestrainer Gislason
- Veröffentlicht: 18.01.2026
- 11:46 Uhr
- ran.de
Nach der bitteren Pleite der deutschen Handballer im EM-Gruppenspiel gegen Serbien sieht sich der Bundestrainer mit heftiger Kritik konfrontiert.
Im zweiten Gruppenspiel der Handball-EM setzte es für die deutsche Auswahl gegen Serbien eine überraschende, aber verdiente Pleite. Nach dem Spiel muss sich Bundestrainer Alfred Gislason mit heftiger Kritik von drei DHB-Legenden auseinandersetzen.
"Alfred: Scheiße gecoacht. Vercoacht. Das kannst du dir auf den Zettel schreiben", konstatierte Michael Kraus im Podcast "Harzblut", den er gemeinsam mit Pascal Hens und Stefan Kretzschmar betreibt.
Hens hatte derweil sogar Mitleid mit den deutschen Spielern. "Da hat, finde ich, den Jungs auf dem Feld auch die führende Hand von draußen so ein bisschen gefehlt. Das ist mein Eindruck gewesen. Da haben sie mir fast ein bisschen leid getan."
So habe man den DHB-Akteuren angemerkt, "dass sie sich nicht so wohlfühlen". Vor allem die fehlende Struktur und die mangelnde Kreativität verärgerte die Ex-Profis.
Heftige Kritik an Gislason
Kraus analysierte ein "heilloses Durcheinander", auch der Fokus auf die eigene Defensive konnte nicht überzeugen. "Das kann es doch nicht sein. Für eine Medaille reicht das nicht, wenn man so unkreativ spielt im Angriff", erklärte Kraus – und wurde von Kretzschmar bestätigt: "Mir macht Angst, wie wir angreifen."
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Vor allem der schwache Angriff bereitet dem Trio Sorgen. "Wenn es mal vorne im Angriff nicht läuft, dann haben wir keinen Plan B. Wenn du auf andere Nationen guckst, da gibt es schon seit Ewigkeiten Sieben-gegen-Sechs. Das findet bei uns nicht statt. Die haben wir nicht, diese Alternative, wenn es vorne nicht läuft", so Hens.
Und damit nicht genug. Auch die Außenpositionen, die im Spiel gegen Serbien kaum eine Rolle spielten, wurden kritisiert.
"Auf Außen hätten heute auch der Busfahrer und der Physiotherapeut stehen können, muss man ganz ehrlich sagen. Da kam ja gar kein Ball hin", sagte Kretzschmar.
Torverhältnis als mögliches Problem
Dazu kommt: Auch die letzte Aktion des Bundestrainers kann das Trio nicht verstehen. In der finalen Auszeit, Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt bereits aussichtslos zurück, ordnete Gislason eine hohe Verteidigung an. Dies führte zu einem weiteren Gegentor, welches bei einem möglichen Dreiervergleich sich negativ auf das Torverhältnis auswirkt.
"Allein diese letzte Aktion. Wir gewinnen das Spiel nicht mehr und decken offensiv nach der Auszeit”, motzte Hens: "Das ist so unnötig und dumm. Jetzt ist die Situation noch deutlich komplizierter."