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Handball-EM - Silvio Heinevetter exklusiv über DHB-Team: Das ist Deutschlands großer Vorteil

  • Veröffentlicht: 29.01.2026
  • 15:39 Uhr
  • Christoph Dommisch und Magdalena Stocker

Ex-Nationaltorwart Silvio Heinevetter spricht bei ran über den Siegeszug der deutschen Handballer bei der EM in Dänemark und Schweden.

Von Christoph Dommisch und Magdalena Stocker

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht nach dem 38:34 über Frankreich im Halbfinale der Europameisterschaft.

Der Erfolg ist maßgeblich auf die starken Torhüter-Leistungen von Andy Wolff und David Späth zurückzuführen, die auch am Donnerstag zu den besten DHB-Akteuren gehörten.

Beim letzten EM-Triumph vor zehn Jahren stand neben Wolff noch Silvio Heinevetter im Tor.

Mit ran sprach der 41-Jährige, der 206 Länderspiele bestritt und beim Bundesligisten ThSV Eisenach spielt, über das bisherige Turnier und das Duell am Freitag gegen Kroatien (ab 18 Uhr im ran-Liveticker)

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Silvio Heinevetter: "Grandiose Mannschaftsleistung" gegen Frankreich

ran: Herr Heinevetter, wie bewerten Sie den deutschen Sieg gegen Frankreich und den Einzug ins EM-Halbfinale?

Silvio Heinevetter: Es war eine grandiose Mannschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute. Ich glaube, dass man wenig Spieler herausheben kann, außer vielleicht Juri Knorr. Von der mannschaftlichen Geschlossenheit war das mit Abstand das beste Spiel, was wir in diesem Turnier gezeigt haben.

ran: Im Halbfinale geht es am Freitag gegen Kroatien. Wie sehen Sie die Chancen?

Heinevetter: Es ist egal, gegen wen wir im Halbfinale spielen. Wir hatten eine viel stärkere Hauptrundengruppe und haben die ganz schweren Spiele gegen die Franzosen und die Dänen schon hinter uns. Ich denke, dass wir daher einfach bereit sind fürs Finale. Jeder hat das große Ziel. Wir habe die Kroaten in der Vorbereitung schon nicht nur geschlagen, sondern auch dominiert. Von daher glaube ich, das wird kein Spaziergang, aber wir werden das Ding wuppen.

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"Hoch qualitativ besetzte Bank" der Schlüssel zum EM-Titel?

ran: Wie bewerten Sie die zahlreichen Wechsel, die immer wieder vorgenommen wurden, nicht nur bei den Torhütern? Welcher Gedanke steckt dahinter?

Heinevetter: Ich glaube, Alfred Gislasson hat schon versucht, die Kräfte ein bisschen zu verteilen. Gerade die Außen haben extrem viel gespielt, die brauchten einfach mal eine Pause. Die Belastungssteuerung spielt bei so einem Turnier eine unglaublich große Rolle. Und wir haben in unserer Mannschaft nun mal eine richtig hoch qualitativ besetzte Bank mit so vielen Spielern, die entscheidend sein können. Ich glaube, genau das kann uns ganz, ganz weit im Turnier bringen. Ins Finale höchstwahrscheinlich, wenn nicht sogar zum Titel, weil wir einfach die Körner noch auf der Bank haben.

ran: Wo sehen Sie die Unterschiede gerade bei den jüngeren Spielern im Vergleich zu Ihrer Zeit in der Nationalmannschaft?

Heinevetter: Am Ende ist eins gleichgeblieben: Der Anspruch zu spielen. Und was auch gleichgeblieben ist: Der Mannschaftserfolg steht über dem Ego. Und ich glaube, das verkörpert die Mannschaft aktuell. Man sieht das bei allen Spielern, dass sich Spieler auch mal selbst auswechseln, wenn sie merken, bei mir ist die Luft gerade raus, ich bin platt. Und dann kommt jemand Frisches von der Bank.

ran: Im Tor kann logischerweise immer nur einer stehen. Wie belastend ist es, wenn man von der Bank zugucken muss?

Heinevetter: Das kann eine große Belastung sein. Aber ich glaube, vom Mindset her haben sowohl David Späth als auch Andy Wolff es drauf, auch mal von der Bank zu kommen und dann direkt zu performen. Die Frage ist ja immer: Wer hat den größten Anteil am Erfolg? Für die Außenstehenden ist es wahrscheinlich immer der Torhüter, aber für den Torhüter ist es eigentlich die Abwehr. Denn wenn die Abwehr gut steht, dann hast du als Torhüter einen leichteren Job.

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