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Formel 1

Michael Schumacher: Schadenersatz wegen Eklat um KI-Interview

  • Aktualisiert: 22.05.2024
  • 19:57 Uhr
  • Andreas Reiners
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"Die Aktuelle" hat mit einem KI-Interview vor einem Jahr für einen Eklat gesorgt. Deshalb muss die Funke-Mediengruppe eine hohe Entschädigung zahlen.

Die Familie von Michael Schumacher hat sich gewehrt – und einen deutlichen Sieg errungen.

Wie die Familie gegenüber "ESPN" bestätigte, muss die Funke-Mediengruppe rund um das Klatschblatt "Die Aktuelle" eine Entschädigung in Höhe von 200.000 Euro an die Schumachers zahlen.

Der Grund dafür ist ein angebliches Interview mit dem Rekordweltmeister, das vor rund einem Jahr auf dem Cover der Ausgabe mit den Worten "Das erste Interview!" sowie mit dem Terminus "Welt-Sensation!" beworben wurde.

Dahinter verbarg sich allerdings kein echtes Interview mit Schumacher, sondern lediglich ein Gespräch, das mit einer Künstlichen Intelligenz geführt wurde.

Das wurde allerdings erst im Innenteil unter dem vermeintlichen Interview aufgelöst.

Diese Bewerbung des vermeintlichen Interviews auf der Titelseite hatte der Presserat bereits als schweren Verstoß gegen das Wahrhaftigkeitsgebot nach Ziffer 1 des Pressekodex gerügt.

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Würde Schumachers durch KI-Interview verletzt

"Diese schwere Irreführung der Leserschaft ist dazu geeignet, die Glaubwürdigkeit der Presse zu schädigen", heißt es in der Begründung.

Daneben sah der Presserat auch die Würde Michael Schumachers durch das KI-Interview verletzt.

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Kündigung der Chefredakteurin unwirksam

Zwar bat die Funke-Mediengruppe danach öffentlich um Entschuldigung, druckte eine Richtigstellung im Blatt und entließ zudem auch die verantwortliche Chefredakteurin.

Die Schumacher-Seite erstritt trotzdem zusätzlich die Entschädigung.

Übrigens gab es für die Funke-Mediengruppe eine doppelte Niederlage, denn das Arbeitsgericht München entschied, dass die Kündigung der Chefredakteurin unwirksam ist.

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