Eiskunstlauf
Olympia 2026: Eiskunstlauf-Trainer wegen Gewaltvorwürfen gesperrt
- Veröffentlicht: 13.02.2026
- 11:04 Uhr
- Oliver Jensen
Eiskunstläuferin Sofja Stzepcenko erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Trainer Raimo Reinsalu. Dies hat nun Folgen.
Die Vorwürfe der lettischen Eiskunstläuferin Sofja Stzepcenko gegen ihren Ex-Trainer Raimo Reinsalu haben zu einer Sperre geführt.
Der Trainer sollte bei den Olympischen Winterspielen eigentlich die 18-jährige Meda Variakojyte betreuen, die in den vergangenen drei Jahren litauische Meisterin wurde.
Der Weltverband ISU hatte die Strafe gegen Reinsalu am vergangenen Wochenende verhängt, nachdem Gewaltvorwürfe gegen den Esten laut wurden. Daraufhin wandte sich der Coach an den Internationalen Sportgerichtshof (CAS), der den Ausschluss von den Olympischen Spielen in Mailand nun jedoch bestätigte.
Der CAS teilte mit: "Nach einer Beschwerde wegen körperlicher und psychischer Misshandlung durch eine ehemalige Athletin, die von Herrn Reinsalu trainiert wurde, verhängte die Disziplinarkommission der ISU am 7. Februar 2026 eine dringende vorläufige Suspendierung gegen Herrn Reinsalu. Die vorläufige Suspendierung gilt, während die ISU den Sachverhalt untersucht und bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird."
Eiskunstlauf-Trainer gesperrt: Reinsalu geht in Berufung
Reinsalu ging in Berufung, da sein Ausschluss von den Olympischen Spielen seinem Ruf "irreparablen Schaden zugefügt und sich negativ auf die von ihm trainierte Athletin ausgewirkt" habe.
Eine Erklärung des Gerichts lautete, eine vorläufige Sperre "impliziere keine Schuldvermutung, sondern diene dem Schutz der Integrität des Sports".
Die Vorwürfe gegen Reinsalu und seine Trainer-Kollegin Olga Kovalkova wurden bereits im vergangenen Jahr bekannt. Angeblich sollen die beiden die Athletin trotz Verletzung zur Teilnahme an Wettkämpfen gedrängt und sie unter Druck gesetzt haben, damit sie abnimmt.
Laut ihren Angaben habe das zu Essstörungen, Selbstverletzungen und Depressionen geführt.