Herausforderer für J.J. McCarthy
Minnesota Vikings: Kyler Murray ist die beste Alternative als Quarterback - Kommentar
- Aktualisiert: 13.03.2026
- 14:43 Uhr
- Kai Esser
Kyler Murray hat eine neue Heimat: Minnesota. Für die Vikings ist er der günstigste Notfall-Plan, der den Offensiv-Ansatz des Head Coaches ins Wanken bringen könnte.
Von Kai Esser
Der Grund war zumeist schnell ausgemacht, wenn die Minnesota Vikings in der vergangenen NFL-Saison Spiele verloren: die mangelhafte Leistung auf der Quarterback-Position.
Weder J.J. McCarthy noch seine Vertreter konnten konstant gute Leistungen zeigen. Zugegeben: McCarthy genoss noch ein bisschen Welpenschutz, da es sich quasi um seine Rookie-Saison handelte.
Allerdings: Die Vikings brauchen einen Backup-Plan, sollte McCarthy erneut nicht die Erwartungen erfüllen. Mit Kyler Murray ist ihnen der bestmögliche Fisch ins Netz gegangen.
Kyler Murray kostet die Minnesota Vikings fast nichts
Weil "K1" bei den Arizona Cardinals einen übermäßig großen Vertrag unterschrieben hat, reicht ihm in Minneapolis das sogenannte Veterans Minimum von knapp über einer Million Dollar.
Heißt auch: Die Vikings haben kaum eine finanzielle Last durch ihren neuen Spielmacher. Und: Er hat bereits bewiesen, dass er die Qualität hat, ein Spiel an sich zu reißen. Nicht konstant, oder gar oft, aber er hat es bewiesen.
Zumindest aber kann er dafür sorgen, dass auch McCarthy besser wird. Denn viele in der Organisation nach wie vor an die große Zukunft des Erstrundenpicks von 2024.
Konkurrenz belebt das Geschäft - auch und vor allem unter Quarterbacks. Dass Max Brosmer McCarthy nicht unter Druck setzte, dürfte - vor allem im Nachhinein - klar sein. Murray wird das schon eher.
Minnesota Vikings: O'Connell hat jetzt zwei Optionen
Damit bieten sich Head Coach Kevin O'Connell mehrere Möglichkeiten. Nicht nur - logischerweise - wegen des Personals, sondern auch wegen des Spielstils.
McCarthy ist für einen jungen Quarterback wenig mobil, das passt eigentlich zum bevorzugten Spielstil O'Connells: viele Pässe aus der Pocket.
Den genauen Gegenentwurf liefert Murray: Er ist mobil, kann Plays verlängern und dem ein oder anderen Sack ausweichen. Er gibt der Offense der Vikings eine neue Facette.
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Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird O'Connell nicht von Woche zu Woche einen neuen Starter benennen. Aber was, wenn in der Saisonvorbereitung klar werden sollte, dass Murrays Spielweise zu dem ein oder anderen Mitspieler (besser) passt?
Am Ende entscheidet der Head Coach nicht nach Sympathie, sondern danach, wer ihm die besten Aussichten auf den Sieg gibt.
Nicht ausgeschlossen, dass das am Ende Kyler Murray sein wird.