NFL - Dallas Cowboys gegen Kansas City Chiefs: Must-Win-Spiel an Thanksgiving
Aktualisiert: 27.11.2025
14:56 Uhr
Kai Esser
Die Dallas Cowboys empfangen an Thanksgiving die Kansas City Chiefs. Die Partie ist aufgrund mehrerer Faktoren brisant - vor allem aber, weil beide Teams ihre Saison retten wollen und auch können.
Es geht um nicht weniger als den Ausgang der Saison - und zwar für beide Teams. Denn für beide ist es ein Must-Win-Spiel.
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Dallas Cowboys: Endlich wieder Defense?
Die Cowboys können sich dabei auf eine neu gewonnene Stärke verlassen, die im Saisonverlauf lange eine eklatante Schwäche war: die Defense. Denn durch die Trades von Linebacker Logan Wilson sowie den Defensive Linemen Quinnen Williams und Kenny Clark hat sich die defensive Seite des Balls bei den Cowboys deutlich verbessert.
Vor allem in den vergangenen beiden Spielen zeigte sich die Cowboys-Defense deutlich formverbessert. 16 Punkte gegen die Raiders, nur 21 Punkte gegen die Eagles - in der zweiten Halbzeit gar keine zugelassenen Punkte mehr! Es scheint, als hätte die Einheit von Matt Eberflus endlich den Flow gefunden. Und das ganz ohne Micah Parsons.
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NFL: Playoff-Wahrscheinlichkeiten der Teams - 14 Teams schon jetzt ohne Chance auf die Postseason
Playoff-Wahrscheinlichkeiten der NFL-Teams Drei Spieltage sind noch zu gehen. Theoretische Playoff-Chancen haben aktuell noch 18 von 32 Teams. Wie wahrscheinlich ist die Teilnahme einer jeden Franchise an der Postseason? ran zeigt die Playoff-Chancen eines jeden Teams in Prozent (Quelle: nfl.com, Stand: 21.12.2025 14:00 Uhr). NFL-Kommentar: Diese Playoff-Regelung ist eine Farce!
Denver Broncos (12-2) Die Denver Broncos haben sich vorzeitig für die Playoffs der Saison 2025 qualifiziert.
Dass Dallas noch immer nach erlaubten Punkten die zweitschlechteste Defense der NFL - nur hinter den Cincinnati Bengals - ist, zeigt nur, wie schwach sie in den ersten Wochen war. Die Kurve geht eindeutig nach oben.
Und um die Offense mussten sich die Fans in Arlington noch nie Sorgen machen. Nur drei Teams haben mehr Punkte gescort als die Cowboys, kein Team der Liga holt mehr Raumgewinn raus als die Texaner.
Und Dak Prescott? Der ist ebenfalls stark. 23 Touchdowns, nur MVP-Favorit Matthew Stafford hat mehr. Freilich, sieben Interceptions sind nicht optimal, aber auch keine Vollkatastrophe, zudem bringt er 69 Prozent seiner Pässe an. Die Offense der Cowboys kann es mit jedem aufnehmen.
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Kansas City Chiefs: Sie können es ja doch noch
Gegen die Chiefs werden sie auch ihr bestes Spiel bringen müssen. Die Zeiten, in denen Kansas City eine Power Offense war, die aus jedem Play einen Touchdown machen konnte, wenn der Gegner nicht aufpasst, sind vorbei. Die Identität der Chiefs heißt Defense.
Diese gewann ihnen auch das Spiel gegen die Indianapolis Colts - was bereits ein Must-Win-Spiel für das Team von Andy Reid war. Die Defense hielt nicht nur Superstar Jonathan Taylor bei 58 Rushing Yards, ab dem Beginn des vierten Quarters ließen die Chiefs nur noch 18 Yards zu, kein einziges First Down! Das sind Statements. Und in der Offense zeigten sie dann, dass sie sich doch noch daran erinnern können, wie man eine stetige Offense spielt.
NFL Power Ranking vor den Playoffs: Top-Seeds Denver Broncos und Seattle Seahawks nicht ganz vorne dabei
NFL Power Ranking vor der Wild Card Round 18 Teams haben Ferien, nur noch 14 sind übrig und kämpfen im Playoff-Turnier um den Einzug in den Super Bowl. Aber wer hat dabei die besten Karten? ran präsentiert das Power Ranking vor dem ersten Playoff-Spieltag.
Platz 14: Carolina Panthers (Vorwoche: 19) Die Panthers springen fünf Plätze nach oben - und damit auf den letzten Platz. Klingt paradox, ist aber so. Trotz Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers mogelte sich Carolina in die Postseason, trotz negativer Bilanz. Sie gehen zwar als Außenseiter ins Rennen, aber die Rams haben sie in der Regular Season Zuhause geschlagen.
Platz 13: Pittsburgh Steelers (Vorwoche: 14) Ähnlich knapp haben sich die Pittsburgh Steelers in die Playoffs geschoben, ein verschossenes Field Goal des Kickers Tyler Loop von den Baltimore Ravens besorgte am Ende den Sieg in der AFC North. Davor gab es eine schwache Leistung gegen die Browns. Aber immerhin: DK Metcalf kommt zurück.
Platz 12: Green Bay Packers (Vorwoche: 13) Ja, die Green Bay Packers haben gegen die Minnesota Vikings nur ihre Backups spielen lassen. Dennoch geht niemand gerne mit drei Niederlagen in Serie in die Playoffs. Vor allem besorgniserregend: Jordan Love hat vor drei Wochen zuletzt ein Spiel gemacht. Am liebsten wollen Teams eingespielt in die Postseason gehen.
Platz 11: Los Angeles Chargers (Vorwoche: 11) Auch die Chargers verzichteten darauf, ihre Starter spielen zu lassen. Trotzdem haben es die Backups gegen die Denver Broncos gut gemacht. Spricht das nun für die zweite Garde der Chargers oder gegen die erste Garde der Broncos?
Platz 10: Chicago Bears (Vorwoche: 7) Die Starter nicht geschont haben die Chicago Bears - umso besorgniserregender war die Performance gegen die Detroit Lions. Der Divisionsrivale aus Michigan schaffte es, das Laufspiel mehr oder minder kaltzustellen. Die Lions haben gezeigt, wie man gegen die Bears spielen muss, um zu gewinnen. Die Frage ist: Haben die Packers das Personal dazu?
Platz 9: Houston Texans (Vorwoche: 9) Nächster Sieg für die Houston Texans, doch einer mit Beigeschmack: Beim 38:30 gegen die Indianapolis Colts hat die sonst so hochgelobte Defense kratergroße Lücken hinterlassen und Rookie Riley Leonard wie einen Pro Bowler aussehen lassen. Das ist nicht das, was sich Fans erhofft haben.
Platz 8: Philadelphia Eagles (Vorwoche: 10) Auch die Eagles ließen Starter bei der Niederlage gegen die Commanders auf der Bank, weil der dritte Seed der NFC quasi fix war. Gegen die San Francisco 49ers könnte das ein Vorteil sein, gerade mit dem langsam wieder in Schwung kommenden Laufspiel.
Platz 7: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5) Vor einigen Wochen noch an Platz eins, jetzt nur noch Siebter. Die Los Angeles Rams haben sich über die vergangenen Wochen einige Fehler erlaubt. Zwar gewann LA am Ende klar gegen die Cardinals, mit allen Startern taten sie sich jedoch lange schwer. Dazu zwei vermeidbare Pleiten gegen die Falcons und Seahawks vorher. Wir haben berechtigte Zweifel am Team von Sean McVay.
Platz 6: San Francisco 49ers (Vorwoche: 3) Von drei auf sechs: Das liegt nicht einmal zwingend an der harmlosen Offense der 49ers gegen die Seattle Seahawks, sondern an den Verletzungen, die schlichtweg immer mehr werden. Die 49ers haben den wohl schwersten Pfad auf dem Weg zu einem möglichen Heim-Super-Bowl.
Platz 5: Denver Broncos (Vorwoche: 4) Es ist regelrecht bemerkenswert, wie es die Denver Broncos Woche für Woche schaffen, sich dem Niveau des Gegners anzupassen. Sowohl positiv als auch negativ. Gegen die Backups der Chargers gab es nur einen vergleichsweise knappen Sieg. Wir haben Bedenken vor den Playoffs.
Platz 4: Buffalo Bills (Vorwoche: 8) Die Backups der Buffalo Bills machten einen guten Job gegen die New York Jets. Was aber wirklich heraussticht: Auch ohne Josh Allen kann dieses Team Punkte erzielen, und zuvor gegen die Eagles zeigte die Defense, dass sie auch heroisch Punkte verhindern kann.
Platz 3: Jacksonville Jaguars (Vorwoche: 6) Mit acht Siegen in Serie spazieren die Jacksonville Jaguars in die Playoffs, die Tennessee Titans waren nur ein Lieferant für Selbstvertrauen für das Team von Liam Coen. Die Partie gegen die Buffalo Bills wird ein wahres Highlight werden!
Platz 2: Seattle Seahawks (Vorwoche: 2) Wir sind ehrlich: Der einzige Grund, warum die Seahawks nicht auf Platz eins liegen, ist - man muss es so hart sagen - Sam Darnold. Auf jeder anderen Position sind die Seahawks top, die Defense ist die wohl beste der Liga. Aber seit Woche elf spielt Darnold unterdurchschnittlichen Football und Quarterback ist nun einmal die wichtigste Position. Deshalb geht Platz eins ...
Platz 1: New England Patriots (Vorwoche: 1) ... an den statistisch besten Quarterback der Regular Season, Drake Maye und die New England Patriots. Die haben gegen die Miami Dolphins einmal kurz die Muskeln spielen lassen und die Fins mit 38:10 abgefrühstückt. Nebenbei zeigten sich die Offensive Line sowie das Laufspiel deutlich verbessert. Dass man ein Spiel mit 129er Passer Rating von Maye als fast selbstverständlich ansieht und das kaum thematisiert, zeigt nur, wie gut er eigentlich ist.
Es deckt sich, mit den Top-Werten zuvor aus der Saison: das viertbeste Team in zugelassenen Punkten (18.3), Nummer sechs in zugelassenen Yards (293 pro Spiel) und Nummer acht gegen den Lauf.
Während die Offense vor allem in der Redzone Probleme hat und Patrick Mahomes bereits einige, teils sinnbefreite Turnover verursachte, sorgt die Defense von Koordinator Steve Spagnuolo regelmäßig dafür, dass die Chiefs Spiele eng halten können.
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Cowboys gegen Chiefs - Heimnimbus gegen Auswärtsschwäche
Vor allem interessant ist aber, wie wohl - beziehungsweise unwohl - sich die Teams auf eigenem und fremdem Rasen fühlen. Die Cowboys sind, mit Ausnahme eines Ausrutschers gegen die Arizona Cardinals, in der Lage, jeden Gegner zu bezwingen. In den ersten drei Spielen scorten die "Boys" jeweils 40 oder mehr Punkte. Darunter auch gegen die Green Bay Packers, die bekanntlich nicht die allerschlechteste Defense haben.
Zuletzt gab es einen fulminanten Sieg gegen die Philadelphia Eagles, nach 0:21-Rückstand gewannen die Cowboys noch mit 24:21. Es könnte das ganze Momentum in Dallas zu ihren Gunsten verschieben. Ein Sieg nach Rückstand gegen den Erzrivalen - auch dank der Defense? Die Trainingswoche hat Spaß gemacht, so viel ist klar.
Ganz anders die Chiefs - die gewannen außerhalb von Missouri nur ein einziges Spiel, mit 22:9 gegen die New York Giants. Und selbst in dieser Partie sah es lange so aus, als wäre KC bezwingbar.
Klar, die Los Angeles Chargers, die Buffalo Bills, die Jacksonville Jaguars und die Denver Broncos sind gute Teams, gegen die die Chiefs auswärts den Kürzeren zogen. Aber Fakt ist auch: In der Vergangenheit ließen sich die Chiefs in solchen Spielen nicht die Butter vom Brot nehmen.
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Cowboys gegen Chiefs: Das erste Playoff-Spiel an Thanksgiving
Auch für die Chiefs gilt: Das Momentum vom Sieg gegen die Colts soll konserviert werden. Denn allen Beteiligten ist klar: Die Playoffs beginnen für diese beiden Teams bereits mit Thanksgiving.
Das zeigt ein Blick auf das Playoff Picture der NFL. Beide Teams sind in ihrer jeweiligen Conference auf Platz zehn, die Cowboys zwei und die Chiefs - aufgrund der Tiebreaker-Regeln - anderthalb Spiele hinter den Playoff-Plätzen.
Verliert Dallas dieses Spiel, dann stehen sie bei 5-6-1 und die Playoffs sind quasi dahin. Selbst, wenn sie dann jedes Spiel gewinnen würden, zehn Siege reichen mutmaßlich in einer starken und ausgeglichenen NFC nicht für die Postseason.
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NFL - Kelces Frau schießt gegen Dallas Cowboys: "Sollen sich verpissen!"
Zehn Siege könnten zwar in der AFC für die Playoffs reichen, nicht aber für die Chiefs. Wegen der Niederlagen gegen die Jaguars, Bills und Chargers hat der viermalige Champion bei Sieg-Gleichheit das Nachsehen. Und gegen die Houston Texans, die auch bei sechs Erfolgen stehen, müssen die Chiefs noch ran.
Für beide Teams gelten also zwei Mottos: "Happy Thanksgiving" und "Verlieren verboten".