NFl-Playoffs im Relive auf Joyn
NFL: Drama pur! Playoffs zeigen anderen Sportarten, wie spannender Titelkampf geht - ein Kommentar
- Veröffentlicht: 12.01.2026
- 15:30 Uhr
- Tobias Wiltschek
Schon die erste Playoff-Runde der NFL ist eine einzige Highlight-Show. Wer den Titel holt, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum vorhersehbar. Davon können andere Sportarten nur träumen. Ein Kommentar.
NFL goes crazy! Wer sich als Sport-Fan an diesen kalten Januar-Tagen das Herz erwärmen wollte, musste American Football schauen.
Denn was in den ersten Spielen der Playoffs abging, lässt niemanden kalt. Favoritenstürze, wild gewordene Coaches, tragische Verletzungen - und in den allermeisten Fällen dramatische Schlussphasen.
Ob in Charlotte, Chicago, Jacksonville oder Philadelphia: In vier der bisherigen fünf Wild-Card-Games entschied nur ein Score über Sieg und Niederlage.
Nur in Foxborough war es beim 16:3-Sieg der New England Patriots gegen die Los Angeles Chargers nicht ganz so spannend. Das aber werden zumindest die Heim-Fans verschmerzen können. Haben sie sich doch an der stahlharten Defense ihres Teams erfreuen können.
NFL-Playoffs im Relive auf Joyn:
NFL Playoffs: Stafford und Allen entschieden die engen Duelle
Doch zurück zu den Nailbitern, bei denen man gar nicht weiß, bei welchem Spiel man anfangen soll.
Vielleicht beim überraschend engen 34:31-Sieg der Los Angeles Rams bei den ebenso überraschend starken Carolona Panthers, den erst Matthew Stafford in den Schlusssekunden sicherstellte? Oder doch eher beim 27:24 der Buffalo Bills bei den Jacksonville Jaguars, bei dem gleich sechsmal die Führung wechselte und Josh Allen persönlich per Rushing Touchdown für den entscheidenden Schlusspunkt sorgte.
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Dabei bekamen auch die Zuschauer in Philadelphia die ganze Palette geboten von dem, was die NFL ausmacht. Ja, auch schwere Verletzungen, wie die von San Francisco 49ers Tight End George Kittle, gehören leider dazu. Aber auch Emotionen pur, wie der verbale Schlagabtausch zwischen Eagles-Star A.J. Brown und dessen Coach Nick Siranni, der wie von der Tarantel gestochen auf den Star-Receiver zulief, um ihn nach einem erfolglosen Drive vom Spielfeld zu scheuchen.
Und da war natürlich auch hier die unglaubliche Spannung. Erst mit ihrem letzten Drive sorgten die Gäste für die entscheidenden Punkte und schmissen damit mal eben den Titelverteidiger direkt aus den Playoffs.
Und der Serien-Champion? Die Kansas City Chiefs durften nach einer katastrophalen Saison inklusive Kreuzbandriss bei Superstar Patrick Mahomes nicht einmal in der Postseason mitmischen.
NFL Playoffs: Chicago Bears gelingt größtes Kunststück
Das größte Kunststück gelang aber den Chicago Bears, die beim 31:27 über die Green Bay Packers nicht nur ein historisches Comeback feierten und ausgerechnet gegen den großen Erzrivalen im letzten Viertel sagenhafte 15 Punkte aufholten. Sie beendeten damit nach 15 Jahren auch die ewige Warterei auf den ersten Playoff-Sieg.
Wie die Patriots gehörten auch die Bears und AFC-Champion Denver Broncos in den vergangenen Jahren zu den schlechtesten Teams der Liga bzw. steckten im Niemandsland fest - und haben nun berechtigte Hoffnungen auf den ganz großen Wurf: Super Bowl in der Nacht zum 9. Februar.
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Welche Sportart kann ein derart offenes Titelrennen bieten wie die NFL? Da kann man lange suchen.
Übertragen auf die Bundesliga wäre das in etwa so, als wenn der FC Augsburg, FC St. Pauli und der 1. FC Köln nach Ostern noch Chancen auf den deutschen Meistertitel hätten.
Und der FC Bayern? Der hätte am Sonntag den VfL Wolfsburg nicht mit 8:1 aus dem Stadion geschossen, sondern würde nach einem mageren Remis weiterhin im Tabellenmittelfeld feststecken.
Mit Spannung im Titelrennen hat das schon lange nichts mehr zu tun. Ganz im Gegensatz zur NFL, wo die Wild Card Round nur der Anfang von völlig verrückten Winterwochenenden gewesen ist.