NFL: Kansas City Chiefs haben ihren Nimbus verloren – ein Kommentar
Aktualisiert: 11.12.2025
10:17 Uhr
Kai Esser
Die Kansas City Chiefs sind die moderne Dynastie der NFL. 2024 gewannen sie noch wie durch Zauberhand die Spiele, egal wie eng oder "unverdient". Diese Fähigkeit ist aber komplett abhanden gekommen. Ein Kommentar.
Seien es die Schiedsrichter, sei es pures Glück oder gar schwarze Magie. Um die teils absurden Siege der Kansas City Chiefs in der vergangenen Saison zu erklären, wurde so mancher, nicht weniger absurde, Grund herangezogen.
Fakt ist: Spiele zu gewinnen und in den richtigen Momenten da zu sein, ist eine Fähigkeit. Ein Skill. "Find a way to win", heißt es in der NFL so schön. Und das taten die Chiefs in schöner Regelmäßigkeit.
Diese Fähigkeit ist Patrick Mahomes und Co. jedoch komplett abhanden gekommen. Nach Week 14 stehen die Chiefs bei 6-7 und drohen, die Playoffs zu verpassen. Weil sie, im Gegensatz zu 2024, die engen Spiele (fast) alle verlieren. Das Sieger-Gen bei KC ist komplett weg.
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Kansas City Chiefs: Verheerende Bilanz in One-Score-Games
Das äußert sich vor allem in den engen Spielen. Von sieben Partien, die mit acht Punkten oder weniger entschieden wurden - also ein sogenanntes One-Score-Game - verloren die Chiefs sechs.
Nur zum Vergleich: 2024 waren es noch zwölf Siege und null (!) Niederlagen. Das kann man Zufall nennen. Dafür sind die beiden Erhebungsgrößen jedoch viel zu groß. Erneut: Enge Spiele zu gewinnen, das ist eine Fähigkeit von Championship-Teams. Und ein solches sind die Chiefs 2025 einfach nicht.
Selbst beim einzigen knappen Sieg, dem 23:20 gegen die Indianapolis Colts nach Overtime, hatten die Colts mehrere Chancen, die Chiefs zu begraben.
Wenngleich dieses Spiel ab dem 4. Quarter komplett Kansas City gehörte und die Franchise das Spiel auch verdient gewann. Es war ein Lichtblick, ein Momentum, das mit der Niederlagen bei den Dallas Cowboys (28:31) und gegen die Houston Texans wieder komplett dahin ist.
Und es ist auch eine Fähigkeit, Spiele zu gewinnen, wenn es darauf ankommt. In Week 14 kam es darauf an. Das 10:20 gegen die Texans war allerdings in jeder Hinsicht ernüchternd.
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Kansas City kriegt kein ganzes Spiel mehr auf den Rasen
Der Nimbus der quasi unbesiegbaren Chiefs, er scheint völlig verpufft. Auch weil der viermalige Champion angreifbar geworden ist. Von 13 Saisonspielen hat das Team von Andy Reid in vielleicht vier eine überzeugende Leistung gebracht.
Und zwei dieser vier Spiele waren gegen die Washington Commanders mit Marcus Mariota und gegen die Las Vegas Raiders, die sich mittlerweile zu einer Meme-Franchise entwickelt haben.
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NFL: Denver Broncos reagieren auf Bo-Nix-Verletzung - Quarterback-Situationen der Teams
Die Quarterback-Situationen der NFL-Teams Die Quarterback-Situationen in der NFL verändern sich stetig, so auch in den Playoffs. Welche Spielmacher stehen wo unter Vertrag? Wer ist Starter, wer muss sich vorerst mit der Backup-Rolle begnügen? ran zeigt die Lage aller 32 Teams (Stand: 18. Januar 2026). Bei den Teams, die sich nicht für die Playoffs qualifiziert haben, ist der Stand auf Week 18 der Regular Season.
Cleveland Browns • Starter: Shedeur Sanders (Rookie; im Bild) • Backups: Dillon Gabriel (Rookie) • Practice Squad: Bailey Zappe • Training nach Verletzung: Deshaun Watson
Tennessee Titans • Starter: Cam Ward (Rookie; im Bild) • Backup: Brandon Allen • Practice Squad: Trevor Siemian • Verletzt: Will Levis
Kansas City steht sowohl in der Offense als auch in der Defense in den meisten Statistiken besser da als 2024. Warum der Record trotzdem deutlich schlechter ist? Es sind die Momente - Third Downs, Fourth Downs, Goal-to-Go-Situationen, in denen KC nicht so scharf ist, wie man es kennt.
Und dann kommt manchmal alles zusammen. Wie gegen die Texans, gegen die Mahomes eines seiner schlechtesten Spiele zeigte. Mit nur 160 Passing Yards, dafür drei Interceptions und einem unterirdischen Passer Rating von 19,8.
"Wir wissen, dass die Chancen immer geringer werden", sagte Mahomes über die Playoff-Aussichten, "aber ich weiß, dass die Jungs in diesem Team bei jeder Gelegenheit alles geben werden."
Es scheint aber, als reiche das in diesem Jahr nicht für die Postseason.
Chiefs müssten für Playoff-Teilnahme wohl alles gewinnen - aber können sie?
Fakt ist: Der Division-Titel ist weg, die Chancen, eine der drei Wild Cards für die Playoffs zu ergattern, die unter den besten Nicht-Division-Siegern vergeben werden, werden in Simulationen auf magere 16 Prozent beziffert.
Vier Spiele bleiben noch.
NFL - Injury Update vor dem Super Bowl: Seattle Seahawks geben Entwarnung bei Super-Rookie
Nick Emmanwori (Seattle Seahawks) Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.
Drake Maye (New England Patriots) Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.
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Zach Charbonnet (Seattle Seahawks) Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.
Freilich, den Chiefs von 2018 bis 2024 hätte man ohne Probleme zugetraut, die nötigen Siege noch einzufahren. Aber den Chiefs von 2025 wohl eher nicht. Nicht, weil ihnen die individuelle Qualität fehlt.