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Wechsel innerhalb der Division

NFL - Philadelphia Eagles: Saquon Barkley wird New York Giants büßen lassen - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 15.03.2024
  • 20:01 Uhr
  • Christoph Dommisch
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Saquon Barkley hat die New York Giants verlassen und sich in der Free Agency ausgerechnet dem Divisionsrivalen Philadelphia Eagles angeschlossen. Das ist - entgegen vieler Meinungen - nicht respektlos, sondern nur die richtige Folge, nachdem die Giants respektlos waren.

Von Icke Dommisch

In der vergangenen Saison sorgten die New York Giants für kollektive Verwunderung.

Nicht nur gab General Manager Joe Schoen seinem Quarterback Daniel Jones eine Vertragsverlängerung über 40 Millionen Dollar pro Jahr, 160 Millionen insgesamt, er ließ dabei auch noch seinen Running Back Saquon Barkley im Regen stehen. Der begnügte sich mit einem Franchise Tag, der ihn nur ein Jahr an die Meadowlands band.

Dass das Generationentalent von Penn State damit ganz und gar nicht einverstanden war, zeigte er in der letzten Offseason mehrfach. "Ich weiß noch nicht, ob ich den Tag unterschreibe", kokettierte er damals öffentlich.

Wohlwissend, dass er natürlich den Franchise Tag unterschreiben würde. Es war ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Verantwortlichen der Giants. Und der Wink kam nicht mit einem Zaunpfahl, das war schon ein ganzer Telefonmast.

Ein Jahr später also ist Barkley dann Free Agent geworden. Sechs Jahre, in denen er - wenn er auf dem Platz stand - ohne jeglichen Zweifel der beste Offensivspieler der Giants war, haben nicht gereicht, um die Verantwortlichen von einem langfristigen Deal zu überzeugen.

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Es ist ja nicht so, als könnte man nach der Vergabe eines Tags nicht mehr verhandeln - fragt mal bei Michael Pittman von den Indianapolis Colts oder Justin Madubuike von den Baltimore Ravens nach. Die haben, nachdem sie "gefranchised" wurden, relativ bald danach einen neuen Vertrag bekommen. Und warum? Weil diese Spieler, im Gegensatz zu Saquon, von ihrem Arbeitgeber wertgeschätzt werden.

Die Giants haben ja nicht nur Jones einen viel zu gut dotierten Vertrag gegeben. Sogar Kenny Golladay , der aktuell näher an der CFL als der NFL steht, bekam 2021 einen Vertrag über 72 Millionen Dollar. Und bei Barkley, dem Gesicht der Franchise, wird um eine Million, vielleicht zwei Millionen Dollar gefeilscht? Come on!

Saquon Barkley zeigt den Giants den doppelten Mittelfinger zurück

Den Wink mit angesprochenem Telefonmast beantwortete General Manager Joe Schoen also mit einem metaphorischen Mittelfinger ins Gesicht seiner Nummer 26. Man kann fast schon von einer Demütigung sprechen.

Gut möglich also, dass sich Barkley bei der Auswahl seines kommenden Teams Gedanken gemacht hat. Mehr als vielleicht andere Free Agents. Würde irgendjemand ausschließen, dass der 27-Jährige vielleicht woanders noch ein bisschen mehr Geld bekommen hätte?

Saquon wollte aber sichergehen, dass er es den Giants nicht nur beweisen, sondern sogar heimzahlen kann. Myles Garrett sagte vor dem Draft 2017, dass er die Cleveland Browns auf ewig bestrafen würde, wenn sie ihn nicht an Nummer eins genommen hätten. Genau das hat Barkley jetzt vor. Und die Giants haben auch nichts anderes verdient.

Nachdem ihm also der Mittelfinger gezeigt wurde, dachte sich der Running Back, dass er das mindestens doppelt zurückzahlen wird.

Der doppelte Mittelfinger also oder, wie man in den USA sagt und passend zu seinem neuen Team: der "Double Bird".

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