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NFL-Playoffs: So wird aus Justin Herbert nie ein Elite-Quarterback - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 12.01.2026
  • 13:24 Uhr
  • Chris Lugert

Mal wieder kann Justin Herbert eine starke Regular Season in den Playoffs nicht bestätigen. Allmählich läuft der Quarterback der Los Angeles Chargers Gefahr, für den Rest seiner Karriere den Stempel des Playoff-Versagers zu erhalten. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Die NFL ist schon ein undankbares Pflaster. Ein Spieler kann in der Regular Season Woche für Woche auf höchstem Niveau abliefern, am Ende aber definieren allein die Leistungen in den Playoffs die endgültige Bewertung. Wenn es darauf ankommt, muss man da sein. Was zuvor war, interessiert niemanden mehr.

Insofern ist es schön und gut, dass Justin Herbert erneut eine starke reguläre Saison für die Los Angeles Chargers gespielt hat. Doch im entscheidenden Moment war er wieder nicht da. Zum dritten Mal in seiner Karriere zog Herbert in die Playoffs ein, zum dritten Mal verlor er gleich sein Auftaktspiel. Ein Sieg in der Postseason? Weiterhin Fehlanzeige.

Sein Auftritt während der 3:16-Niederlage bei den New England Patriots in der Wild Card Round war wieder weit weg von den Leistungen, die er über weite Strecken in der Regular Season gezeigt hat und ist damit ein Sinnbild seiner bisherigen Karriere. Von September bis Dezember gehört Herbert zu den Besten, aber wehe, es wird Januar.

Immerhin zeigte der 27-Jährige Selbstkritik. "Ich habe nicht gut genug gespielt und keine Plays kreiert", gab er zu. "Und als es am meisten darauf ankam, haben wir keine Punkte erzielt."

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Los Angeles Chargers: Justin Herberts Playoff-Bilanz ist katastrophal

Diese Ehrlichkeit ehrt ihn, doch kaufen können weder er selbst noch die Chargers sich irgendetwas davon. Was bleibt, ist die sportliche Realität. Und die sorgt allmählich dafür, dass Herbert in eine Schublade gesteckt wird und einen unrühmlichen Stempel aufgedrückt bekommt: Justin Herbert, der Playoff-Versager.

Vor drei Jahren bei seinem Playoff-Debüt war Herbert mittendrin bei einem der größten Zusammenbrüche der modernen NFL-Geschichte. In der Wild Card Round führten die Chargers bei den Jacksonville Jaguars bereits mit 27:0, verloren nach einer desaströsen zweiten Halbzeit aber tatsächlich noch mit 30:31.

Im Vorjahr trafen die Chargers auswärts auf die Houston Texans und gingen mit 12:32 baden, Herbert machte dabei ein indiskutables Spiel und warf vier Interceptions. Und jetzt diese Nicht-Leistung in Foxborough, bei der er gleich sechsmal gesackt wurde und nur 159 Passing Yards erzielte. Rechnet man den Raumverlust durch die Sacks heraus, blieben nur 120 Net Passing Yards übrig.

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Los Angeles Chargers: Schwierige Umstände für Justin Herbert

Natürlich gibt es auch bei Herbert Umstände und Widrigkeiten, die zu berücksichtigen sind. Von der angedachten Offensive Line der Chargers war zuletzt kaum noch etwas übrig, gerade in diesem so wichtigen Bereich mangelte es an Qualität. Und eine löchrige O-Line stellt auch andere Quarterbacks vor Probleme.

Kein anderer Quarterback in dieser Saison stand so oft unter Druck wie Herbert, nur Geno Smith und Cam Ward wurden häufiger gesackt (jeweils 55-mal) als der Chargers-Spielmacher (54). Die Patriots attackierten genau diese Schwachstelle erbarmungslos und dominierten das Spiel mit ihrer defensiven Front.

Und dennoch muss es ein Top-Quarterback schaffen, mehr auf den Platz zu bringen und mehr aus der Offense herauszuholen. Bei Herbert muss dieser Maßstab gelten, denn bei nahezu allen Experten gehört er im Vakuum betrachtet zu den besten fünf, sechs Quarterbacks der Liga.

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Los Angeles Chargers: Die Zeit drängt für Justin Herbert

Allerdings ist eine solche Bezeichnung erst dann gerechtfertigt, wenn er sie auch in den Playoffs untermauern kann. Zwar warten auch Stars wie Josh Allen oder Lamar Jackson weiter auf ihre erste Super-Bowl-Teilnahme und schieden in den vergangenen Jahren enttäuschend früh aus den Playoffs aus.

Doch individuell betrachtet konnten sie auch in der Postseason schon zahlreiche Glanzlichter setzen, für das Ausscheiden waren sie oftmals nicht hauptverantwortlich. Bei Herbert aber liegt der Fall anders. Höhepunkte gab es bei ihm in den Playoffs bislang quasi nie, dafür zahlreiche Ausreißer nach unten.

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VIDEO: 128 Yards! Rhamondre Stevenson rasiert Los Angeles Chargers

Für die Chargers und Herbert geht damit ein weiteres Jahr mit einer Enttäuschung zu Ende. "Wir müssen es neu bewerten und schauen, was passiert", sagte der Offensive Rookie of the Year von 2020.

Im März wird er 28 Jahre alt. Noch hat Herbert Zeit, sein Bild in der Öffentlichkeit zu verändern und mit starken Playoff-Leistungen doch noch ein Elite-Quarterback zu werden. Doch der Druck steigt von Jahr zu Jahr. Und ob er mit diesem umgehen kann, ist von Jahr zu Jahr zweifelhafter.

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