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0:2 in der Serie

NBA-Playoffs: Wie die Minnesota Timberwolves die Denver Nuggets zur Verzweiflung bringen

  • Aktualisiert: 07.05.2024
  • 21:57 Uhr
  • Kai Esser
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Die Minnesota Timberwolves führen mit 2:0 in der Playoff-Serie gegen die Denver Nuggets. Die Wolves haben beide Auswärtsspiele in Denver gewonnen. Die Nuggets scheinen nach dominanten Jahren auf ihr Kryptonit gestoßen zu sein.

Von Kai Esser

Seit Mitte der Saison 2022/23 ist eigentlich klar, dass die Denver Nuggets das beste Team der NBA - mindestens mal im Westen - sind. Und Nikola Jokic ist wohl der beste Spieler eben jener NBA - mindestens mal im Westen.

Dementsprechend klar war die Favoritenrolle in eben jener Western Conference vor dieser Saison bei den Buchmachern und meisten Fans verteilt. Der Champion der vergangenen Saison geht auch in die Saison 2023/24 als Favorit ins Rennen.

Dieser Favoritenrolle wurden die Nuggets lange gerecht. Allerdings kristallisierte sich relativ früh heraus: Weder die Oklahoma City Thunder noch die Minnesota Timberwolves würden es Denver leicht machen.

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Nun, bereits im Conference Semifinal, treffen die Nuggets auf eben jene Timberwolves. Und "nicht leicht machen" entpuppte sich als Understatement der Saison. Der Auftakt ging komplett in die Hose. Die Wolves schlugen die Nuggets nicht nur in eigener Halle, sie dominierten sie nach allen Regeln der Kunst.

Minnesota Timberwolves: Defense wins Championships

Nachdem Spiel eins mit 106:99 noch relativ knapp an Minnesota ging, überfuhren sie die Gastgeber in Spiel zwei regelrecht mit 106:80. Nikola Jokic, Jamal Murray, Aaron Gordon, Michael Porter Jr.: Die in der Breite wohl stärkste Starting Five westlich von Massachusetts fand keine Antwort.

35 Prozent aus dem Feld, 30 Prozent von jenseits der Dreierlinie, 72 Prozent der Freiwürfe trafen lediglich ihr Ziel. Zu wenig, dafür müsste nicht einmal die beste Defense nach Rating (108,4 Punkte) auf der Gegenseite stehen. Diese hat das jedoch durchaus begünstigt. Das Star-Ensemble um Jokic und den angeschlagenen Jamal Murray musste für jeden einzelnen Punkt hart arbeiten. Der Rausch, in den sich diese Offense durchaus spielen kann, kam nie auch nur im Ansatz auf. 

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Dabei mussten gefräßige Wolves gar auf ihren Top-Verteidiger Rudy Gobert verzichten. Der Franzose reiste nicht mit nach Denver, er erwartet Nachwuchs in Minneapolis. Gar nicht auszumalen, wenn der 2,16-Meter-Koloss auch noch zwischen den Nuggets und dem Korb gestanden hätte.

80 Punkte sind im übrigen das Season Low der Nuggets. Überhaupt wurden sie nur zehn Mal unter 100 Punkten gehalten, Postseason inklusive. Alleine vier Mal davon waren die Mannen von Head Coach Chris Finch dafür verantwortlich. "Wir hatten schon viele starke Spiele in der Defense", konstatierte er nach der zweiten Playoff-Partie in Denver. "Aber das war sicher das Beste."

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Tim Connelly: Sein Team, gebaut um sein Team zu schlagen

Architekt dieses Bollwerks ist General Manager Tim Connelly. Der wurde 2022 installiert und als eine seiner ersten Amtshandlungen bezahlte er satte vier Erstrundenpicks an die Utah Jazz für die Dienste von Center Gobert.

Eine Transaktion, die nicht gerade bei jedem gut ankam. Im Gegenteil: Von hochgezogenen Augenbrauen bis hin zu "Der schlechteste Trade der NBA-Geschichte" ("FOX") war alles zu lesen. Doch der 47-Jährige wusste offenbar genau was er tat und welches Team er baute.

Die Timberwolves sollten eine Defense-Maschine werden, an der sich hochbetuchte Offenses die Zähne ausbeißen. Hochbetuchte Offenses wie die der Denver Nuggets. Die hat nämlich niemand anderes zusammengestellt, als der Manager selbst. Ob Jokic, Murray oder Gordon, auf diesen Spielern steht der Name Connelly.

Wer Spiel zwei verfolgte, der wurde den Eindruck nicht los, dass der GM der Wolves genau für dieses Aufeinandertreffen geplant hatte. Es ist kein Zufall, dass Denver sich gegen Minnesota mit am schwersten tut. Kaum ein Team schafft es besser, die Nuggets in Positionen zu bringen, in denen sie sich nicht wohl fühlen. Klar, mittlerweile wird auch der Gobert-Trade anders bewertet.

Denver Nuggets: Liegen die Nerven bereits blank? Historie spricht gegen sie

Auch Head Coach Michael Malone wurde vom 47-Jährigen in die Rocky Mountains gelotst. Dieser ahnte offenbar bereits früh am Abend, was sich anbahnen sollte. Nach einem strittigen No Call der Schiedsrichter gegen Anthony Edwards im ersten Viertel stürmte er aufs Parkett und schrie den Schiedsrichter an. Er musste von seinen eigenen Spielern zurückgehalten werden. "Wir müssen unsere Emotionen im Griff behalten", sagte der stets besonnene Jokic nach dem Spiel.

Dass es dafür kein Technisches Foul gab, lag offenbar an der guten Laune der Referees. "Ich habe registriert, dass Coach Malone sichtlich aufgebracht von der Situation war", hieß es später sehr diplomatisch.

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Jener Malone übte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Durchhalteparolen. "Ich kann nur an unsere Fans appellieren: Glaubt an uns. Wir sind noch in dieser Serie drin", gab es sich zuversichtlich.

Die Historie spricht jedoch nicht für sein Team. Noch nie in der Franchise-Historie holten die Nuggets ein 0:2 noch auf, überhaupt gelang das erst 33 mal (von 454 Fällen).

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Hoffnung Jamal Murray: Die Wade von Colorado

Die größte Hoffnung für das Malone-Team dürfte Spiel drei sein, das erst am Samstag in Minneapolis steigt. Weil sowohl Denver als auch Minnesota ihre Auftaktserien früh entschieden, gibt es nun ein paar Tage Pause.

Pause, die Point Guard Jamal Murray gut gebrauchen kann. Der laboriert bereits seit Wochen an einer Wadenverletzung. "Es nervt natürlich, aber ich kann spielen, also bin ich auch fit", sagte er zwar, aber dass er nicht bei 100 Prozent ist, dürfte jeder mit ein wenig Verständnis von Basketball sehen. Gerade mal drei seiner 18 Würfe traf er in Spiel zwei, acht Punkte standen am Ende im Box Score.

"Wir sind weit weg davon, diese Serie für uns zu entscheiden", wusste auch Karl-Anthony Towns gleich nach Spielschluss. "Sie werden in Spiel drei garantiert nicht so spielen wie heute."

Aber falls doch, dann sind die Champions aus Denver ihre Vormachtstellung in der Liga los - mindestens mal im Westen.

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