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2. Bundesliga zeigt: Deutschland hat ein Schiedsrichter-Problem - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 17.08.2025
  • 14:08 Uhr
  • Mike Stiefelhagen

Zu selten spüren Schiedsrichter für ihre schwachen Leistungen eine berufliche Konsequenz. Ein undankbarer und wichtiger Job. Aber keiner, der von Kritik befreit. Ein Kommentar.

Von Mike Stiefelhagen

Die jüngsten Ereignisse bestätigen den Trend der vergangenen Jahre: Deutschland hat ein Schiedsrichter-Problem. Unabhängig von VAR-Diskussionen ist die Spielführung auf vielen Plätzen mangelhaft.

Zu häufig steht der Schiedsrichter im Fokus. Zu selten das Spiel. Einen guten Schiri merkt man im Spielgeschehen nicht. Aktuell sind sie die größten Dirigenten auf dem Platz. Ohne Not.

Vorne weg: es ist ein undankbarer Job. Zu selten wird man gelobt, zu häufig kritisiert und für Niederlagen schuldig erklärt. Doch das darf nicht vor deutlicher Kritik schützen, wenn sie angebracht ist.

Und das ist nach den ersten zwei Spieltagen der 2. Bundesliga nötig. Und seit den vergangenen Jahren absehbar.

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Schiedsrichter entziehen sich der Verantwortung

Das größte Problem: die Transparenz. Passieren Fehler, werden sie meist totgeschwiegen. Schiedsrichter verweigern Stellungnahmen oder Entschuldigungen, sollten sie - was menschlich ist - Fehler machen.

Und daran anschließend: sie erleben - gefühlt - keine Konsequenz. Immer wiederkehrende Namen patzen in den höchsten Ligen des Landes und dürfen Woche drauf einfach weiter pfeifen. Teils wenige Wochen später auch das Team, welches vorher massiv benachteiligt wurde. Manchmal wurden sogar Spiele durch eklatante Fehlentscheidungen entschieden. Ohne eine merkliche Folge.

Das ist unverhältnismäßig. Profispieler, die nicht performen, müssen auf die Bank oder auch den Verein verlassen. Trainer, Manager ebenso. So funktioniert eine Leistungsgesellschaft. Das Hetze, Hass, und Bedrohungen daneben und ein No-Go sind, ist allgemeiner Konsens. Aber berufliche Konsequenzen müssen Einzug halten. Ansonsten herrscht Narrenfreiheit.

Und so wirkt es mehrmals. Ein Schiedsrichter muss eine Linie im Spiel vorgeben, der die Spieler folgen können. Im Sport Fußball gibt es zu oft 50:50-Situationen. Da muss ein Referee mit Körpersprache, Kommunikation und Entscheidungen vorgeben, wie diese Linie aussieht. Zu oft ist sie nicht erkennbar. Und wankend. Und damit ungerecht. Auch wenn dahinter sicherlich keine Absicht steckt. Aber Unvermögen.

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2. Bundesliga: Lange Nachspielzeiten, falscher VAR - kein Fingerspitzengefühl

Um aktuelle, konkrete Beispiele zu nennen: Martin Petersen brauchte beim Spiel Schalke gegen Kaiserslautern zwei Mal den VAR, um wichtige Spielentscheidungen zu bewerten. Der Elfmeterpfiff gegen Schalke, nach einem Schallenberg-Foul, war richtig. Aber fiel erst durch den VAR auf.

Er gab von Beginn eine kleinliche Linie vor. Spieler nutzen das. Wenn sie wissen, dass der Ref jede Kleinigkeit pfeift, wird das Schauspiel größer. Der Fußball kleiner. Der Schiedsrichter gefragter. Das Publikum lauter. Eine Gangart, die jeden Schiri in die Bredouille bringt und zu oft gewählt wird.

Als dann Leon Robinson die grobe Kelle wählte und mit hoher Intensität und gestrecktem Fuß Ball und Janik Bachmann abräumte, gab es der Linie nach glatt Rot. Eine vertretbare Entscheidung, bei der kleinlichen Linie. Der VAR schaltet sich ein, obwohl dieser nur "bei klaren Fehlentscheidungen" einschreiten soll. Petersen knickte ein. Verließ seine Linie. Nahm die Rote Karte zurück. Ein Armutszeugnis.

Bundesliga-Transfergerüchte: "Natürlich glaube ich" - HSV hat Trumpf im Kampf um Luka Vuskovic

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<em><strong>Luka Vuskovic (Hamburger SV)</strong><br>Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.</em>
© IMAGO/HMB-Media

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

<strong>Said El Mala (1. FC Köln)</strong><br>Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton &amp; Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos&nbsp;wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.
© IMAGO/Revierfoto

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

<strong>Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)</strong><br>Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton &amp; Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.
© 2025 Getty Images

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

<strong>Jeremy Monga (Leicester City)</strong><br>... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.
© 2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

<strong>Julian Ryerson (Borussia Dortmund)</strong><br>Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.
© 2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

In dieser Saison sind die Refs dazu angehalten, jede Unterbrechung großzügig nachspielen zu lassen. Wenn sie dann noch wie Petersen jede Kleinigkeit ahnden und das Spiel im Minutentakt unterbrechen, dann kommt wie in seinem Spiel eine Nachspielzeit über zwölf (!) Minuten zustande. Wo soll das noch enden? Es ist unnötig wie vermeidbar.

Es fehlt das Fingerspitzengefühl.

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VfL Bochum vs. Elversberg: Schiris bringen sich selbst in die Bredouille

Ein Blick nach Bochum. Im Spiel gegen Elversberg eine ähnliche Leistung des Schiedsrichters Lukas Behnen. Nach fünf Minuten schickte er Jan Gyamerah völlig überzogen mit Gelb-Rot vom Platz. Der zweitschnellste G/R-Platzverweis der deutschen Fußballgeschichte. Dabei sprang dem Verteidiger im zweiten Vergehen lediglich der Ball versehentlich an die Hand, ohne dass ein großer Bochum-Nachteil entstand. Das Spiel war gelaufen.

Die Zuschauer enttäuscht. In der Folge wurde jede Kleinigkeit geahndet und gepfiffen. 13 Gelbe Karten sind die Folge. Eine Nachspielzeit über acht Minuten, so wie ein Handspiel von Carlo Sickinger und Kevin Vogt, welche beide ohne Gelbe Karte, sogar ohne Pfiff (!) blieb. Pures Chaos. Pure Willkür. Ungerecht.

Dabei war es kein unfaires Spiel. Der Schiedsrichter machte mit seiner Spielführung aus einem Fußball-Stadion einen Zirkus, ein Theater. Spieler fallen, werden belohnt und der Ref bekommt das Scheinwerferlicht. Es ist Fußball schauen zum Abgewöhnen. Wer hier sein erstes Stadionerlebnis feiert, kommt nicht wieder.

Es wirkt, als wenn der Schiedsrichter die Aufmerksamkeit genießt, die Bühne sucht, um in die Lage zu kommen, Entscheidungen zu treffen und das Spiel zu beeinflussen. Dabei reichen oftmals Gesten oder knappe Ansagen. Granden des Schiriwesens wie Deniz Aytekin machten es vor. Es gibt sie, die guten Entscheider. Die durch effektive Arbeit im Hintergrund glänzen. Und nicht als Chaot auf der Tanzfläche. Doch die sind bald weg. Aytekin geht in seine letzte Saison. Dahinter kommt bislang wenig.

Es geht im Fußball um viel Geld, um Existenzen. Entweder Deutschland hat nicht mehr als das zu bieten und Schiri-Talente bleiben aus, oder diese werden zu wenig gefördert und ins kalte Wasser geworfen. Denn die aktuellen machen es nicht gut.

Das sieht man auch ohne großen Videobeweis. Und muss sachlich angebracht werden.

DFB-Pokal: Kommt der Fußball noch ohne Videobeweis aus? Ein Pro und Contra VAR

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