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2. Liga

Hamburger SV gehen 70 Millionen durch die Lappen

  • Aktualisiert: 28.03.2024
  • 15:02 Uhr
  • ran.de
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Durch die Veräußerung von Anteilen einer neuen KGaA wollte sich der Hamburger SV eine ordentliche Finanzspritze verpassen. Doch die Mitglieder machen dem Zweitligisten einen Strich durch die Rechnung. 

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Hamburger SV sollte eigentlich der Weg geebnet werden, dem Klub rund 70 Millionen Euro durch den Verkauf von Anteilen in die Kassen zu spülen. Doch daraus wurde nichts. 

Nur 62,24 Prozent der anwesenden Mitglieder stimmten für den Antrag, nötig wäre aber eine Zweidrittel-Mehrheit gewesen. Das Geld hätte in den Profi-Kader sowie in einen geplanten Supporters Trust fließen sollen, an dem sich Fans und Mitglieder hätten finanziell beteiligen können. Doch daraus wird zunächst nichts.

Dabei verlief die Versammlung zunächst nach Wunsch. Die Mitglieder stimmten einer Änderung der Rechtsform von HSV Fußball AG in eine HSV Fußball AG & Co.KGaA zu. Damit kann ein 30-Millionen-Darlehen von Milliardär Klaus-Michael Kühne in Anteile an der KGaA umgewandelt werden.

Mit den frei gewordenen 30 Millionen soll ein neues Catering-Konzept fürs Stadion entwickelt werden. Kapital fließt auch in digitale Projekte  sowie in die Rücklagenbildung. Dies sei in den vergangenen 20 Jahren versäumt worden, sagte Finanzvorstand Eric Huwer laut "Bild".

Die Mehrheitsverhältnisse veränderten sich damit wie folgt: Während der HSV 68,2 Prozent der Anteile an der KGaA hält, sind 21,4 Prozent im Besitz Kühnes. 10,4 Prozent gehören Aktionären wie etwa dem Hauptsponsor HanseMerkur.

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HSV wollte weitere 18,2 Prozent verkaufen

In einer zweiten Abstimmung sollten die Mitglieder einen Antrag durchwinken, wonach bis zu 50 Prozent der Anteile verkauft werden dürfen. In diesem Fall hätte der HSV die Möglichkeit, noch 18,2 Prozent Anteile zu veräußern. Nach aktuellem Kurs wären das rund 70 Millionen Euro Einnahmen.

Doch die Mitglieder machten den Bossen einen Strich durch die Rechnung. "Wir fragen uns, was wir bei der Aufklärung dieser Themen und der Beantwortung der Fragen hätten besser machen können. Wir müssen nochmal den Austausch mit den Mitgliedern suchen, die in diesem Bereich nachhaltig dagegen gestimmt haben", so HSV-Vizepräsident Michael Papenfuß.

Eine erneute Abstimmung ist zeitnah geplant. Besonders ärgerlich für den HSV: Von 109.000 Mitgliedern kamen nur 450 zur Versammlung. Es war im Grunde die Entscheidung ein paar weniger, die nun die Pläne der Vereinsspitze durchkreuzt.

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