Fußball
2. Bundesliga: Paderborn landet Big Points in Kaiserslautern - Hannover gewinnt in Bielefeld - Punkt für Kiel bei Walter-Rückkehr
- Aktualisiert: 28.02.2026
- 15:20 Uhr
- SID
Der SC Paderborn feiert im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga einen immens wichtigen Sieg in Kaiserslautern, auch Hannover 96 holt einen Dreier. Holstein Kiel und Trainer-Rückkehrer Tim Walter ärgern hingegen die SV Elversberg.
Der SC Paderborn hat zehn Spieltage vor Saisonende einen Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga erobert. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann feierte beim 1. FC Kaiserslautern einen 2:1 (1:0)-Erfolg und übernahm damit zumindest für ein paar Stunden auch die Tabellenführung vor Schalke 04.
Die Königsblauen würden am Samstagabend aber schon mit einem Punktgewinn bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth wieder vorbeiziehen.
Calvin Brackelmann (45.+7) und Filip Bilbija (90.+5, Foulelfmeter) sorgten mit ihren Treffern aber dafür, dass die Ostwestfalen nach dem Spieltag zumindest auf Rang zwei stehen. Für Paderborn war es der erste Auswärtssieg seit Mitte Dezember. Für Kaiserslautern rückt der Aufstieg durch die neunte Saisonniederlage in immer weitere Ferne, daran änderte auch das Tor von Kenny Prince Redondo (90.+8) nichts.
Die Gäste erwischten einen guten Start. Felix Götze (13.) und Stefano Marino (16.) verpassten aber den Führungstreffer. Kaiserslautern stand in der Folge defensiv kompakt und lauerte auf schnelle Umschaltmomente. Norman Bassette scheiterte nach einer halben Stunde aber an Torhüter Dennis Seimen.
Danach landete ein Eckball von Naatan Skyttä an der Latte (36.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Brackelmann wuchtig per Freistoß zur Führung der Paderborner. Auf dem Gang in die Kabine beschwerte sich FCK-Trainer Torsten Lieberknecht dann vehement bei Schiedsrichter Florian Exner und sah die Gelb-Rote Karte.
Die Roten Teufel kamen schwungvoll aus der Pause. Skyttä hatte nach wenigen Sekunden die erste gute Möglichkeit. Paderborn behielt aber die Spielkontrolle und hätte durch Marino (59./62.) erhöhen können. Bilbija machte spät alles klar.
Hannover unterstreicht Aufstiegsambitionen
Unterdessen unterstrich auch Hannover 96 seine Aufstiegsambitionen. Die Mannschaft von Trainer Christian Titz gewann bei Arminia Bielefeld am Samstagnachmittag 1:0 (0:0) und ist somit seit sechs Spielen ungeschlagen.
Bielefeld hingegen rutscht immer tiefer in den Abstiegskampf. Das Team von Coach Mitch Kniat trennen vorerst nur vier Punkte vom Relegationsplatz. 96-Kapitän Enzo Leopold (63./Handelfmeter) erzielte per Strafstoß das Tor des Tages für die Niedersachsen, die im engen Aufstiegsrennen als Fünfter punktgleich hinter Relegationsplatz drei rangieren.
Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start. Bereits in der zweiten Minute bot sich Monju Momuluh die große Chance zur Führung, doch der Angreifer rutschte frei vor dem Tor im entscheidenden Moment weg, sodass Torhüter Nahuel Noll den Ball sichern konnte. Hannover wurde erst später gefährlich: Benjamin Källman (30.) traf den Ball jedoch mit dem schwächeren Fuß und verzog deutlich.
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Auch nach der Pause entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Erneut hatte Momuluh die beste Gelegenheit für Bielefeld (46.).
Wenig später führte eine unglückliche Aktion jedoch zur spielentscheidenden Szene: Stefano Russo bekam den Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Nach längerer VAR-Überprüfung entschied Schiedsrichter Eric Weisbach auf Strafstoß, den Leopold für Hannover sicher verwandelte. Der vermeintliche Arminia-Ausgleich tief in der Nachspielzeit zählte korrekterweise nicht.
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Punkt für Tim Walter bei Kiel-Rückkehr
Tim Walter stoppte derweil bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank von Holstein Kiel zumindest die Niederlagenserie des abstiegsbedrohten Zweitligisten. Die Norddeutschen erkämpften gegen Aufstiegsanwärter SV Elversberg ein 1:1 (0:0) und sammelten nach zuvor fünf Pflichtspielniederlagen in Folge wieder einen Zähler.
Jonas Therkelsen (63.) bescherte den Gastgebern, die weiter knapp vor der Abstiegszone liegen, nur kurz nach dem Rückstand durch David Mokwa (61.) das Remis. Die Saarländer verpassten damit den dritten Sieg in Folge, mischen im engen Aufstiegsrennen aber weiter kräftig mit.
Walter war unter der Woche als Nachfolger von Aufstiegscoach Marcel Rapp präsentiert worden. Für den ehemaligen HSV-Coach ist es nach der Saison 2018/19 die zweite Amtszeit als Coach der KSV. Gegen Elversberg sah er am Samstagnachmittag eine zähe Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften zunächst neutralisierten.
Nach einem harmlosen Versuch der Gäste von Lukas Petkov (33.) vergab Kiels Andu Kelati (35.) nach einer Hereingabe freistehend die bis dato beste Chance, doch seine Volleyabnahme ging rechts am Tor vorbei. Erneut Kelati (41.) scheiterte vor dem Seitenwechsel aus der Distanz am Elversberger Schlussmann Nicolas Kristof.
Bundesliga-Absteiger Kiel drängte auf schnelle Ballgewinne, doch im letzten Drittel fehlte es an Genauigkeit. Nachdem Mokwa den ersten schnell vorgetragenen Angriff der Gäste vollendet hatte, nahm die Partie Fahrt auf - und Kiel kam sofort zurück. Therkelsen bestrafte das schludrige Elversberger Zweikampfverhalten im Mittelfeld mit einer starken Einzelaktion.