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FC Bayern München: Minjae Kim ist der große Verlierer der bisherigen Saison - bekommt er eine weitere Chance?

  • Veröffentlicht: 30.11.2025
  • 10:15 Uhr
  • Justin Kraft

Die Niederlage gegen den FC Arsenal sorgt für erste Kratzer in der Saison des FC Bayern. Für einen, der bisher einer der großen Verlierer beim FCB ist, könnte jetzt eine Chance kommen.

Von Justin Kraft

Acht Gegentore hat der FC Bayern München in den vergangenen vier Pflichtspielen kassiert. Eins mehr als in den zwölf Partien zuvor.

Gegen Union Berlin und den SC Freiburg gab es je zwei Gegentreffer, Arsenal schaffte es, drei Tore gegen die Münchner zu erzielen und sogar gegen Underdog St. Pauli gab es in der Allianz Arena ein Gegentor.

Einer, der in dieser Saison kaum bis keine Verantwortung dafür trägt, ist Minjae Kim. Der Südkoreaner hat seinen Stammplatz an Jonathan Tah abgegeben.

Gegen St. Pauli bekam Kim eine Chance, weil Upamecano vor dem wichtigen Auswärtsspiel bei Union Berlin im Pokal aussetzen durfte. Allerdings hat sich Kim nicht nachhaltig aufdrängen können.

Er hatte zwar gute Aktionen im Spiel nach vorne, sah aber vor dem 0:1 nicht gut aus. Ansonsten konnte er sich gegen defensiv ausgerichtete Hamburger defensiv nicht weiter auszeichnen, glänzte aber vorne mit dem schönen Steilpass auf Luis Diaz vor dem 1:1.

Die fehlende Spielpraxis war ihm anzumerken, in der ran-Einzelkritik erhielt er für den Auftritt eine 4. Ob seine Leistung gereicht hat, um weitere Einsätze zu bekommen, wird sich zeigen. Fakt ist, dass davon einiges abhängt.

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623 Minuten absolvierte er bisher für die Bayern und damit ungefähr dreimal so wenig wie Tah (1.963 Minuten) und Dayot Upamecano (1.603 Minuten). Sogar Sacha Boey, wenn auch auf einer anderen Position, kommt auf 832 Minuten und damit auf deutlich mehr als Kim.

Gerade jetzt, wo Upamecano einen schwächeren Tag gegen Arsenal erwischt hat und die Bayern deutlich mehr Gegentore kassieren, als sie es zuvor taten, müsste Kim seine Chancen nutzen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Denn vielleicht ist es sogar die letzte Chance des 29-Jährigen, sich in München doch noch einen Namen zu machen.

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Minjae Kim: Seine Zeit beim FC Bayern gleicht einer Achterbahnfahrt

Denn bisher verlief seine Zeit in München mindestens unglücklich. In seinen bisher 93 Pflichtspielen für den FC Bayern hatte er zahlreiche Höhen und Tiefen.

Von der ersten Saison bleiben unter anderem starke Leistungen in der Champions League wie der 1:0-Sieg gegen den FC Arsenal in Erinnerung. Damals musste Kim als Linksverteidiger aushelfen und erledigte seine Sache überraschend gut.

Allerdings deutete sich schon damals an, dass die Konstanz ein großes Thema werden würde. Beim 2:2 im Hinspiel gegen Real Madrid war er mitschuldig am zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand. Auch den Elfmeter zum 2:2-Endstand verschuldete er mit einem ungeschickten Zweikampf.

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Vor allem aber das erste Tor der Königlichen war damals eine Art Vorbote, weil es die größte Schwäche des "Abwehrmonsters", wie er in Italien genannt wurde, zeigte. Kim ließ sich von Vinicius Junior aus seiner Position ziehen und konnte dem gegenläufigen Sprint dann nicht mehr folgen.

Thomas Tuchel bezeichnete ihn in der Öffentlichkeit anschließend als "zu gierig". Inwiefern es dem Verhältnis zu seinem Spieler zuträglich war, sei mal dahingestellt, doch inhaltlich traf der Coach einen entscheidenden Punkt. Gerade auf diesem Niveau macht die Entscheidungsfindung einen riesigen Unterschied.

Trotz mehr Rotation: Kim erhält wenig Spielzeit

Fehler wie diese zogen sich auch durch die zweite Saison beim FC Bayern. Immer wieder fiel Kim damit auf, dass er nach vorn verteidigen wollte, dabei aber nicht an den Ball kam und schlimmstenfalls so überspielt wurde, dass eine gefährliche Situation entstand.

Unsicherheiten, die sich häuften und nicht aufhörten. Auch deshalb war der FC Bayern bereits einen Sommer früher an Tah interessiert, der dann ablösefrei vor der dritten Kim-Saison kam. Dass der südkoreanische Nationalspieler sich mit Problemen an der Achillessehne durch die Saison schleppte, schien seine Situation nicht wirklich zu verbessern.

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Und doch war die Hoffnung bei allen Parteien groß, dass er nach einer Saison der Eingewöhnung und einer der gesundheitlichen Probleme nun zurückschlagen kann. Neben den eng mit Kim verknüpften Faktoren spielte aber auch ein weiterer Aspekt eine Rolle dafür, dass der Tah-Transfer nicht unbedingt etwas Schlechtes für den Innenverteidiger hätte sein müssen.

Denn in der vergangenen Saison hatte Vincent Kompany in der entscheidenden Saisonphase auf Upamecano verzichten müssen. Der Franzose zog sich einen Knorpelschaden zu. Hinzu kamen Kims gesundheitliche Beschwerden und die Tatsache, dass das Trainerteam Eric Dier in den ersten Monaten der Saison kaum Vertrauen geschenkt hatte.

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Bekommt Kim noch eine echte Chance beim FC Bayern?

Nicht wenige stellten einen Zusammenhang her zwischen der körperlichen Müdigkeit der Stamm-Innenverteidiger und der eher zaghaften Rotation Kompanys. Nachweisen lässt sich ein etwaiger Zusammenhang natürlich nicht.

Kim hat zum jetzigen Zeitpunkt bereits deutlich mehr Minuten auf der Uhr als es Dier zum ungefähr selben Zeitpunkt der letzten Saison hatte. Und doch dürfte er nicht zufrieden sein mit der Spielzeit, die er bekommt.

Sollte es nicht zu wesentlich mehr Spielminuten reichen, bahnt sich immer mehr das an, was ohnehin schon seit Monaten spekuliert wird: der Abschied vor Vertragsende.

Im Sommer 2028 läuft das Arbeitspapier des Abwehrspielers aus. Ein Verkauf zur neuen Saison wird wohl auch davon abhängen, ob die Bayern mit Upamecano verlängern und wen sie verpflichten können. Klar ist aber auch, dass Kims Marktwert nicht mehr steigen wird - eher im Gegenteil.

Da es für den FC Bayern zuletzt immer wichtiger wurde, auch Geld mit Transfereinnahmen zu verdienen, dürfte Kim ein Kandidat dafür sein. Bisher ist er einer der großen Verlierer der Saison.

Ändern kann sich daran nur etwas, wenn sich entweder jemand verletzt, oder Kim seine wenigen Chancen mit sehr überzeugenden Auftritten nutzt - oder eben beides.

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