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Bundesliga

FC Bayern und Transfers: Welche EM-Stars wechseln zum FCB?

  • Veröffentlicht: 28.06.2024
  • 22:18 Uhr
  • Justin Kraft
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Während der Europameisterschaft ist es ruhiger geworden rund um den FC Bayern München. Doch an der Säbener Straße laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Bieten sich Lösungen für die Kader-Baustellen an, die man gerade bei der EM 2024 bestaunen kann?

Von Justin Kraft

Nach der enttäuschenden letzten Saison steht beim FC Bayern wohl ein Umbruch an. Viele Vollzugsmeldungen gab es allerdings noch nicht. Hiroki Ito wird den Rekordmeister in der Defensive verstärken.

Neuzugang Bryan Zaragoza startet nach einem halben Jahr Eingewöhnung auch ganz offiziell als Bayern-Profi in seine erste komplette Saison. Auch Nestory Irankunda kommt aus Australien für 3,4 Millionen Euro von Adelaide United. Fraglich allerdings, ob er schon relevante Spielzeit bei den Profis erhalten wird.

Außerdem wird Michael Olise nach München wechseln. Der Rechtsaußen von Crystal Palace soll bald verkündet werden, das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Viele junge, viele in Deutschland noch nicht so bekannte Gesichter.

Klar ist, dass die Bayern sich angesichts der angestrebten Neuaufstellung beeilen sollten, um den Kader schnellstmöglich beisammen zu haben.

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Immerhin: Die EM bietet die Möglichkeit, Wunschspieler auf hohem Niveau zu scouten. Wer auf der Gerüchteliste hat sich bisher anbieten können und welche bisher kaum öffentlich diskutierten Namen sollte sich der FC Bayern unbedingt ansehen? ran hat einen Überblick.

Joao Palhinha (FC Fulham)

Er wäre eigentlich schon Münchner, wenn die Bayern und der FC Fulham im vergangenen Sommer etwas entscheidungsfreudiger und schneller gewesen wären. Auch in diesem Sommer soll Palhinha ein heißer Kandidat für einen Transfer sein. Von mehreren Medien wurde spekuliert, dass der FCB bereit sei, bis zu 50 Millionen Euro für den Portugiesen zu bezahlen.

Das Problem: Fulham will wohl mindestens 60 Millionen Euro. Laut "Bild" nähern sich die beiden Parteien aber an. Bei der Europameisterschaft kam Palhinha bisher nur auf zwei Einsätze über je 45 Minuten. Richtig herausragen konnte er bisher nicht.

In beiden Partien hat sich aber gut beobachten lassen, warum der FC Bayern an ihm interessiert ist – und was zum Problem werden könnte. Palhinha kann ein Spiel defensiv gut lesen, sich in Position bringen und Zweikämpfe führen sowie gewinnen. Er verteidigt sehr weiträumig und robust. Eine Qualität, die es im Bayern-Kader seit Javi Martinez nicht mehr gab.

Das Problem: Mit dem Ball war er in beiden Partien kaum anwesend. Palhinha ist kein Spielgestalter und trifft unter Druck tendenziell sogar eher mal die falsche Entscheidung.

ran-Einschätzung: Vincent Kompany wird viel Wert auf Ballbesitzfußball legen. Kann er es sich erlauben, im Spielaufbau mit einem Mittelfeldspieler weniger zu agieren? Und ist der hohe Preis wirklich gerechtfertigt? Zweifel sind nicht unbegründet. Zumal er auch schon 28 Jahre alt ist und bald 29 wird.

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Amadou Onana

Amadou Onana soll die Alternative zu Palhinha sein. Der Belgier steht ebenfalls schon länger auf dem Scoutingzettel der Bayern – und ist mit 22 Jahren zumindest mit Entwicklungspotenzial ausgestattet. Allerdings ruft der FC Everton laut verschiedenen Medien eine Ablösesumme um die 60 Millionen Euro auf.

Onana hat auf Premier-League-Niveau zeigen können, dass er wie Palhinha ein guter Zweikämpfer ist. Bei der Europameisterschaft in Deutschland bestätigt er diesen Eindruck bisher. In einer wackligen belgischen Mannschaft sorgt er mit seiner Körperlichkeit für etwas Stabilität.

Mit dem Ball ist er aktiver als Palhinha, bemüht sich zumindest um die Spielgestaltung. Nur gelingen will ihm dabei nicht alles und der eine oder andere Ballverlust ist dann doch ein großes Risiko. Er spielt bisher eine solide EM. Nicht mehr, nicht weniger.

ran-Einschätzung: Onana ist jünger als Palhinha und hat das Potenzial, ähnlich stark wie der Portugiese zu werden – vielleicht sogar stärker. Gerade seine Bemühungen im Spiel mit dem Ball fallen auf, wenngleich ihm noch die Konstanz fehlt. Die Ablösesumme würde deshalb auch ein großes Risiko darstellen. Solide ist eigentlich zu wenig für den FC Bayern.

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Jonathan Tah

Nach dem Transfer von Ito soll mit Jonathan Tah noch ein weiterer Bundesliga-Innenverteidiger nach München wechseln. Laut dem "kicker" gibt es eine Möglichkeit, dass sich die Bayern und Leverkusen auf 25 bis 30 Millionen Euro Ablöse einigen.

Tah galt über viele Jahre als inkonstant und fehleranfällig. In der vergangenen Saison spielte er unter Xabi Alonso die beste Spielzeit seines Lebens, avancierte zum Abwehrchef der Meistermannschaft. Das bescherte ihm auch einen Stammplatz in der Innenverteidigung der Nationalmannschaft.

Bei der EM absolvierte er alle drei Gruppenspiele, wird nun im Achtelfinale gegen Dänemark gesperrt fehlen. Die Europameisterschaft offenbart nochmal eindrücklich die Stärken und Schwächen von Tah. In der Arbeit gegen den Ball ist er sehr stark, hat ein gutes Gefühl dafür, wann er die Kette verlassen kann und wann er seine Position halten muss. Auch sein Zweikampfverhalten ist gut.

Im Spielaufbau allerdings kommt von ihm fast nichts. Viele Querpässe auf Toni Kroos, wenig Risiko, wenig Kreativität und auch kein echtes Andribbeln – reicht das für den FC Bayern?

ran-Einschätzung: Tah ist ein guter Innenverteidiger, der mit einer Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro ein vertretbarer Transfer wäre. Allerdings müssen sich die Bayern genau überlegen, wer in Zukunft den Spielaufbau im Zentrum lenken soll. Pavlovic ist noch sehr jung, Palhinha und Onana wären keine Spielgestalter und Tah würde in der Innenverteidigung eine weitere Position "blockieren", auf der man jemanden einsetzen könnte, der Vertikalität und Ideen in die Spieleröffnung bringen kann.

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Xavi Simons

Der 21-Jährige hat eine überragende Bundesliga-Saison bei RB Leipzig hinter sich. Er ist dribbelstark, kreativ, schnell und torgefährlich, bringt also alles mit, was es bei einem Topklub wie Bayern braucht.

Bei der Europameisterschaft allerdings kommt der offensive Mittelfeldspieler, der laut Gerüchten auf dem Wunschzettel des FCB stehen soll, bisher noch nicht so richtig in Fahrt. Zwar zeigt Simons immer wieder in Ansätzen, wie gut er am Ball ist, doch seine letzte Aktion ist oft unglücklich.

Dennoch ist klar, dass ein Spieler dieser Qualität die Bayern verstärken kann. Zumal technisch begabte Halbraumzehner unter Kompany eine gute Rolle spielen könnten.

ran-Einschätzung: Bei Xavi braucht es kein herausragendes Turnier, um zu wissen, dass er bei einer entsprechend bezahlbaren Ablösesumme ein starker Neuzugang wäre. Zumal die Münchner so auch vorbauen könnten, falls Florian Wirtz sich im Sommer 2025 doch gegen die Bayern entscheidet.

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Theo Hernandez

Er soll der Wunschkandidat des Rekordmeisters sein, sollte Alphonso Davies sich gegen eine Verlängerung entscheiden. Bei Theo Hernandez braucht es keinen Leistungsnachweis mehr, um seine Klasse anzuerkennen. In den vergangenen Jahren agierte er vor allem in der Vorwärtsbewegung mit hoher Qualität.

Gegen den Ball mag er nicht der stabilste Linksverteidiger sein, doch das liegt auch an seiner offensiven Natur und ist wenig dramatisch. Auch Davies ist kein überragender Zweikämpfer. Hernandez kann kombinieren, dribbeln und selbst gefährlich werden. Auch wenn er das bei der Europameisterschaft im biederen französischen System bisher noch nicht zeigen konnte.

ran-Einschätzung: Geht Davies, ist Hernandez wohl der bestmögliche Ersatz für den FC Bayern.

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Giorgi Mamardashvili

Der Torwart stand in der Vergangenheit immer mal wieder beim FC Bayern zur Debatte. Mit dem zunehmenden Alter und der immer kritischeren Betrachtung von Manuel Neuer könnte es in den kommenden Jahren einen neuen Torhüter auf Topniveau brauchen.

Ganz so weit ist Giorgi Mamardashvili noch nicht. Doch sowohl bei dieser EM mit Georgien als auch im Alltag beim FC Valencia zeigt der 23-Jährige, dass sein Potenzial enorm ist. Er ist ein wesentlicher Bestandteil des georgischen Erfolgs bei der Europameisterschaft und wird auch im Achtelfinale gegen Spanien im Mittelpunkt stehen.

ran-Einschätzung: Neuer zu ersetzen ist fast unmöglich. Mit Mamardashvili hätte man aber zumindest einen der besten Torhüter seiner Altersklasse verpflichtet. Da Neuer noch mindestens eine Saison spielen wird, ist die Baustelle aber auch nicht akut. Zudem hat Bayern in Alexander Nübel noch einen weiteren potenziellen Neuer-Nachfolger unter Vertrag. Es wäre ein Transfer mit Weitsicht, der mit dem restlichen Budget im Einklang laufen müsste.

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Wer könnte noch zum Thema werden?

Auch Hakan Calhanoglu wurde zuletzt mit den Bayern in Verbindung gebracht, doch die Gerüchte kühlten schnell wieder ab. Es ist auch fraglich, inwiefern der Türke dem Mittelfeld des FC Bayern noch eine neue Note geben könnte.

Interessanter ist der Blick auf den einen oder anderen jüngeren Spieler. So überragte beispielsweise Innenverteidiger Riccardo Calafiori, der aktuell beim FC Bologna unter Vertrag steht. Erste Gerüchte gibt es bereits, zeigt er weiterhin solch starke Leistungen, wird er aber neben den Bayern und Real Madrid noch weitere Topklubs auf sich aufmerksam machen.

Wenige und sehr lose Gerüchte gibt es zudem um Nico Williams. Der 21-jährige Spanier spielt bisher eine sehr starke Europameisterschaft. Zwar ist seine Entscheidungsfindung bei der letzten Aktion noch ausbaufähig, doch Williams soll laut der "Sport" eine Ausstiegsklausel besitzen, die bei 58 Millionen Euro liegt. Kein Schnäppchen, aber sehr wohl eine Investition in eine Zukunftsaktie, die schnell explodieren könnte. Und das wiederum passt doch recht gut zum Kurs, den Christoph Freund und Max Eberl angesteuert haben.

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