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Hamburger SV: VAR-Wutrede von HSV-Trainer Merlin Polzin nach Niederlage in Freiburg: "Ist mir absolut unerklärlich"

  • Veröffentlicht: 10.01.2026
  • 21:49 Uhr
  • SID

Großer Frust beim HSV: Nach der Niederlage in Freiburg schimpft Trainer Merlin Polzin über Schiedsrichter und VAR. Eine umstrittene Szene entscheidet das Spiel und der HSV bleibt weiter ohne Auswärtssieg.

Merlin Polzin wetterte massiv im Breisgauer Schneetreiben. "Ich habe es mehrfach gesehen aus verschiedenen Perspektiven. Es ist mir absolut unerklärlich. Unser Spieler wird im Gesicht getroffen mit dem Ellbogen", schimpfte der Trainer des Hamburger SV nach dem 1:2 (0:0) beim SC Freiburg über Schiedsrichter Timo Gerach und den VAR: "Es ist mir unerklärlich, wie nach einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren."

Die Aufregung Polzins resultierte aus der Szene direkt vor dem entscheidenden Treffer der Freiburger durch den eingewechselten Igor Matanovic (83.).

Bei einem Kopfballduell wurde der Hamburger Jordan Torunarigha vom Freiburger Johan Manzambi mit dem Ellbogen getroffen. Der Pfiff Gerachs blieb aber ebenso aus wie ein Veto des Videoassistenten Arne Aarnink.

So startete der HSV auch ins neue Jahr als Auswärts-Punktelieferant. Mit zehn Mann verlor der Aufsteiger trotz Führung zu Wiederbeginn der Bundesliga und wartet seit fast acht Jahren auf einen Erstligasieg in der Fremde.

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Im ersten Spiel seit dem überraschenden Rückzug von Sportvorstand Stefan Kuntz hatte Daniel Elfadli die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (51.) gesehen.

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Bundesliga: Freiburgs Sieg "ein Stück weit glücklich"

Vincenzo Grifo per Foulelfmeter (53.) und der gebürtige Hamburger Matanovic (83.) trafen für die Freiburger, die seit elf Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen sind. Der HSV bleibt in der laufenden Saison das einzige Team ohne Dreier auf gegnerischem Platz.

Die Norddeutschen, bei denen der frühere Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick als Kuntz-Nachfolger im Gespräch sind, holten auswärts bisher nur zwei von 24 möglichen Punkten. Die Führung durch Luka Vuskovic (49.) brachte nichts.

"Es war ein kompliziertes Spiel, der Sieg vielleicht ein Stück weit glücklich", sagte der Freiburger Sportvorstand Jochen Saier: "Wir haben es über die Ziellinie geschoben, gequält und gekämpft. Es war nicht unser allerbestes Spiel. Am Ende haben wir die Punkte, das tut sehr gut."

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SC-Verteidiger Kübler trifft die Latte

Die Hamburger, bei denen Sturm-Neuzugang Damion Downs (Leihgabe des FC Southampton) in der Startelf stand, hatten gleich in der Anfangsphase großes Glück. Der frei vor dem HSV-Tor aufgetauchte SC-Außenverteidiger Lukas Kübler traf nur die Latte (9.).

Die Gäste kamen nicht ins Spiel. Freiburg drängte die Hamburger fast durchgehend in die Defensive. In der 19. Minute vergab Lucas Höler die nächste gute Gelegenheit für den Sport-Club. Vier Minuten später scheiterte der Angreifer erneut am Hamburger Torhüter Daniel Heuer Fernandes.

Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Hamburger besser, die Hanseaten profitierten dabei von Fehlern der Freiburger im Aufbauspiel. Der HSV kam zu ein paar Abschlüssen, richtig gefährlich wurde es für SC-Keeper Noah Atubolu aber nicht.

Hamburger Abwehrschlacht wird nicht belohnt

Das änderte sich gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Nach einer Ecke von Miro Muheim war Vuskovic mit dem Kopf zu Stelle. Freiburg antwortete umgehend. Nach dem Foul von Elfadli an Höler traf Grifo vom Punkt, obwohl Heuer Fernandes seine Hand am Ball hatte.

Danach begann die Abwehrschlacht der Gäste in Unterzahl, der gebürtige Hamburger Matanovic sorgte dennoch für den SC-Sieg.

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