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Deutscher Fussball in der krise

DFB – Reform im Kinderfußball: Polemik statt Inhalt! Watzkes Kritik geht am Thema vorbei

  • Veröffentlicht: 07.09.2023
  • 22:05 Uhr
  • Justin Kraft
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Hans-Joachim Watzke und zahlreiche andere Persönlichkeiten des deutschen Fußballs kritisieren die Reform im Kinderfußball durch den DFB. Doch diese Kritik geht häufig am Thema vorbei.

Von Justin Kraft

"Unfassbar". Mit diesem Wort umschrieb Hans-Joachim Watzke die Reform im Jugendfußball, die beim DFB ab 2024 umgesetzt werden soll. Aber dabei beließ es der 64-Jährige nicht.

"Für mich nicht nachvollziehbar", "grundsätzlich falscher Ansatz", "demnächst spielen wir dann noch ohne Ball. Oder wir machen den eckig, damit er den etwas langsameren Jugendlichen nicht mehr wegläuft" – der erste Vizepräsident des DFB bediente sich an einem ganzen Koffer voller Polemik.

So polemisch, dass sich der Verband zu einer schnellen Replik gezwungen sah. "In den neuen Spielformen im Kinder- und Jugendfußball wird Leistung gefordert und durch die unmittelbare Rückmeldung des Gewinnens und Verlierens gefördert", wird Hannes Wolf, Direktor "Nachwuchs, Training und Entwicklung", in einer Mitteilung des DFB dazu zitiert.

Watzke hat sich mit seinen Aussagen eingereiht in eine Riege von Funktionären und ehemaligen Sportlern, die ebenfalls kritisch auf die Reform blicken.

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Die Debatte um die Zukunft des deutschen Fußballs hat bisweilen oberflächliche Züge angenommen. Doch wie berechtigt ist der Aufschrei? Und was soll durch die Reform tatsächlich verändert werden?

DFB: Was soll sich durch die Reform im Kinderfußball verändern?

Nach einer zweijährigen Pilotphase erfolgt zur Saison 2024/25 die Umsetzung neuer Spielformen im Kinderfußball. Diese lösen die bisherigen Wettbewerbsangebote in der G-, F- und E-Jugend ab. Sie betreffen also Kinder in den Altersklassen von der U6 bis zur U11.

In der G-Jugend (U6/U7) wird laut DFB im Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei auf kleinen Spielfeldern gespielt. Gespielt wird auf vier Mini-Tore. Nach jedem Tor wird automatisch ein Teammitglied gewechselt. Gespielt wird in Turnierformaten. Die Gewinnerteams gehen jeweils ein Spielfeld weiter, die Verliererteams eines zurück, was zu ausgeglichenen Duellen führen soll.

In der F-Jugend (U8/U9) ist es ähnlich wie bei der G-Jugend – allerdings wird entweder im Drei-gegen-Drei oder im Fünf-gegen-Fünf gespielt. Beim Fünf-gegen-Fünf gibt es die Option, auf Kleinfeldtore zu spielen statt auf je zwei Minitore – dann mit vier Feldspieler*innen plus Torhüter*in.

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U21-Nationalmannschaft: Der deutsche Kader für die Spiele gegen Ukraine und Kosovo

<strong>Der Kader der deutschen U21 im Überblick</strong><br>
                Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist in der kommenden Länderspielpause gegen die Ukraine&nbsp;<a target="_blank" href="https://www.ran.de/sports/fussball/u21-freundschaft/livestreams/u21-nationalmannschaft-laenderspiel-deutschland-kosovo-livestream-prosiebenmaxx-ran-318520">(Freitag ab 17:45 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de</a>) und den Kosovo (<a target="_blank" href="https://www.ran.de/sports/fussball/u21-em-qualifikation/livestreams/u21-nationalmannschaft-laenderspiel-deutschland-ukraine-livestream-prosiebenmaxx-ran-318521">Dienstag ab 18:30 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de</a>) gefordert. <em><strong>ran</strong></em> zeigt den Kader von Coach Antonio Di Salvo.
Der Kader der deutschen U21 im Überblick
Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist in der kommenden Länderspielpause gegen die Ukraine (Freitag ab 17:45 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de) und den Kosovo (Dienstag ab 18:30 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de) gefordert. ran zeigt den Kader von Coach Antonio Di Salvo.
© Beautiful Sports
<strong>#1 Jonas Urbig</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 20<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 0
#1 Jonas Urbig
• Position: Torwart
• Alter: 20
• Verein: SpVgg Greuther Fürth
• U21-Länderspiele: 0
© 2023 Getty Images
<strong>#2 Jamil Siebert</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 18<br>• Verein: Fortuna Düsseldorf<br>• U21-Länderspiele: 0
#2 Jamil Siebert
• Position: Abwehr
• Alter: 18
• Verein: Fortuna Düsseldorf
• U21-Länderspiele: 0
© Moritz Müller
<strong>#3 Nathaniel Brown</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: 1. FC Nürnberg<br>• U21-Länderspiele: 0
#3 Nathaniel Brown
• Position: Abwehr
• Alter: 20
• Verein: 1. FC Nürnberg
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#4 Bright Akwo Arrey-Mbi</strong><br>
                • Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: Hannover 96<br>• U21-Länderspiele: 0
#4 Bright Akwo Arrey-Mbi
• Position: Abwehr
• Alter: 20
• Verein: Hannover 96
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#5 Tan-Kenneth Schmidt</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 21<br>• Verein: SC Freiburg<br>• U21-Länderspiele: 1
#5 Tan-Kenneth Schmidt
• Position: Abwehr
• Alter: 21
• Verein: SC Freiburg
• U21-Länderspiele: 1
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<strong>#6 Eric Martel</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: 1. FC Köln<br>• U21-Länderspiele: 10
#6 Eric Martel
• Position: Mittelfeld
• Alter: 21
• Verein: 1. FC Köln
• U21-Länderspiele: 10
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<strong>#7 Ansgar Knauff</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: Eintracht Frankfurt<br>• U21-Länderspiele: 9
#7 Ansgar Knauff
• Position: Mittelfeld
• Alter: 21
• Verein: Eintracht Frankfurt
• U21-Länderspiele: 9
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<strong>#8 Merlin Röhl</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: SC Freiburg<br>• U21-Länderspiele: 0
#8 Merlin Röhl
• Position: Mittelfeld
• Alter: 21
• Verein: SC Freiburg
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#9 Nicolo Tresoldi</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 19<br>• Verein: Hannover 96<br>• U21-Länderspiele: 0
#9 Nicolo Tresoldi
• Position: Angriff
• Alter: 19
• Verein: Hannover 96
• U21-Länderspiele: 0
© Jan Huebner
<strong>#10 Nick Woltemade</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 21<br>• Verein: Werder Bremen<br>• U21-Länderspiele: 0
#10 Nick Woltemade
• Position: Angriff
• Alter: 21
• Verein: Werder Bremen
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#11 Youssoufa Moukoko</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 18<br>• Verein: Borussia Dortmund<br>• U21-Länderspiele: 6
#11 Youssoufa Moukoko
• Position: Angriff
• Alter: 18
• Verein: Borussia Dortmund
• U21-Länderspiele: 6
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<strong>#12 Tjark Ernst</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 20<br>• Verein: Hertha BSC<br>• U21-Länderspiele: 0
#12 Tjark Ernst
• Position: Torwart
• Alter: 20
• Verein: Hertha BSC
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#13 Tom Alexander Rothe</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 18<br>• Verein: Holstein Kiel<br>• U21-Länderspiele: 0
#13 Tom Alexander Rothe
• Position: Abwehr
• Alter: 18
• Verein: Holstein Kiel
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#14 Linus Gechter</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 19<br>• Verein: Hertha BSC<br>• U21-Länderspiele: 0
#14 Linus Gechter
• Position: Abwehr
• Alter: 19
• Verein: Hertha BSC
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#15 </strong><strong>Colin Noah Kleine-Bekel</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: Holstein Kiel<br>• U21-Länderspiele: 0
#15 Colin Noah Kleine-Bekel
• Position: Abwehr
• Alter: 20
• Verein: Holstein Kiel
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#16 Clemens Riedel</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: SV Darmstadt<br>• U21-Länderspiele: 0
#16 Clemens Riedel
• Position: Abwehr
• Alter: 20
• Verein: SV Darmstadt
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#17 Brajan Gruda</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 19<br>• Verein: 1. FSV Mainz 05<br>• U21-Länderspiele: 0
#17 Brajan Gruda
• Position: Angriff
• Alter: 19
• Verein: 1. FSV Mainz 05
• U21-Länderspiele: 0
© Sven Simon
<strong>#18 Robert Wagner</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 20<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 0
#18 Robert Wagner
• Position: Mittelfeld
• Alter: 20
• Verein: SpVgg Greuther Fürth
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#19 Tim Lemperle</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 21<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 2
#19 Tim Lemperle
• Position: Angriff
• Alter: 21
• Verein: SpVgg Greuther Fürth
• U21-Länderspiele: 2
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<strong>#20 Paul Nebel</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 20<br>• Verein: Karlsruher FC<br>• U21-Länderspiele: 0
#20 Paul Nebel
• Position: Mittelfeld
• Alter: 20
• Verein: Karlsruher FC
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#21 Maximilian Beier</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 20<br>• Verein: TSG Hoffenheim<br>• U21-Länderspiele: 0
#21 Maximilian Beier
• Position: Angriff
• Alter: 20
• Verein: TSG Hoffenheim
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#22 Tim Breithaupt</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: FC Augsburg<br>• U21-Länderspiele: 0
#22 Tim Breithaupt
• Position: Mittelfeld
• Alter: 21
• Verein: FC Augsburg
• U21-Länderspiele: 0
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<strong>#23 Felix Gebhardt</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 21<br>• Verein: Jahn Regensburg<br>• U21-Länderspiele: 0
#23 Felix Gebhardt
• Position: Torwart
• Alter: 21
• Verein: Jahn Regensburg
• U21-Länderspiele: 0
© foto2press
<strong>Der Kader der deutschen U21 im Überblick</strong><br>
                Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist in der kommenden Länderspielpause gegen die Ukraine&nbsp;<a target="_blank" href="https://www.ran.de/sports/fussball/u21-freundschaft/livestreams/u21-nationalmannschaft-laenderspiel-deutschland-kosovo-livestream-prosiebenmaxx-ran-318520">(Freitag ab 17:45 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de</a>) und den Kosovo (<a target="_blank" href="https://www.ran.de/sports/fussball/u21-em-qualifikation/livestreams/u21-nationalmannschaft-laenderspiel-deutschland-ukraine-livestream-prosiebenmaxx-ran-318521">Dienstag ab 18:30 Uhr live auf ProSiebenMAXX und ran.de</a>) gefordert. <em><strong>ran</strong></em> zeigt den Kader von Coach Antonio Di Salvo.
<strong>#1 Jonas Urbig</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 20<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#2 Jamil Siebert</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 18<br>• Verein: Fortuna Düsseldorf<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#3 Nathaniel Brown</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: 1. FC Nürnberg<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#4 Bright Akwo Arrey-Mbi</strong><br>
                • Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: Hannover 96<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#5 Tan-Kenneth Schmidt</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 21<br>• Verein: SC Freiburg<br>• U21-Länderspiele: 1
<strong>#6 Eric Martel</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: 1. FC Köln<br>• U21-Länderspiele: 10
<strong>#7 Ansgar Knauff</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: Eintracht Frankfurt<br>• U21-Länderspiele: 9
<strong>#8 Merlin Röhl</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: SC Freiburg<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#9 Nicolo Tresoldi</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 19<br>• Verein: Hannover 96<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#10 Nick Woltemade</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 21<br>• Verein: Werder Bremen<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#11 Youssoufa Moukoko</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 18<br>• Verein: Borussia Dortmund<br>• U21-Länderspiele: 6
<strong>#12 Tjark Ernst</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 20<br>• Verein: Hertha BSC<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#13 Tom Alexander Rothe</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 18<br>• Verein: Holstein Kiel<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#14 Linus Gechter</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 19<br>• Verein: Hertha BSC<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#15 </strong><strong>Colin Noah Kleine-Bekel</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: Holstein Kiel<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#16 Clemens Riedel</strong><br>• Position: Abwehr<br>• Alter: 20<br>• Verein: SV Darmstadt<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#17 Brajan Gruda</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 19<br>• Verein: 1. FSV Mainz 05<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#18 Robert Wagner</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 20<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#19 Tim Lemperle</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 21<br>• Verein: SpVgg Greuther Fürth<br>• U21-Länderspiele: 2
<strong>#20 Paul Nebel</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 20<br>• Verein: Karlsruher FC<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#21 Maximilian Beier</strong><br>• Position: Angriff<br>• Alter: 20<br>• Verein: TSG Hoffenheim<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#22 Tim Breithaupt</strong><br>• Position: Mittelfeld<br>• Alter: 21<br>• Verein: FC Augsburg<br>• U21-Länderspiele: 0
<strong>#23 Felix Gebhardt</strong><br>• Position: Torwart<br>• Alter: 21<br>• Verein: Jahn Regensburg<br>• U21-Länderspiele: 0

Ab der E-Jugend (U10/U11) wird im Fünf-gegen-Fünf oder im Sieben-gegen-Sieben gespielt. Ersteres folgt den gleichen Regeln wie in der F-Jugend: Zwei Kleinfeldtore oder vier Minitore. Im Sieben-gegen-Sieben wird auf zwei Kleinfeldtore gespielt. Empfohlen wird vom Verband eine Turnierform mit vier Teams. "Für die Einwechselspieler*innen sollen Nebenspielfelder für ein Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei aufgebaut werden", schreibt der DFB weiter. In der G- und F-Jugend wird es keine Meisterschaftsrunde geben.

DFB: Was sind die Gründe für die Reform im Kinderfußball?

Der Verband beschreibt "das Spielen mit dem Ball am Fuß und das Erzielen von Toren" als "die zentralen Gründe, warum so viele Kinder und Jugendliche Freude am Fußball haben". Die neuen Spielformen sollen das fördern.

Aus Sicht des DFB würden die Veränderungen dazu führen, dass die individuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt gestellt wird. Auf Meisterschaftsrunden verzichte man in den ersten beiden Altersklassen, "um den Leistungsdruck zu minimieren und die sportliche Entwicklung der Kinder stärker in den Vordergrund zu rücken".

Die Reform sei eine kindgerechtere Art des Fußballs. Dabei beruft sich der DFB auf die Erfahrungen, die in der Pilotphase gemacht wurden.

"Das Feedback der Kinder war und ist sehr positiv", heißt es auf der Website des Verbands. Viele Untersuchungen hätten gezeigt, dass zu früh zu viel Wert auf Taktik gelegt werde, "worunter die Ausbildung der fußballerischen Grundlagen leidet".

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DFB: Was ist die Kritik an der Reform im Kinderfußball?

Fokussiert wird sich auf der Seite derjenigen, die die Reform kritisieren, vor allem auf vermeintlich fehlende Ergebnisse.

"Wir sind eine Generation, die nur noch den weichen und seichten Weg geht", meinte beispielsweise Steffen Baumgart im "WDR". "Es ist doch nicht schlimm, wenn ein Kind verliert", so der Trainer des 1. FC Köln weiter: "Es muss doch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Ich muss doch lernen, Spaß an dem Sport zu haben, nicht nur, wenn ich zehn Tore schieße."

Wir sind eine Generation, die nur noch den weichen und seichten Weg geht

Steffen Baumgart über die DFB-Reform im "WDR"

Ein großer Teil der Kritik konzentriert sich also darauf, dass Kinder nicht lernen würden, mit Niederlagen und Siegen umzugehen. Damit äußern die genannten Kritiker ein Gefühl und die Sorge, dass Leistung in der Gesellschaft grundsätzlich an Bedeutung verliere. Dass der Sport in Deutschland auch deshalb in der Krise stecke, weil die Ausbildung nicht mehr konsequent oder hart genug sei.

Ein Thema, das auch weit über den Fußball hinausgeht. "Besser werden, der Erste sein. Das gibt es nicht", sagte beispielsweise der Olympiasieger und dreimalige Weltmeister im Diskuswerfen Robert Harting der "Bild". Dabei bezog er sich zwar nicht auf den DFB, aber auf die Reform der Bundesjugendspiele, bei denen es in Teilen keine exakten Ergebnisse mehr geben wird, um Diskriminierung zu mindern und Freude zu stärken.

DFB: Was ist dran an der Kritik?

Richtig ist, dass es durch die Abschaffung der Meisterschaftsrunden in der G- und F-Jugend keine Tabelle mehr geben wird. Zugleich hat der DFB ein gutes Argument für die Abschaffung auf seiner Seite: Falscher Ehrgeiz war über viele Jahre hinweg im Jugendbereich ein unterschätztes Problem.

Von zahlreichen Trainerinnen und Trainern ist bundesweit immer wieder zu vernehmen, dass die Kinder zu früh unter Druck gesetzt werden – sei es durch die Verantwortlichen bei den Vereinen oder durch Eltern. Zumal ein wichtiger Aspekt der Kritik ins Leere führt: Der Wettkampfcharakter geht nicht zwingend verloren.

"Wenn du am Ende auf Feld eins bist, hast du die ganze Zeit gewonnen", erklärte Wolf auf einer Pressekonferenz im August: "Wenn du auf Feld fünf bist, musst du trainieren, weil du willst ja zumindest auf Feld vier beim nächsten Mal. Das heißt, unmittelbar gibt es die Rückmeldung, ob du gewonnen hast oder verloren." Keiner wolle die Ergebnisse abschaffen.

Nur werden sie mit der Reform ein Stück weit an Bedeutung verlieren, weil es keine Gesamttabelle gibt. Dafür sollen Trainerinnen und Trainern einen Anreiz bekommen, weniger ergebnisorientiert zu coachen und sich mehr auf die Entwicklung aller zu fokussieren. Das könnte unangenehme Situationen verhindern, in denen Erwachsene die Ergebnisse zu ernst nehmen und so Druck auf die Kinder aufbauen.

"Ich als Vater will, dass mein Sohn die ganze Zeit zockt. Die Tabelle ist am Ende des Tages völlig wurscht", sagte Sandro Wagner der "Bild". Wagner ist Teil des Kompetenzteams, das unter der Leitung von Wolf arbeitet und sich unter anderem mit diesen Themen befasst. "Du gibst den Kindern nur Spaß, wenn du sie spielen lässt."

DFB kein Vorreiter: Vorbilder im Ausland

Wichtig ist in diesem Kontext auch, dass der DFB keine verrückten Ideen ausprobiert, die es so noch nicht gegeben hat. Im Gegenteil: Die Spielform ist längst erprobt. In Deutschland gab es Anfang der 2010er vereinzelte Klubs, die das sogenannte "Funino" (Fun, englisch für Spaß; Nino, spanisch für Kind) etabliert haben. Beispielsweise der FC St. Pauli, der kleinere Vereine aus der Umgebung regelmäßig zu Turnieren in diesem Format einlud und das Format auch in der F-Jugend ersetzte.

"Funino schult auf ideale Weise die elementaren Fähigkeiten im Fußball", sagte 2014 der damalige Jugendkoordinator der U7 bis U13 von St. Pauli, Christian Klose, der "Zeit". Ein Vorteil: Das ganzheitliche Spiel losgelöst von Positionen und taktischen Rollen. Angriff und Verteidigung werden von allen übernommen.

In anderen Ländern ist die Spielform im Jugendfußball schon sehr lange etabliert oder zumindest erprobt. Der FC Barcelona begann bereits vor mehr als 30 Jahren damit, Trainer-Legende Arrigo Sacchi ordnete seinerzeit als Sportdirektor Italiens Funino für den Kinderfußball an, weil es "denkende Spieler" produziere.

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DFB-Team: ran-Redakteur stellt auf - Groß muss zentrale Rolle unter Flick bekommen

Hansi Flick und sein Trainerstab müssen sich Gedanken machen. Wer spielt gegen Japan von Anfang an? Die Zeit der Experimente soll vorbei sein, jetzt geht es ans Eingemachte. ran-Redakteur Simon Hartmann hat ebenso darüber gegrübelt, welche elf Kicker Deutschland wieder in die Spur und Hansi Flick fester in den Sattel bringen können.
Hansi Flick und sein Trainerstab müssen sich Gedanken machen. Wer spielt gegen Japan von Anfang an? Die Zeit der Experimente soll vorbei sein, jetzt geht es ans Eingemachte. ran-Redakteur Simon Hartmann hat ebenso darüber gegrübelt, welche elf Kicker Deutschland wieder in die Spur und Hansi Flick fester in den Sattel bringen können.© Ulmer/Teamfoto
<strong>Deutsche Formation für die Partie gegen Japan: 4-2-3-1</strong><br>Gegen Kolumbien versuchte es Hansi Flick mit einer Dreierkette - hat nicht funktioniert. Deutschland war selten erfolgreich, wenn die DFB-Elf mit drei bzw. fünf Verteidigern gespielt hat. Hinten waren die Deutschen konteranfällig und vorne konnte die Überzahl nicht ausgenutzt werden.
Deutsche Formation für die Partie gegen Japan: 4-2-3-1
Gegen Kolumbien versuchte es Hansi Flick mit einer Dreierkette - hat nicht funktioniert. Deutschland war selten erfolgreich, wenn die DFB-Elf mit drei bzw. fünf Verteidigern gespielt hat. Hinten waren die Deutschen konteranfällig und vorne konnte die Überzahl nicht ausgenutzt werden.
© Dünhölter SportPresseFoto
<strong>Torwart: Marc-Andre Ter Stegen (FC Barcelona)</strong><br>Die Torhüterposition ist wohl Hansi Flicks geringste Sorge. Auch in Abwesenheit von Manuel Neuer hat die DFB-Elf zwischen den Stangen mit Ter Stegen einen Weltklasse-Mann. Der Champions-League-Sieger von 2015 sollte auch im Hinblick auf die EM im kommenden Jahr gute Karten auf einen Stammplatz haben. Neuer wird noch brauchen, um sein altes Niveau wieder zu erreichen, während die anderen Kontrahenten Kevin Trapp, Bernd Leno und Oliver Baumann ihm nicht das Wasser reichen können.
Torwart: Marc-Andre Ter Stegen (FC Barcelona)
Die Torhüterposition ist wohl Hansi Flicks geringste Sorge. Auch in Abwesenheit von Manuel Neuer hat die DFB-Elf zwischen den Stangen mit Ter Stegen einen Weltklasse-Mann. Der Champions-League-Sieger von 2015 sollte auch im Hinblick auf die EM im kommenden Jahr gute Karten auf einen Stammplatz haben. Neuer wird noch brauchen, um sein altes Niveau wieder zu erreichen, während die anderen Kontrahenten Kevin Trapp, Bernd Leno und Oliver Baumann ihm nicht das Wasser reichen können.
© FIRO/SID
<strong>Rechter Verteidiger: Benjamin Henrichs (RB Leipzig)</strong><br>Zugegeben: Die allergrößte Auswahl hat Flick auf der rechten Verteidigerposition nicht - muss er aber auch nicht. Mit Benjamin Henrichs hat Deutschland einen guten Mann, der sich momentan in Top-Form befindet. Henrichs ist unter Leipzig-Trainer Marco Rose absolut gesetzt. In dieser Saison konnte der 26-Jährige bereits zwei Scorerpunkte zu einem gelungenen Leipziger Saisonstart beitragen. Eine Alternative zu Henrichs hat Flick gar nicht mitgenommen, er scheint dem Ex-Leverkusener zu vertrauen.
Rechter Verteidiger: Benjamin Henrichs (RB Leipzig)
Zugegeben: Die allergrößte Auswahl hat Flick auf der rechten Verteidigerposition nicht - muss er aber auch nicht. Mit Benjamin Henrichs hat Deutschland einen guten Mann, der sich momentan in Top-Form befindet. Henrichs ist unter Leipzig-Trainer Marco Rose absolut gesetzt. In dieser Saison konnte der 26-Jährige bereits zwei Scorerpunkte zu einem gelungenen Leipziger Saisonstart beitragen. Eine Alternative zu Henrichs hat Flick gar nicht mitgenommen, er scheint dem Ex-Leverkusener zu vertrauen.
© Jan Huebner
<strong>Innenverteidiger: Antonio Rüdiger (Real Madrid)</strong><br>An ihm biss sich selbst ein gewisser Erling Halland in der Champions League die Zähne aus. Egal in welcher Formation, egal gegen welchen Gegner: Antonio Rüdiger muss spielen. Der "Berliner Jung" ist mit seiner Körperlichkeit unverzichtbar für Deutschland. Kommt ein schneller und beweglicher Spieler blockt er ihn weg, kommt ein physisch starker Stürmer auf ihn zu, läuft er ihn ab - der 30-Jährige findet immer eine Lösung.
Innenverteidiger: Antonio Rüdiger (Real Madrid)
An ihm biss sich selbst ein gewisser Erling Halland in der Champions League die Zähne aus. Egal in welcher Formation, egal gegen welchen Gegner: Antonio Rüdiger muss spielen. Der "Berliner Jung" ist mit seiner Körperlichkeit unverzichtbar für Deutschland. Kommt ein schneller und beweglicher Spieler blockt er ihn weg, kommt ein physisch starker Stürmer auf ihn zu, läuft er ihn ab - der 30-Jährige findet immer eine Lösung.
© Schüler
<strong>Innenverteidiger:&nbsp;Malick Thiaw (AC Mailand)</strong><br>Zwei Kleiderschränke für einen Sieg. Groß, breit und bereits in jungen Jahren Legionär: Malick Thiaw ist eine jüngere Version von Antonio Rüdiger. Bereits im zarten Alter von 22-Jahren ist Thiaw Stammspieler beim italienischen Top-Klub AC Mailand. Ihm gehört die Zukunft und die Gegenwart. Auch, weil seine beiden Kontrahenten Niklas Süle und Nico Schlotterbeck in dieser Saison beim BVB noch nicht wirklich überzeugen konnten.
Innenverteidiger: Malick Thiaw (AC Mailand)
Zwei Kleiderschränke für einen Sieg. Groß, breit und bereits in jungen Jahren Legionär: Malick Thiaw ist eine jüngere Version von Antonio Rüdiger. Bereits im zarten Alter von 22-Jahren ist Thiaw Stammspieler beim italienischen Top-Klub AC Mailand. Ihm gehört die Zukunft und die Gegenwart. Auch, weil seine beiden Kontrahenten Niklas Süle und Nico Schlotterbeck in dieser Saison beim BVB noch nicht wirklich überzeugen konnten.
© 2023 Getty Images
<strong>Linker Verteidiger: Robin Gosens (Union Berlin)</strong><br>Wie gut willst du bei deinem neuen Arbeitgeber starten? Robin Gosens: Ja. Zwei Treffer steuerte der Neu-Berliner bei seinem Startelfdebüt gegen Darmstadt zum Union-Sieg bei. Auch aus diesem Grund sollte Gosens gegen Japan spielen. Zwar befindet sich sein Dauerkonkurrent David Raum ebenfalls in guter Form, allerdings weist diese im Defensivverhalten häufig Schwächen auf. Hier hat Gosens einen Vorsprung - obwohl beide beim besten Willen keine defensiven Abräumer sind.
Linker Verteidiger: Robin Gosens (Union Berlin)
Wie gut willst du bei deinem neuen Arbeitgeber starten? Robin Gosens: Ja. Zwei Treffer steuerte der Neu-Berliner bei seinem Startelfdebüt gegen Darmstadt zum Union-Sieg bei. Auch aus diesem Grund sollte Gosens gegen Japan spielen. Zwar befindet sich sein Dauerkonkurrent David Raum ebenfalls in guter Form, allerdings weist diese im Defensivverhalten häufig Schwächen auf. Hier hat Gosens einen Vorsprung - obwohl beide beim besten Willen keine defensiven Abräumer sind.
© Matthias Koch
<strong>Zentrales Mittelfeld: Joshua Kimmich (FC Bayern München)</strong><br>Die vergangenen zwölf Monate waren wohl die schwersten in der Karriere des Joshua Kimmich. Die Kritik an ihm wuchs, zum Symbolbild wurden seine teils meterweit verzogenen Eckbälle. Dennoch: Kimmich ist ein Top-Spieler und lieferte in der letzten Bundesligasaison elf Scorerpunkte als Sechser, wenn das schon eine Krise sein soll, dann würden sich wohl viele andere Fußballer eine solche wünschen. Der DFB sucht einen Anführer - Kimmich hat am ehesten das Potenzial dazu.
Zentrales Mittelfeld: Joshua Kimmich (FC Bayern München)
Die vergangenen zwölf Monate waren wohl die schwersten in der Karriere des Joshua Kimmich. Die Kritik an ihm wuchs, zum Symbolbild wurden seine teils meterweit verzogenen Eckbälle. Dennoch: Kimmich ist ein Top-Spieler und lieferte in der letzten Bundesligasaison elf Scorerpunkte als Sechser, wenn das schon eine Krise sein soll, dann würden sich wohl viele andere Fußballer eine solche wünschen. Der DFB sucht einen Anführer - Kimmich hat am ehesten das Potenzial dazu.
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<strong>Zentrales Mittelfeld: Pascal Groß (Brighton &amp; Hove Albion)</strong> <br>Lange hatte Pascal Groß auf seine Nominierung für das DFB-Team warten müssen, jetzt ist es endlich soweit. Der Rekordtorschütze von Brighton &amp; Hove Albion vereint viele Fähigkeiten in sich. Über 60 Scorerpunkte in fast 200 Premier-League-Spielen sind zudem stark für einen zentralen Mittelfeldspieler. Auch kommen Groß die Durchhänger seiner Kontrahenten zugute: Emre Can ist ein klassischer Abräumer, hat aber wenig Offensivdrang, Ilkay Gündogan fühlt sich auf der Sechs nicht wirklich wohl und Leon Goretzka wurde bekanntlich nicht einmal nominiert.
Zentrales Mittelfeld: Pascal Groß (Brighton & Hove Albion)
Lange hatte Pascal Groß auf seine Nominierung für das DFB-Team warten müssen, jetzt ist es endlich soweit. Der Rekordtorschütze von Brighton & Hove Albion vereint viele Fähigkeiten in sich. Über 60 Scorerpunkte in fast 200 Premier-League-Spielen sind zudem stark für einen zentralen Mittelfeldspieler. Auch kommen Groß die Durchhänger seiner Kontrahenten zugute: Emre Can ist ein klassischer Abräumer, hat aber wenig Offensivdrang, Ilkay Gündogan fühlt sich auf der Sechs nicht wirklich wohl und Leon Goretzka wurde bekanntlich nicht einmal nominiert.
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<strong>Rechter Flügel: Jonas Hofmann (Bayer Leverkusen)</strong><br>Jonas Hofmann ist die Konstanz in Person. Er hat Mal ein gutes Spiel, Mal ein sehr gutes, aber sehr selten eine wirklich schlechte Partie. Auch wenn es ihm so mancher Fan in Mönchengladbach noch übel nimmt, sein Wechsel nach Leverkusen hat sich bisher gelohnt. Auf rechts heißt sein größter Konkurrent Serge Gnabry. Dieser ist aber das genaue Gegenteil von Hofmann - heute Weltklasse, morgen sehr weit davon entfernt.
Rechter Flügel: Jonas Hofmann (Bayer Leverkusen)
Jonas Hofmann ist die Konstanz in Person. Er hat Mal ein gutes Spiel, Mal ein sehr gutes, aber sehr selten eine wirklich schlechte Partie. Auch wenn es ihm so mancher Fan in Mönchengladbach noch übel nimmt, sein Wechsel nach Leverkusen hat sich bisher gelohnt. Auf rechts heißt sein größter Konkurrent Serge Gnabry. Dieser ist aber das genaue Gegenteil von Hofmann - heute Weltklasse, morgen sehr weit davon entfernt.
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<strong>Offensives Mittelfeld: Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)</strong><br>Die wohl am stärksten umkämpfte Position bei Deutschland ist die des Spielmachers. Hier sollte Florian Wirtz seine Chance bekommen.&nbsp; Jamal Musiala ist derzeit noch angeschlagen - und ehrlich gesagt, spricht ein Tor in 23 Einsätzen für die DFB-Elf auch nicht für einen bedingungslosen Stammplatz des Münchners. Prädestiniert für die Spielmacherposition ist Ilkay Gündogan, der Barca-Kicker lässt aber im DFB-Trikot vieles vermissen, was ihn im Verein stark macht. Auch Julian Brandt ist eine Option, wirkt aber oft behäbig und wenig zielstrebig vor dem Tor. Alles in allem ist hier Wirtz die beste Wahl - obwohl, da wäre ja auch noch ein Thomas Müller...
Offensives Mittelfeld: Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)
Die wohl am stärksten umkämpfte Position bei Deutschland ist die des Spielmachers. Hier sollte Florian Wirtz seine Chance bekommen.  Jamal Musiala ist derzeit noch angeschlagen - und ehrlich gesagt, spricht ein Tor in 23 Einsätzen für die DFB-Elf auch nicht für einen bedingungslosen Stammplatz des Münchners. Prädestiniert für die Spielmacherposition ist Ilkay Gündogan, der Barca-Kicker lässt aber im DFB-Trikot vieles vermissen, was ihn im Verein stark macht. Auch Julian Brandt ist eine Option, wirkt aber oft behäbig und wenig zielstrebig vor dem Tor. Alles in allem ist hier Wirtz die beste Wahl - obwohl, da wäre ja auch noch ein Thomas Müller...
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<strong>Linker Flügel: Leroy Sane (FC Bayern München)</strong><br>Es gab Zeiten, da wollten die meisten DFB-Fans Leroy Sane auf der Bank sehen, diese sind wohl vorbei. Nicht Harry Kane, nicht Thomas Müller, Leroy Sane ist zu Saisonbeginn die prägende Figur im Spiel der Bayern. Vielleicht kann er diesen Flow mit zur Nationalmannschaft nehmen, es wäre ihm zu wünschen. Trotz der wesentlich schwächeren Statistiken im Nationaltrikot hat Sane derzeit gegenüber seinem Bayern-Kollegen Serge Gnabry die Nase vorne.
Linker Flügel: Leroy Sane (FC Bayern München)
Es gab Zeiten, da wollten die meisten DFB-Fans Leroy Sane auf der Bank sehen, diese sind wohl vorbei. Nicht Harry Kane, nicht Thomas Müller, Leroy Sane ist zu Saisonbeginn die prägende Figur im Spiel der Bayern. Vielleicht kann er diesen Flow mit zur Nationalmannschaft nehmen, es wäre ihm zu wünschen. Trotz der wesentlich schwächeren Statistiken im Nationaltrikot hat Sane derzeit gegenüber seinem Bayern-Kollegen Serge Gnabry die Nase vorne.
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<strong>Angriff: Kai Havertz (FC Arsenal London)</strong><br>Es ist ein Trauerspiel. In einem Land, welches Vorzeige-Stürmer wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Miroslav Klose hervorbrachte, ist einer die erste Wahl, der im Verein quasi nie als Mittelstürmer agiert. Normalerweise würde hier der Name Niklas Füllkrug stehen, aufgrund einer Sehnenreizung musste der Neu-Dortmunder allerdings von der Nationalmannschaft abreisen. Statt einem Mittelstürmer wie Kevin Behrens, Mergim Berisha oder Youssoufa Moukoko rückte in Thomas Müller ein nomineller Zehner für Füllkrug nach.
Angriff: Kai Havertz (FC Arsenal London)
Es ist ein Trauerspiel. In einem Land, welches Vorzeige-Stürmer wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Miroslav Klose hervorbrachte, ist einer die erste Wahl, der im Verein quasi nie als Mittelstürmer agiert. Normalerweise würde hier der Name Niklas Füllkrug stehen, aufgrund einer Sehnenreizung musste der Neu-Dortmunder allerdings von der Nationalmannschaft abreisen. Statt einem Mittelstürmer wie Kevin Behrens, Mergim Berisha oder Youssoufa Moukoko rückte in Thomas Müller ein nomineller Zehner für Füllkrug nach.
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Hansi Flick und sein Trainerstab müssen sich Gedanken machen. Wer spielt gegen Japan von Anfang an? Die Zeit der Experimente soll vorbei sein, jetzt geht es ans Eingemachte. ran-Redakteur Simon Hartmann hat ebenso darüber gegrübelt, welche elf Kicker Deutschland wieder in die Spur und Hansi Flick fester in den Sattel bringen können.
<strong>Deutsche Formation für die Partie gegen Japan: 4-2-3-1</strong><br>Gegen Kolumbien versuchte es Hansi Flick mit einer Dreierkette - hat nicht funktioniert. Deutschland war selten erfolgreich, wenn die DFB-Elf mit drei bzw. fünf Verteidigern gespielt hat. Hinten waren die Deutschen konteranfällig und vorne konnte die Überzahl nicht ausgenutzt werden.
<strong>Torwart: Marc-Andre Ter Stegen (FC Barcelona)</strong><br>Die Torhüterposition ist wohl Hansi Flicks geringste Sorge. Auch in Abwesenheit von Manuel Neuer hat die DFB-Elf zwischen den Stangen mit Ter Stegen einen Weltklasse-Mann. Der Champions-League-Sieger von 2015 sollte auch im Hinblick auf die EM im kommenden Jahr gute Karten auf einen Stammplatz haben. Neuer wird noch brauchen, um sein altes Niveau wieder zu erreichen, während die anderen Kontrahenten Kevin Trapp, Bernd Leno und Oliver Baumann ihm nicht das Wasser reichen können.
<strong>Rechter Verteidiger: Benjamin Henrichs (RB Leipzig)</strong><br>Zugegeben: Die allergrößte Auswahl hat Flick auf der rechten Verteidigerposition nicht - muss er aber auch nicht. Mit Benjamin Henrichs hat Deutschland einen guten Mann, der sich momentan in Top-Form befindet. Henrichs ist unter Leipzig-Trainer Marco Rose absolut gesetzt. In dieser Saison konnte der 26-Jährige bereits zwei Scorerpunkte zu einem gelungenen Leipziger Saisonstart beitragen. Eine Alternative zu Henrichs hat Flick gar nicht mitgenommen, er scheint dem Ex-Leverkusener zu vertrauen.
<strong>Innenverteidiger: Antonio Rüdiger (Real Madrid)</strong><br>An ihm biss sich selbst ein gewisser Erling Halland in der Champions League die Zähne aus. Egal in welcher Formation, egal gegen welchen Gegner: Antonio Rüdiger muss spielen. Der "Berliner Jung" ist mit seiner Körperlichkeit unverzichtbar für Deutschland. Kommt ein schneller und beweglicher Spieler blockt er ihn weg, kommt ein physisch starker Stürmer auf ihn zu, läuft er ihn ab - der 30-Jährige findet immer eine Lösung.
<strong>Innenverteidiger:&nbsp;Malick Thiaw (AC Mailand)</strong><br>Zwei Kleiderschränke für einen Sieg. Groß, breit und bereits in jungen Jahren Legionär: Malick Thiaw ist eine jüngere Version von Antonio Rüdiger. Bereits im zarten Alter von 22-Jahren ist Thiaw Stammspieler beim italienischen Top-Klub AC Mailand. Ihm gehört die Zukunft und die Gegenwart. Auch, weil seine beiden Kontrahenten Niklas Süle und Nico Schlotterbeck in dieser Saison beim BVB noch nicht wirklich überzeugen konnten.
<strong>Linker Verteidiger: Robin Gosens (Union Berlin)</strong><br>Wie gut willst du bei deinem neuen Arbeitgeber starten? Robin Gosens: Ja. Zwei Treffer steuerte der Neu-Berliner bei seinem Startelfdebüt gegen Darmstadt zum Union-Sieg bei. Auch aus diesem Grund sollte Gosens gegen Japan spielen. Zwar befindet sich sein Dauerkonkurrent David Raum ebenfalls in guter Form, allerdings weist diese im Defensivverhalten häufig Schwächen auf. Hier hat Gosens einen Vorsprung - obwohl beide beim besten Willen keine defensiven Abräumer sind.
<strong>Zentrales Mittelfeld: Joshua Kimmich (FC Bayern München)</strong><br>Die vergangenen zwölf Monate waren wohl die schwersten in der Karriere des Joshua Kimmich. Die Kritik an ihm wuchs, zum Symbolbild wurden seine teils meterweit verzogenen Eckbälle. Dennoch: Kimmich ist ein Top-Spieler und lieferte in der letzten Bundesligasaison elf Scorerpunkte als Sechser, wenn das schon eine Krise sein soll, dann würden sich wohl viele andere Fußballer eine solche wünschen. Der DFB sucht einen Anführer - Kimmich hat am ehesten das Potenzial dazu.
<strong>Zentrales Mittelfeld: Pascal Groß (Brighton &amp; Hove Albion)</strong> <br>Lange hatte Pascal Groß auf seine Nominierung für das DFB-Team warten müssen, jetzt ist es endlich soweit. Der Rekordtorschütze von Brighton &amp; Hove Albion vereint viele Fähigkeiten in sich. Über 60 Scorerpunkte in fast 200 Premier-League-Spielen sind zudem stark für einen zentralen Mittelfeldspieler. Auch kommen Groß die Durchhänger seiner Kontrahenten zugute: Emre Can ist ein klassischer Abräumer, hat aber wenig Offensivdrang, Ilkay Gündogan fühlt sich auf der Sechs nicht wirklich wohl und Leon Goretzka wurde bekanntlich nicht einmal nominiert.
<strong>Rechter Flügel: Jonas Hofmann (Bayer Leverkusen)</strong><br>Jonas Hofmann ist die Konstanz in Person. Er hat Mal ein gutes Spiel, Mal ein sehr gutes, aber sehr selten eine wirklich schlechte Partie. Auch wenn es ihm so mancher Fan in Mönchengladbach noch übel nimmt, sein Wechsel nach Leverkusen hat sich bisher gelohnt. Auf rechts heißt sein größter Konkurrent Serge Gnabry. Dieser ist aber das genaue Gegenteil von Hofmann - heute Weltklasse, morgen sehr weit davon entfernt.
<strong>Offensives Mittelfeld: Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)</strong><br>Die wohl am stärksten umkämpfte Position bei Deutschland ist die des Spielmachers. Hier sollte Florian Wirtz seine Chance bekommen.&nbsp; Jamal Musiala ist derzeit noch angeschlagen - und ehrlich gesagt, spricht ein Tor in 23 Einsätzen für die DFB-Elf auch nicht für einen bedingungslosen Stammplatz des Münchners. Prädestiniert für die Spielmacherposition ist Ilkay Gündogan, der Barca-Kicker lässt aber im DFB-Trikot vieles vermissen, was ihn im Verein stark macht. Auch Julian Brandt ist eine Option, wirkt aber oft behäbig und wenig zielstrebig vor dem Tor. Alles in allem ist hier Wirtz die beste Wahl - obwohl, da wäre ja auch noch ein Thomas Müller...
<strong>Linker Flügel: Leroy Sane (FC Bayern München)</strong><br>Es gab Zeiten, da wollten die meisten DFB-Fans Leroy Sane auf der Bank sehen, diese sind wohl vorbei. Nicht Harry Kane, nicht Thomas Müller, Leroy Sane ist zu Saisonbeginn die prägende Figur im Spiel der Bayern. Vielleicht kann er diesen Flow mit zur Nationalmannschaft nehmen, es wäre ihm zu wünschen. Trotz der wesentlich schwächeren Statistiken im Nationaltrikot hat Sane derzeit gegenüber seinem Bayern-Kollegen Serge Gnabry die Nase vorne.
<strong>Angriff: Kai Havertz (FC Arsenal London)</strong><br>Es ist ein Trauerspiel. In einem Land, welches Vorzeige-Stürmer wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Miroslav Klose hervorbrachte, ist einer die erste Wahl, der im Verein quasi nie als Mittelstürmer agiert. Normalerweise würde hier der Name Niklas Füllkrug stehen, aufgrund einer Sehnenreizung musste der Neu-Dortmunder allerdings von der Nationalmannschaft abreisen. Statt einem Mittelstürmer wie Kevin Behrens, Mergim Berisha oder Youssoufa Moukoko rückte in Thomas Müller ein nomineller Zehner für Füllkrug nach.
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Gerade auf den spanischen Fußball wird häufig neidisch geblickt, wenn in Deutschland wieder Straßenfußballer vermisst werden. Teile der DFB-Reform beinhalten zentrale Aspekte der spanischen Ausbildung. Während die deutsche Ausbildung seit Jahren kritisiert wird. Die logische Gegenfrage wäre also: Wie lässt sich das ändern, wenn sich letztendlich möglichst wenig ändern soll?

DFB: Ein Generationenkonflikt

Deutlich wird in der Debatte vor allem ein Generationenkonflikt. Während es in der modernen Gesellschaft häufig um Wertschätzung, Sensibilität und Spaß im Umgang mit Sport geht, fordern Menschen aus den Generationen von Baumgart und Watzke häufig einen weniger "weichen" Umgang damit.

Vermutlich wird sich dieser Konflikt nicht auflösen lassen. Dennoch ist es bemerkenswert, dass die Kritik häufig am Inhalt der Reform vorbeigeht.

Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick äußerte sich ebenfalls kritisch. Das Ergebnis und das Gewinnen müsse immer im Vordergrund stehen, sagte er laut einem Bericht von "Sport Inside" des "WDR". Der DFB drehe "am völlig falschen Rad".

Interessant: Der Österreichische Fußball-Bund, für den Rangnick arbeitet, setzt "Funino" in seiner Jugendausbildung seit der Saison 2022/23 durch – ebenfalls ohne Tabellen in den jüngsten Jahrgängen.

Wochenlang wurde immer wieder an den eigentlichen Themen der Veränderungen vorbeidiskutiert. Das Thema der fehlenden Meisterschaftsrunde wurde größer gemacht, als es letztendlich wohl notwendig ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass eine fehlende Tabelle die Entwicklung von bis zu neun Jahre alten Kindern negativ beeinflusst?

Es ist aber auch deshalb bemerkenswert, weil jemand wie Watzke als Präsidiumsmitglied des DFB mehr Interesse daran haben sollte, sich sachlich damit auseinanderzusetzen. "Unfassbar" ist in diesem Sinne, dass er von Wolf nun erwarte, "uns in den nächsten ein, zwei Jahren Handlungsalternativen aufzuzeigen". Ausgerechnet Wolf, der ein starker Befürworter dieser Reform ist. Ein Gesamtbild des DFB, das für sich selbst spricht. Mehr Inhalt täte dieser Debatte gut – und weniger Polemik.

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