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EM 2024

Cristiano Ronaldo gefährdet Portugals EM-Erfolg – ein Kommentar

  • Aktualisiert: 02.07.2024
  • 20:43 Uhr
  • Martin Volkmar
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Cristiano Ronaldo verursacht mit seiner Ego-Show beinahe das EM-Aus der Portugiesen. In dieser Verfassung bringt der Altstar die hochtalentierte Mannschaft nicht mehr weiter - im Gegenteil. Ein Kommentar.

Aus Frankfurt berichtet Martin Volkmar

Wieder stand Cristiano Ronaldo am späten Montagabend da, wo er am liebsten steht: Im Mittelpunkt.

Die Bilder des weinenden Superstars nach seinem Elfmeter-Fehlschuss gingen um die Welt, ebenso die von seiner in der Stadionloge leidenden Mutter Maria Dolores.

Es hätte Ronaldos letzter Auftritt bei einer EM-Endrunde sein können, doch Torwart Diogo Costa rettete kurz darauf gegen den frei auf ihn zulaufenden Slowenen Benjamin Sesko und parierte dann im Elfmeterschießen sensationell die ersten drei Strafstöße.

Trotzdem stand nach Portugals hart erkämpften Einzug ins Viertelfinale nicht der Matchwinner im Fokus, sondern einmal mehr der ehemals weltbeste Fußballer.

Ronaldo ist der Fixpunkt, um den sich bei der "Selecao" nach wie vor alles dreht.

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Cristiano Ronaldo ist seit einiger Zeit über seinen Zenit hinaus

Doch nicht erst das Achtelfinale gegen Slowenien hat gezeigt: CR7 ist eher ein Hemmschuh für das mit Talenten gespickte Team.

Auch der 39-Jährige kann die Biologie nicht dauerhaft außer Kraft setzen und ist schon seit einiger Zeit über seinen Zenit hinaus.

Trotzdem traut sich bei den Portugiesen offenbar niemand, dem Nationalhelden diese für ihn bittere Wahrheit zu vermitteln, auch nicht Trainer Roberto Martinez.

CR7: Alternativen Ramos und Jota versauern auf der Bank

Während in Goncalo Ramos von PSG und Diogo Jota von Liverpool zwei Mittelstürmer von internationaler Klasse auf der Ersatzbank versauern, ist "Oldie" Ronaldo in der Spitze gesetzt.

Dort fiel der Saudi-Legionär in den bisherigen Spielen vor allem als "Ego-Shooter" auf, der unbedingt als ältester Torschütze in die EM-Geschichte eingehen will.

Ronaldo schoss aus allen möglichen und vor allem unmöglichen Situationen, ein Treffer gelang ihm aber bisher nicht, weil er für alle sichtbar seinem Alter Tribut zollen muss und meist einen Schritt zu langsam ist.

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Portugal bei EM 2024: Weltklasse-Standardschützen müssen zuschauen

Dafür nimmt er sich jeden Freistoß wie selbstverständlich - während Weltklasse-Standardschützen wie Bruno Fernandes, Bernardo Silva oder auch Joao Felix nur zuschauen dürfen, wie der Altstar mal mehr und mal weniger vorbeischießt.

Entsprechend kam CR7 am Montag auch gar nicht auf die Idee, den Strafstoß in der Verlängerung abzutreten und scheiterte – obgleich gut geschossen – am herausragenden slowenischen Keeper Jan Oblak.

Die Franzosen werden das Ganze mit Interesse beobachtet haben. Ihnen kann es nur recht sein, wenn im Viertelfinale am Freitag ein Gegner mit einem alternden und eher ungefährlichen Mittelstürmer aufläuft.

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Ronaldo: Portugal tut sich keinen Gefallen

Die Portugiesen hingegen tun sich gerade angesichts ihres hochkarätig besetzten Kaders keinen Gefallen mit dem Festhalten an ihrer Ikone.

Immerhin hat Ronaldo offenbar selbst erkannt, dass es Zeit ist, sich von der großen Bühne zu verabschieden.

Die Europameisterschaft in Deutschland werde seine letzte EM sein, kündigte er nach dem Spiel an.

Gut möglich allerdings, dass er aber mit dann 41 Jahren noch die WM 2026 spielen will.

In dem Fall gilt für Portugals Nationalmannschaft das, was bei allen Starrköpfen gilt, die nicht merken, wenn ihre Zeit gekommen ist: Einer muss Ronaldo sagen, dass es vorbei ist.

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