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Europameisterschaft in Deutschland

EM 2024: Welt- und Europameister Joan Capdevila - "Spanien wird Deutschland dominieren"

  • Aktualisiert: 05.07.2024
  • 14:54 Uhr
  • Philipp Kessler
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Der spanische Welt- und Europameister Joan Capdevila spricht im exklusiven ran-Interview vor dem Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien über die Stärken der Spanien, die Chancen der DFB-Elf und die beiden Youngster Jamal Musiala und Lamine Yamal.

Von Philipp Kessler

Olé oder oje? Spanien geht als Favorit ins Viertelfinale der Europameisterschaft am Freitag (18 Uhr im Liveticker auf ran.de) in Stuttgart gegen Deutschland.

Die Furia Roja hat bislang all ihre vier Turnier-Spiele souverän gewonnen.

Aber auch die DFB-Elf legte bereits überzeugende Auftritte hin, zum Beispiel das 5:1 zum Auftakt gegen Schottland.

Allerdings: Den letzten deutschen Sieg gegen Spanien bei großen Turnieren gab es vor mittlerweile 36 Jahren.

Auch Joan Capdevila hat der Nationalmannschaft schon schmerzhafte Niederlagen zugeführt. Bei den Siegen im EM-Finale 2008 in Wien (0:1) und im Halbfinale der WM 2010 in Südafrika (0:1) auf dem Weg zum Titel war der Linksverteidiger Stammspieler.

Im Interview mit ran spricht der 46-Jährige über das kommende Duell mit der DFB-Elf, Wunderkind Lamine Yamal, das bevorstehende Karriereende von Toni Kroos und die Eigenschaften, die eine Turnier-Siegermannschaft mitbringen muss.

ran: Señor Capdevila, Spanien hat bisher als einziges Team bisher jedes seiner EM-Spiele gewonnen. Wer kann Ihre Landsleute eigentlich stoppen?

Joan Capdevila: Ich kann dazu nur eines sagen: Der Fußball ist unberechenbar... Aber ja, Spanien spielt sehr gut. Das stimmt.
 
ran: Was macht die Furia Roja wieder so stark?

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Das Wichtigste in Kürze

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Capdevila: Die Gruppe, die Stärke aller Profis: derer, die mitspielen, und derer, die auch mal der Bank Platz nehmen müssen. Die Mannschaft ist eine eingeschworene Einheit und alle verfolgen nur ein Ziel: den Titel.

ran: Wer sind aus Ihrer Sicht Spaniens Schlüsselspieler?

Capdevila: Rodri im zentralen Mittelfeld. Und die Flügel natürlich.
 
ran: Sie sprechen die Außenbahn an: Die Fußball-Welt staunt über Lamine Yamal. Wie ist Ihre Meinung zum 16-jährigen Wunderkind des FC Barcelona?

Capdevila: Yamal ist zwar noch sehr jung. Aber dafür ist er in seiner Entwicklung schon weit genug fortgeschritten, um zu wissen, wie es ist, auf Elite-Niveau zu spielen.

ran: Bleiben wir bei Zauber-Fußballern: Was halten Sie von DFB-Star Jamal Musiala?

Capdevila: Er ist der wohl unberechenbarste Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Ein Spieler, der den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen kann. Man darf ihn nie aus den Augen verlieren.

ran: Das gilt wohl auch für Toni Kroos.

Capdevila: Stimmt. Wissen Sie, was kurios ist? Es könnte sein letztes Spiel sein, es könnte sein, dass Spanien diesen Spieler, der so lange in La Liga gespielt hat, in den Ruhestand schickt. Klar ist jedenfalls: Er wird nach seinem Karriereende von den Fußballfans auf dem Rasen vermisst werden.
 
ran: Welches Spiel erwarten Sie am Freitag?

Capdevila: Deutschland spielt zwar zu Hause, die Fans werden sie unterstützen. Aber ich denke, Spanien wird das Spiel trotzdem dominieren.

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EM 2024: Kroos spricht über Youngster Yamal

ran: Deutschland hätte gerne Spanien im Turnierbaum vermieden. Die Mannschaft gilt als der wohl größte Konkurrent um den EM-Titel. Wie sehen die Spanier die DFB-Elf?

Capdevila: Wir haben keine Angst vor Deutschland. Aber natürlich hat Spanien Respekt vor einer Mannschaft, die in der Historie immer stark war.
 
ran: Spanien gilt als Angstgegner. Den letzten deutschen Sieg bei großen Turnieren gab es vor 36 Jahren. Sie haben Deutschland mit Spanien bei der Europameisterschaft 2008 im Finale mit 1:0 geschlagen - welche Erinnerungen haben Sie an dieses Spiel?

Capdevila: Die ersten 15 Minuten waren sehr schwierig für uns. Aber insgesamt habe ich natürlich tolle Erinnerungen daran, weil wir gewonnen haben, obwohl Deutschland von Anfang an sehr stark war.

ran: Auch auf dem Weg zum Weltmeister-Titel 2010 standen Sie beim 1:0 im Halbfinale gegen die DFB-Elf über die gesamte Dauer des Spiels auf dem Platz. Was braucht es, um solch große Turniere zu gewinnen?

Capdevila: Man muss konstant Leistung abrufen und in den entscheidenden Momenten stets bereit sein.

ran: 2017 haben Sie Ihre Karriere beendet. Was machen Sie heute?

Capdevila: Als Legende bin ich weiterhin durch RCD Espanyol Barcelona mit dem Fußball verbunden. Zudem startet meine unternehmerische Tätigkeit mit Playgrande. Wir helfen Sportlern, Vereinen und Wettbewerben, ein Image aufzubauen, das die Art und Weise beeinflusst, wie andere sie sehen und über sie denken. Wir entwickeln Personal-Branding-Strategien. Meine Projekte und Auftritte bei Konferenzen werde ich auch weitermachen.

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