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Frauen-Bundesliga

Frauen-Bundesliga - Zäsur im deutschen Fußball! Der FC Bayern München ist die neue Nummer eins - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 23.03.2024
  • 20:32 Uhr
  • Justin Kraft
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Der FC Bayern München schlägt den VfL Wolfsburg im Spitzenspiel der Bundesliga der Frauen mit 4:0. Von einer Wachablösung wollte man vor dem Spiel beim FCB nichts wissen. Doch genau danach fühlt es sich spätestens jetzt an. Ein Kommentar.

Von Justin Kraft

Alexander Straus antwortete auf der Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg langatmig auf die Frage, ob jetzt bald eine Wachablösung im deutschen Fußball der Frauen anstehe. Dass er sich für seine Antworten gern Zeit nimmt, ist Teil seiner Art zu kommunizieren.

Auch in diesem Fall versuchte er wieder, alle Eventualitäten abzuwägen. Von einer Übernahme der Spitzenposition im deutschen Fußball wollte er jedenfalls noch nichts wissen. Zwar sei die Stoßrichtung klar und man sei selbstbewusst genug, um anzugreifen. Doch Wolfsburg habe in den letzten Jahren zu viel geleistet, um sie mit zwei Meisterschaften vom Thron zu stoßen.

Einige Stunden später fühlt es sich dann aber doch genau danach an: Wachablösung im deutschen Fußball der Frauen. Die Bayern haben die Meisterschaft vorentschieden und den VfL mit 4:0 besiegt. Ob der Sieg in der Höhe verdient ist, ist eine müßige Diskussion.

Die Bayern aber zeigten genau das, was sonst Wolfsburg immer auszeichnete: Kaltschnäuzigkeit, Effizienz und eine insgesamt abgeklärte Spielweise. Die Wolfsburgerinnen hingegen liefen vor allem nach dem 0:1-Rückstand viel an, versuchten, irgendwie zurück in die Partie zu finden. Doch wie so oft in dieser Saison: Irgendwie reicht nicht. Schon gar nicht gegen die Bayern.

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Das Wichtigste in Kürze

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Während bei den Münchnerinnen eine klare Identität auf dem Platz zu erkennen ist und sogar noch das Gefühl da ist, dass da in den kommenden Monaten und Jahren noch mehr entstehen kann und entstehen wird, befindet sich der VfL Wolfsburg schon länger im Abwärtstrend.

VfL Wolfsburg und FC Bayern entwickeln sich gegensätzlich

Auch ein Blick auf die Kaderstruktur bestätigt den Eindruck. Schlüsselspielerinnen werden älter. Alexandra Popp (32) fehlte im Topspiel verletzt, Marina Hegering (33) musste noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden, humpelte in die Kabine. Auch Svenja Huth (33) befindet sich in einem Alter, in dem die Frage gestellt werden darf, wie lange sie ihr Niveau noch halten kann. Ihre Karriere beim DFB hat sie jüngst beendet.

Alle drei sind wichtige Säulen des Teams, die es zu ersetzen gilt. Noch schlimmer ist es also, dass mit Dominique Janssen und Lena Oberdorf im Sommer zwei weitere Säulen wegbrechen. Oberdorf wechselt ausgerechnet zum FC Bayern – vielleicht das größte Indiz für den Wechsel an der Spitze Deutschlands.

Das Argument, dass die Bayern jetzt einfach viel Geld investieren würden, ist schnell gemacht. Klar ist, dass der VfL einen Standortnachteil hat. Klar ist aber auch, dass man in den letzten Jahren fußballerisch und sportlich eine entsprechende Entwicklung verpasst hat. Spielerinnen sehen keine Perspektive mehr. Oberdorf hätte beim VfL ähnlich gut verdienen können wie in München, ist von der Vision des FCB aber überzeugter.

Letztendlich ist das eine noch viel größere Abreibung für die Wolfsburgerinnen als die 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern am Samstagabend. Und doch macht beides sehr deutlich, dass die Zukunft aktuell eher den Münchnerinnen gehört.

Für Wolfsburg könnte der kommende Sommer die Situation eher noch verschlimmern. Aktuell erleben wir eine Zäsur im deutschen Fußball. Der Abstand von sieben Punkten in der Bundesliga ist eine Ansage, aber er ist verdient – für beide Teams. Die neue Nummer eins in Deutschland ist der FC Bayern.

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