Fußball
"Im Stich gelassen": Oliver Glasner rechnet mit Bossen von Crystal Palace ab
- Aktualisiert: 18.01.2026
- 09:18 Uhr
- SID
Nach der Ankündigung seines Abschieds lässt Oliver Glasner seinem Frust freien Lauf und schießt heftig gegen die Bosse von Crystal Palace.
Am Freitag verkündete Oliver Glasner seinen Abschied im Sommer, einen Tag später rechnete er gnadenlos mit der Führung von Crystal Palace ab. "Ich habe das Gefühl, wir werden völlig im Stich gelassen", sagte der frühere Erfolgstrainer von Eintracht Frankfurt der "BBC". Er habe sonst immer geschwiegen, aber das könne er nun nicht mehr, "weil ich diese Spieler verteidigen muss".
Doch was war passiert? Beim 1:2 (1:1) beim AFC Sunderland hatte dem Österreicher Kapitän Marc Guehi gefehlt, da er vor einem Wechsel zu Manchester City stehen soll. Bereits im Sommer war Topstar Eberechi Eze kurzfristig an den FC Arsenal verkauft worden. Der Klub befindet sich derzeit in einer Krise: Zuletzt schied der Titelverteidiger im FA Cup beim Sechstligisten Macclesfield aus.
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"Das Schlimmste ist, dass wir unseren Kapitän einen Tag vor einem Premier-League-Spiel verkaufen", schimpfte Glasner, der sich fühlte, als sei der Mannschaft in dieser Saison bereits "zweimal das Herz herausgerissen" worden. "Ich kann keinem Spieler einen Vorwurf machen. Uns stehen 12, 13 Spieler aus dem Kader zur Verfügung, und wir fühlen uns nicht unterstützt."
Glasner lässt Frust freien Lauf
Der Österreicher, der mit Frankfurt 2022 die Europa League gewonnen hatte, ließ seinem Frust freien Lauf. "Ich schaue auf die Bank, kann nicht reagieren, da sitzen nur Kinder", meckerte er. Er habe im Vorfeld mit dem Team "die erste volle Trainingswoche seit September" gehabt, "und dann verkaufen wir unseren Kapitän einen Tag vor dem Spiel. Ich verstehe das überhaupt nicht."
Eine vorzeitigen Abschied schloss Glasner aus. "Nein, niemals, das würde ich nie tun. Ich werde mit dieser Mannschaft bis zum Schluss zusammenbleiben", sagte er. Die Experten der "BBC" erwarten dennoch eine Reaktion der Klubführung. "Ich wäre überrascht, wenn er den Montagmorgen erlebt, geschweige denn das Ende der Saison", sagte der frühere irische Nationaltorhüter Shay Given.