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Nach 28 Jahren

Gianluigi Buffon hört auf: Torwart-Legende tritt ab

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Italiens Torhüter-Legende Gianluigi Buffon beendet seine glanzvolle Fußball-Karriere. Mit einem in den Sozialen Medien veröffentlichten Video kündigt er seinen Rücktritt an.

Mit seinem Engagement in Parma 2021 hatte sich für "Gigi" Buffon ein Kreis geschlossen. In dem Klub hatte er im November 1995 seine Profikarriere begonnen. 28 Jahre später endet sie am gleichen Ort. Seine großen Erfolge aber feierte Buffon mit Juventus Turin.

Bei der Alten Dame stand Buffon mit einer kurzen Unterbrechung von 2001 bis 2021 unter Vertrag, gewann zehnmal den Meistertitel, siebenmal den italienischen Supercup und fünfmal den Pokal. Zweimal stand er mit Juve im Finale der Champions League, beide Male verlor er.

Für die Nationalmannschaft stand er 178-mal zwischen den Pfosten, damit ist er Rekordhalter. Höhepunkt war der WM-Triumph 2006 in Deutschland, sechs Jahre später stand die Squadra Azzurra auch im EM-Finale, verlor aber gegen Spanien. Buffon hält zudem die Bestmarke für die meisten Pflichtspiele im italienischen Fußball vor Paolo Maldini.

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Der Welttorhüter von 2017 stand ursprünglich noch bis 2024 beim Zweitligisten AC Parma unter Vertrag. Laut einer Vereinbarung mit Klubchef Kyle Krause soll er aber selbst entscheiden können, wann er seinen Abschied nimmt.

Es gilt als sicher, dass Buffon nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Delegationschef der italienischen Nationalmannschaft fungieren wird. Verbandschef Gabriele Gravina bezeichnete ihn bereits als den richtigen Mann auf dieser Position.

Buffon: Italiens Nationalheld bei der WM 2006

Dortmunder WM-Stadion, 4. Juli 2006. Das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Italien ist in der Verlängerung. Lukas Podolski kommt an den Ball und zieht in der 111. Minute verdeckt und knallhart aus 13 Metern ab, doch Gianluigi Buffon verhindert mit einem glänzenden Reflex den Rückstand. Fünf Tage später hält die Torwart-Ikone den WM-Pokal in den Händen.

"Ohne Buffon wäre ich nie Weltmeister geworden", sagte dieser Tage Marco Materazzi. Der frühere Bayern-Stürmer Luca Toni bezeichnet Buffon als "Größten der Geschichte". Und Andrea Pirlo, selbst eine Ikone, adelte "Grande Gigi" als "Superman des Weltfußballs. Er ist ein Held unserer Zeiten für immer".

Doch auch für die Helden des Fußballs kommt irgendwann der Moment, sich von ihrer großen Leidenschaft zu verabschieden. Dieser Zeitpunkt ist für Buffon nun gekommen, wie der 45-Jährige am Mittwoch in den Sozialen Netzwerken bestätigte. "Das war's, Leute", schrieb Buffon bei Twitter: "Ihr habt mir alles gegeben. Ich habe euch alles gegeben. Wir haben gemeinsam gewonnen."

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Zuvor hatte die "Gazzetta dello Sport" von der anstehenden Entscheidung des langjährigen Stars von Juventus Turin geschrieben. "Nach 28 Jahren Fußball-Geschichte schließt Buffon das Tor und wird zur Legende. Gigi sagt Basta", schrieb die Gazzetta: "Der WM-Sieger von Berlin 2006 ist zu einem kollektiven Mythos geworden."

"Buffon ist es gelungen, den Mythos Dino Zoff in den Schatten zu stellen", schrieb "Corriere dello Sport". Nun stehe ihm ein neues Leben bevor. Der Weg gilt als vorgezeichnet.

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