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Formel 1

Formel 1: Albtraum für Aston Martin! Fernando Alonso sollte schnellstens zurücktreten - ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 06.03.2026
  • 13:01 Uhr
  • Chris Lugert

Fernando Alonso erlebt bei Aston Martin derzeit ein bitteres Déjà-vu. Der zweimalige Weltmeister wäre gut beraten, einen sofortigen Rücktritt in Betracht zu ziehen, bevor sein Lebenswerk irreparablen Schaden nimmt. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Die aktuelle Situation bei Aston Martin dürfte Fernando Alonso bekannt vorkommen - allerdings ganz und gar nicht aus positiven Gründen. Der Name Honda wird für den Spanier immer mehr zum real existierenden Albtraum, die Geschichte von 2015 wiederholt sich auf fast schon groteske Art und Weise.

Damals wechselte Alonso von Ferrari zu seinem Ex-Team McLaren und hatte große Pläne. Der Rennstall ging eine exklusive Partnerschaft mit Honda ein, um als Werksteam der Japaner an die alten Erfolge der Zeiten mit Ayrton Senna und Alain Prost Ende der 1980er-Jahre anzuknüpfen. Doch das Vorhaben scheiterte krachend.

Der Honda-Motor war entweder zu langsam oder chronisch unzuverlässig oder meistens sogar beides auf einmal. Tiefpunkt war ausgerechnet das Heimrennen des Herstellers in Suzuka, als Alonso das Aggregat während des Rennens als "GP2-Motor" bezeichnete und Honda damit vor der eigenen Haustür demütigte.

Weil Honda es aber schaffte, in den Jahren danach seine Reputation wiederherzustellen und mit Red Bull große Erfolge feierte, wurde es im Formel-1-Paddock durchaus als Coup angesehen, als Aston Martin sich ab 2026 die Japaner als Exklusivpartner ins Haus holte. Werksmotor plus Star-Designer Adrian Newey, der das Chassis entwickelt - das muss doch klappen.

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Fernando Alonso: Sein Vermächtnis steht auf dem Spiel

Dachte wohl auch Alonso. Doch die Realität ist eine andere. Im Freien Training beim Saisonauftakt in Melbourne bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen. In der ersten Session fuhren Alonso und Teamkollege Lance Stroll fast gar nicht, in der zweiten Session war man abgeschlagenes Schlusslicht.

"Es ist eine Phase, in der ich mich sehr machtlos fühle", sagte Newey. Die Mängelliste ist lang. Es gibt nicht genug Batterien, der Motor erzeugt zudem Vibrationen, die offenbar sogar gesundheitsgefährdend sein können. "Honda arbeitet dran. Aber dafür müssen einige grundlegende Dinge angepasst werden. Das braucht Zeit", sagte Newey. Doch wenn dieses Team und gerade Alonso etwas nicht haben, dann ist es Zeit.

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Weshalb dem zweimaligen Weltmeister wohl nichts anderes übrig bleibt, als die Reißleine zu ziehen. Es geht nicht nur um einzelne Rennergebnisse. Das Vermächtnis des Spaniers steht auf dem Spiel. Seine beiden WM-Titel mögen bereits 20 Jahre zurückliegen, doch auch danach war er stets einer der besten Fahrer im Feld.

Doch welcher Eindruck bleibt von seiner Karriere, wenn er sich diesem unwürdigen Schauspiel bei Aston Martin weiter aussetzt? Ein Fahrer seiner Qualität hat es weder verdient noch nötig, derart vorgeführt zu werden. Ein sofortiger Rücktritt wäre deshalb nicht nur verständlich, sondern auch der naheliegende Schritt.

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Fernando Alonso: Desaster statt letztes Hurra

Mit seinen inzwischen 44 Jahren wollte Alonso dank Newey noch einmal um die Spitzenplätze mitfahren und sich mit einem Höhepunkt in den Ruhestand verabschieden. Weiter davon entfernt könnte der Spanier kaum sein. 2026 ist bereits verloren, es fehlt obendrein die Fantasie, wie es 2027 plötzlich die große Kehrtwende geben soll.

Zumal auch das Team selbst kein gutes Bild abgibt. Erst im vergangenen November habe Aston Martin erfahren, dass mehrere führende Ingenieure von Honda das Formel-1-Projekt verlassen haben, berichtete Newey. Die Japaner müssen den historischen Umstieg auf die neuen Aggregate also mit neuem, unerfahrenem Personal meistern, was beim Team aber lange nicht ankam. Professionalität sieht anders aus.

Schon 2015 ging Honda reichlich naiv an die neue Hybrid-Ära heran und versagte. Erst Jahre später holte der Hersteller auf. Womöglich wird es auch dieses Mal so sein, für Alonso aber käme das schlicht zu spät. Auf das wöchentliche Herumdümpeln am Ende des Feldes dürfte er ziemlich genau gar keine Lust haben.

Weshalb seine Devise lauten sollte: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

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