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US Open

US Open - Zverev nach frühem Aus bedient: "Ich muss mir etwas einfallen lassen"

  • Aktualisiert: 31.08.2025
  • 17:37 Uhr
  • SID

Alexander Zverev kassiert bei den US Open eine Abreibung - und grübelt über die Lösung. Es stellt sich die ewige Frage: Wird es noch etwas mit einem Grand-Slam-Titel?

Der malade Rücken als Erklärung, ja Entschuldigung für das frühe US-Open-Aus? Das war Alexander Zverev dann doch zu billig. "Das ist nicht der Grund. Nein, ich habe verloren, weil ich wirklich schlecht gespielt habe", sagte Deutschlands Tennisstar, nachdem er auch bei seinem 39. Anlauf auf einen Grand-Slam-Titel jäh gescheitert war.

Und zwar nicht gegen einen der Dominatoren dieser Tage, Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz, zu denen er sich in Schlagdistanz wähnt(e). Sondern gegen einen Spieler, der deutlich hinter Zverev klassiert ist.

Das 6:4, 6:7 (7:9), 4:6, 4:6 gegen den Weltranglisten-27. Félix Auger-Aliassime in der dritten Runde von New York gab Zverev in den Katakomben der mächtigen Tennisanlage in Queens zu denken.

Auf einen starken ersten Satz folgte ein ausgeglichener zweiter Durchgang, in dem Auger-Aliassime beim Satzball Glück hatte mit einem Netzroller. Laut Zverev habe dies "das ganze Spiel verändert". Einerseits.

Andererseits war Auger-Aliassime der deutlich aktivere Spieler. Der Kanadier, gegen den Zverev von den vorherigen acht Duellen sechs gewonnen hatte, verbuchte deutlich mehr Gewinnschläge (50:29).

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Alexander Zverev scheitert bei US Open: "Habe zu passiv gespielt"

Er spielte sich mit viel Mut in einen Rausch, als das Match noch offen war, während Zverev früh an sich zweifelte, in Passivität und Ratlosigkeit verfiel, im dritten Satz den Schläger zu Boden donnerte. Er habe "im gesamten Turnier kein Ballgefühl gehabt", klagte der Hamburger und stellte fest: "Ich habe zu passiv gespielt, weil ich nichts im Schläger hatte." Wie er das im nächsten Jahr besser machen will? "Ich muss mir etwas einfallen lassen."

Das wird er tatsächlich müssen, denn die Bälle in New York sind für alle in diesem Jahr gleich langsam. Und Zverevs Entwicklung seit dem verlorenen Australian-Open-Finale im Januar gegen Sinner ist bedenklich.

Nach dem Erstrunden-Aus in Wimbledon offenbarte Zverev mentale Probleme und kündigte eine Pause an. Die fiel kurz aus: Nach einer guten Woche stand er wieder auf dem Trainingsplatz, ließ sich von Toni und Rafael Nadal Tipps geben, spielte zwei ordentliche US-Open-Vorbereitungsturniere - um dann beim letzten Major-Turnier des Jahres so früh auszuscheiden wie zuletzt 2018.

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Zverev enttäuscht: Lange nicht weiter weg von der Weltspitze

Zverev ist die Nummer drei der Weltrangliste und wird es wohl auch über das Turnier hinaus bleiben, doch die "Party" von Sinner und Alcaraz kann er in der aktuellen Verfassung nicht mal annähernd "aufmischen", wie Zverev selbst kürzlich formuliert hatte. Die Wahrheit ist: Weiter weg von der absoluten Weltspitze war der Olympiasieger von Tokio lange nicht.

Aus Sicht des deutschen Tennis war es generell ein ganz bitterer Tag in New York: Neben Zverev schieden auch Laura Siegemund und Daniel Altmaier aus. Der 35 Jahre alte Qualifikant Jan-Lennard Struff, der sich in der Nacht auf Montag mit keinem geringeren als Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic messen durfte, ist der letzte Deutsche im Turnier.

Der nationale Fokus wird gewiss weiterhin auf Zverev lasten. Nur er hat das Zeug zum Grand-Slam-Sieger. Aber die Möglichkeiten schwinden.

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