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NFL

Kommentar: Aaron Donald hat die NFL revolutioniert - ein Großer verlässt die Bühne

  • Aktualisiert: 17.03.2024
  • 08:56 Uhr
  • Tim Rausch
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Einer der ganz großen NFL-Spieler verlässt die Bühne und hinterlässt ein wohl nicht zu füllendes Erbe. Ein Kommentar.

Von Tim Rausch

Wie soll ein Spieler beschrieben werden, der in einer Liga voller Ausnahmetalente ein absolutes Ausnahmetalent gewesen ist? Vielleicht beim Spitznamen: "Der Terminator", wie ihn sein Head Coach Sean McVay nannte. 

Und tatsächlich lässt sich anhand dieses Spitznamen die NFL-Karriere von Aaron Donald gut erzählen. Ein scheinbar übermenschlicher Spieler. Schneller, stärker, besser als die Sterblichen in der Liga.  

Es lassen sich an dieser Stelle unendliche viele Statistiken über Aaron Donald anführen, in denen er einen ganz eigenen Maßstab für seine Positionsgruppe setzte.

117 Sacks , 841 Pressures (beides inklusive Playoffs), zehn Pro Bowls, drei Auszeichnungen zum Defensiv-Spieler des Jahres: Zehn Spielzeiten nicht auf Top-Niveau, sondern auf Donald-Niveau. 

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Doch die wohl wichtigste Auszeichnung erhält er am 13. Februar 2022: Super-Bowl-Sieger - natürlich als integraler Bestandteil des Teams.

Aaron Donald als Matchwinner im Super Bowl

In den Schlusssekunden der Partie gegen die Cincinnati Bengals stoppt er erst eigenhändig Running Back Joe Mixon und sorgt ein Play später mit seinem Druck dafür, dass der letzte Bengals-Spielzug in einer Incompletion endet. Es ist der fast etwas zu kitschige Höhepunkt einer großartigen Karriere.

Ein paar Kapitel zuvor macht Donald mit grandiosen Leistungen an der Pittsburgh University auf sich aufmerksam. Im NFL Draft 2014 wird er an zehnter Stelle von den Rams gewählt. Kritiker befürchten, dass er zu klein und leicht für die Position des interior Defensive Liner sein könnte. 

Doch Donald lässt sie schnell verstummen, zählt in seiner Rookie-Saison bereits zum klaren Stammpersonal und erhält die Auszeichnung zum Rookie des Jahres in der Defensive. Sein physisches Gesamt-Paket, gepaart mit einer exzellenten Technik und unermüdlichem Einsatz, entpuppt sich als unaufhaltbar für gegnerische Offensive Liner und Alptraum für Quarterbacks. "Gott sei Dank", schrieb Cardinals-Quarterback Kyler Murray scherzhaft auf der Plattform "X" (ehemalig Twitter) unter den Abschiedspost von Aaron Donald. 

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Aaron Donald revolutioniert Position

Donald legte den Grundstein für eine neue Denkweise auf der Position des interior Defensive Liner. Immer wieder versuchten Teams im NFL Draft den nächsten Aaron Donald zu finden. Und scheiterten dabei oft. 

Neben all den Lobeshymnen und Auszeichnungen, die Donald in den vergangenen Stunden vollkommen zurecht sammelte, sorgte er während seiner Laufbahn auch immer wieder für negative Schlagzeilen. Mehrere Schlägereien, die ihren Höhepunkt in einer Prügelei im Rahmen eines Trainings mit den Bengals fanden, in der Donald mit einem Helm nach einem Gegenspieler schlug, zeichnen ein paar unschöne Szenen in die sonst einwandfreie Bilderbuchkarriere. 

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Donald-Erbe wohl untragbar

Bei den Rams hinterlässt Donald eine wohl nicht zu füllende Lücke. Zahlreiche (ehemalige) Mitspieler führten ihn als großes Vorbild an. Mit seiner Spielweise eröffnete er Teamkollegen immer wieder Räume zum Glänzen und konnte auf eigene Faust Spiele entscheiden.

Er war das Herzstück der Rams-Defensive über die zurückliegenden zehn Spielzeiten. Das Aushängeschild eines Super-Bowl-Teams. 

Aaron Donald spielte zu großen Teilen seiner Karriere so exotisch, so unnatürlich gut, dass er mit nichtmenschlichen Eigenschaften beschrieben werden muss. Und nachdem sich der Terminator nun jahrelang seinen Weg zu gegnerischen Quarterbacks und Running Backs geschlängelt und gebulldozed hat, verlässt er die große Bühne: Als GOAT seiner Position. 

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