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American Football

NFL: Green Bay Packers erleben Playoff-Desaster gegen Bears, das muss Konsequenzen haben! Ein Kommentar

  • Aktualisiert: 11.01.2026
  • 21:34 Uhr
  • Chris Lugert

Die Green Bay Packers erleben im Playoff-Spiel bei den Chicago Bears einen historischen Einbruch. Diese Niederlage darf nicht folgenlos bleiben - auch Head Coach Matt LaFleur muss Antworten liefern. Ein Kommentar.

Von Chris Lugert

Drei Viertel lang sahen die Fans der Green Bay Packers ein Playoff-Spiel ganz nach ihrem Geschmack. Im Spiel der Wild Card Round beim großen Rivalen Chicago Bears sah alles danach aus, als würden die Packers ihrem Gegner eine Lektion in Sachen Postseason-Football erteilen.

Doch dann kam alles anders. Ein historischer Einbruch im letzten Viertel ließ geschockte und ratlose Gesichter zurück. Aus einer 21:3-Führung zur Halbzeit wurde eine 27:31-Niederlage. Allein im letzten Abschnitt ließ Green Bay 25 Punkte zu - das gab es seit dem 14. Dezember 1941 nicht mehr. Gegner damals? Die Chicago Bears.

Erst zum zweiten Mal seit 2000 vergaben die Packers eine Führung von 18 oder mehr Punkten. Somit ist die Saison der Packers zu Ende - doch die Aufräumarbeiten beginnen erst. Und im Zentrum der Analyse muss Matt LaFleur stehen.

Der Vertrag des Head Coaches läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison, bislang standen die Zeichen eher auf Verlängerung. Doch das Desaster von Chicago darf nicht ignoriert werden. Denn LaFleur trägt an der miserablen zweiten Halbzeit eine Hauptschuld.

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Packers at Bears: LaFleur fand keine offensiven Antworten mehr

Die ersten vier Drives im zweiten Durchgang endeten allesamt in einem Punt, in diesen vier Ballbesitzphasen gelang der Packers-Offense nur ein einziges (!) First Down. Dreimal war mit einem Three-and-out ganz schnell wieder Schluss. Statt die Führung souverän zu verwalten, ließen sich die Packers den Schneid abkaufen.

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Die Folge: Die Defense von Green Bay, die drei Viertel lang trotz ihrer vielen Ausfälle ein sensationelles Spiel machte, war quasi pausenlos im Einsatz und brach im letzten Viertel völlig ein. LaFleur fand als offensiver Playcaller kein Mittel mehr, um das sich anbahnende Unheil abzuwenden.

Doch es war nicht nur LaFleur, der diese Niederlage zu verantworten hatte. Kicker Brandon McManus verschoss gleich zwei Field Goals und auch noch einen Extrapunkt, vor allem sein Fehlschuss gut drei Minuten vor dem Ende erwies sich als verheerend. Denn diese fehlenden drei Punkte waren der Grund dafür, warum Green Bay im finalen Drive des Spiels einen Touchdown benötigte, statt ein Field Goal zum Sieg kicken zu können.

"Das wird noch eine Weile wehtun", sagte LaFleur nach dem Spiel. Man habe genügend Chancen gehabt, die Partie zu entscheiden. "Aber wir haben es nicht hinbekommen." Inklusive der Regular Season war es die fünfte Niederlage in Folge für die Packers. Somit steht der Kollaps gegen die Bears sinnbildlich für den Kollaps der kompletten Saison.

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NFL - Parsons-Ausfall tat weh - ist aber nur ein Aspekt

Dass der Absturz just begann, als sich Micah Parsons das Kreuzband riss, ist sicherlich kein Zufall und war ein Tiefschlag, der jede Franchise getroffen hätte. Parsons sollte der Spieler sein, der die Packers von einem guten Team zu einem Contender macht. Und bis zu seiner Verletzung erfüllte er diesen Auftrag perfekt.

Doch im Wild Card Game in Chicago mangelte es nicht an Pass Rush. Immerhin neun Quarterback Hits sammelte die Defense. Es mangelte am Killerinstinkt, eine eigentlich schon entschiedene Partie nach Hause zu bringen. Keine Zweifel mehr aufkommen zu lassen und dem Gegner gar nicht mehr in Aussicht zu stellen, noch ein Comeback schaffen zu können.

Diese Eigenschaften sind nicht abhängig von Verletzungen, sondern sie sind Zeichen einer Mentalität. Wo auf der Gegenseite die Bears unter Ben Johnson bereits im ersten Jahr eine solche Culture entwickelt haben, wirken die Packers auch im siebten Jahr unter LaFleur in diesem Aspekt einfach schlecht gecoacht.

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Denn Fakt ist: Ein Team, das sich selbst als Titelanwärter sieht, darf in den Playoffs keine 18-Punkte-Führung abgeben. Nicht umsonst sind solche Einbrüche in der Postseason selten und daher umso historischer, wenn sie passieren.

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Green Bay Packers: Trennung von LaFleur alternativlos?

LaFleur hat es einst selbst erlebt, im Super Bowl der Saison 2016. Damals war er Quarterbacks Coach der Atlanta Falcons und erlebte hautnah mit, wie die Falcons eine 28:3-Führung verspielten und gegen die New England Patriots verloren. Auch damals war die Mentalität der Patriots der Schlüssel, der die Qualität der Falcons besiegte.

Für die Packers geht es nun nicht nur darum, die Wunden zu lecken. Es geht um die generelle Ausrichtung für die Zukunft. Das Spielermaterial ist vorhanden, um endlich wieder Richtung Super Bowl zu gehen. Doch es braucht einen Head Coach, der nicht nur Spielzüge ansagt, sondern die Einstellung seiner Spieler verändert.

LaFleur konnte bislang nicht nachweisen, dass er dazu in der Lage ist. Liefert er in den kommenden Wochen kein überzeugendes Konzept, das die Lehren aus dieser Saison abbildet, müssen sich die Packers von ihm trennen - und zwar sofort.

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