Viele Parallelen zu 2013
NFL Playoffs 2026: Haben die Seattle Seahawks eine zweite "Legion of Boom"?
- Veröffentlicht: 25.01.2026
- 12:21 Uhr
- Kai Esser
Die Defense der Seattle Seahawks überragt. Sie erinnert nicht nur optisch an die legendäre Legion of Boom, die zwei Mal den Super Bowl erreichte, es gibt auch zahlenmäßig einige Parallelen.
Von Kai Esser
"Defense wins Championships", heißt es in einem altbekannten Sprichwort.
Bei kaum einem Team in den vergangenen Jahren könnte das so klar zutreffen, wie bei den 2025er Seattle Seahawks. Die Defense ist die ganz klare Stärke des Teams von Mike Macdonald, einem ehemaligen Koordinator auf der defensiven Seite.
Das Mantra der Seahawks-Franchise war eigentlich schon immer eine harte Defense. In dieser Saison ist sie besonders hart - und zeigt einige Parallelen zur legendären "Legion of Boom".
Seattle Seahawks auf dem Level von 2013
Nur ein Beispiel: In seiner gesamten Karriere blieben Teams von Kyle Shanahan, seines Zeichens Head Coach der San Francisco 49ers, nur in vier von 149 Spielen ohne eigenen Touchdown. Zwei davon sind die jüngsten beiden Partien gegen die Seahawks.
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Als würde das alleine nicht reichen, lässt sich das auch mit Zahlen untermauern: In nun 18 Saisonspielen ließen die Seahawks nur 16,6 Punkte zu. Nicht nur Spitze der NFL, sondern nur zwei Pünktchen mehr als die Seahawks von 2013, die am Ende dominant den Super Bowl gewannen.
Kurios wird es bei den Yards pro Spiel: 283,1 erlaubte Seattle in dieser Saison - auf das Zehntel genau so viele wie die 2013er Hawks zuließen.
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NFL Playoffs: 2025er Seahawks nur Legion of Boom light
Was die beiden Roster jedoch unterscheidet: Die Legion of Boom ist eine teilweise unerreichte Passing Defense. Richard Sherman, Kam Chancellor und Earl Thomas haben im Verbund nur 172 Passing Yards pro Spiel zugelassen - das war mit klarem Vorsprung Platz eins der NFL.
Dieses Level haben die aktuellen Hawks (noch) nicht. Seattle sortiert sich 2025 in der Passverteidigung mit 193 erlaubten Yards "nur" auf Rang zehn ein. Das damalige Team aus dem Bundesstaat Washington hatte zudem drei Pick Sixes, das diesjährige "nur" einen.
Neben den gestandenen Defensive Backs Coby Bryant und Devon Witherspoon haben die Seahawks jedoch mit Rookie Nick Emmanwori einen weiteren exzellenten Passverteidiger in ihren Reihen, der mutmaßlich nur noch besser wird.
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Wo die diesjährigen Seahawks jedoch stärker sind: beim Pass Rush. Sie haben mehr Sacks als die damaligen Quarterback-Jäger und gewinnen häufiger ihre Duelle gegen die Offensive Line. Sie spielen - sollte das überhaupt möglich sein - etwas physischer an der Line of Scrimmage.
Was beide Teams jedoch eint, ist die Dominanz. Beide Kader können sieben Blowout-Siege mit 15 oder mehr Punkten Unterschied aufweisen. Sie dominieren also - beide dank der Defense, aber dennoch völlig unterschiedlich!
Ihre geistigen Vorgänger haben es zwei Mal in den Super Bowl geschafft, ein großes Erbe also für die Seahawks der Saison 2025. Aber möglich ist es allemal.
Und schaffen sie das, dann haben sie in Zukunft ihren ganz eigenen Spitznamen, für den sie bekannt sein werden.