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NFL: From Worst to Best? Wo die die Division-Schlusslichter in der nächsten Saison einkommen könnten
- Aktualisiert: 13.03.2026
- 15:37 Uhr
- Luis Woppmann
Von den Detroit Lions bis zu den New York Jets - So stehen die Chancen der Division-Schlusslichter in der NFL-Saison 2026 auf den schnellen Turnaround.
von Luis Woppmann
In der NFL-Saison 2025 gab es zwei Franchises, die ihre Division gewannen, obwohl sie in der Spielzeit zuvor noch am anderen Ende der Tabelle standen.
Die Chicago Bears und New England Patriots machten es vor, was es heißt, einen Turnaround binnen einer Offseason zu schaffen.
ran zeigt, wer in diesem Jahr die besten Chancen hat.
AFC East: New York Jets
Es ist das achte mal in zwölf Jahren, dass die New York Jets das Schlusslicht der AFC East waren. Vermutlich dürfte Head Coach Aaron Glenn gar nicht wissen, wo er zuerst anpacken soll: Die Jets stellten sowohl die viertschlechteste Offense als auch die zweitschlechteste Defense in Punkten in der abgelaufenen Saison.
Mit Geno Smith holt man sich seinen ehemaligen Draft-Pick aus 2013 zurück. Dass mit ihm jedoch die Wende kommt, scheint höchst unwahrscheinlich. Ansonsten fokussierte man sich in der Free Agency hauptsächlich auf Verteidiger: Linebacker Demario Davis, Pass Rusher Kingsley Enagbare, Defensive End Joseph Ossai und Defensive Tackle David Onyemata wurden bereits am ersten Tag verpflichtet. Zudem kam Safety Minkah Fitzpatrick per Trade.
Mit Breece Hall konnte man sich im Vorfeld nicht auf einen neuen Vertrag einigen, stattdessen stattete man den Running Back mit dem Franchise-Tag aus. Zusammen mit zwei Draft-Picks in Runde eins ist das zumindest ein guter Anfang. Dennoch wird es wohl weit mehr als eine Offseason brauchen, um eines der Sorgenkinder der NFL wieder zu einem Playoff-Contender zu machen.
Prognose für die nächste Saison: Platz vier
AFC North: Cleveland Browns
In Cleveland findet in dieser Offseason ein massiver Umbruch in der Offensive Line statt, denn alle fünf Starter wurden zu Free Agents. Die Browns haben reagiert und Tackle Tytus Howard per Trade von den Houston Texans geholt.
Zusätzlich könnte die Franchise möglicherweise mit Francis Mauigoa den vermeintlich besten Offensive Tackle dieses Draft-Jahrgangs holen - Cleveland verfügt über den sechsten Pick. Darüber hinaus hapert es vor allem in der Offense. Ob Shedeur Sanders der Franchise-Quarterback für Cleveland sein kann, ist mehr als fraglich.
Das letzte Mal, dass die Browns die AFC North gewonnen haben, war 1989. Im Hinblick auf die starke Konkurrenz wird man vermutlich auch in der nächsten Saison nicht über den vierten Platz hinauskommen.
Der Erfolg der Offense-Rookies Quinshon Judkins und Harold Fannin sowie die Auszeichnung von Linebacker Carson Schwesinger zum Defensive Rookie of the Year der Vorsaison zeigen aber, dass es in Cleveland in die richtige Richtung geht.
Prognose für die nächste Saison: Platz vier
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AFC South: Tennessee Titans
Vor vier Jahren standen die Tennessee Titans noch in der Divisional Round gegen die Cincinnati Bengals und verloren nur knapp mit 19:16. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei, in den vergangenen zwei Jahren hagelte es jeweils eine 3-14 Bilanz.
Mit Robert Saleh wurde ein defensiv-orientierter Head Coachverpflichtet. In der Free Agency konnte man sich unter anderem die Dienste von Wide Receiver Wan'Dale Robinson sichern, der in der abgelaufenen Saison zum ersten mal in seiner Karriere über 1000 Yards fing - mehr als die besten beiden Passempfänger der Titans in der abgelaufenen Saison zusammen. Damit erhält Quarterback und Nummer-eins-Pick von 2025 Cam Ward eine wichtige Anspielstation.
Zudem tat sich auch in der fünftschlechtesten Defense der Liga in Punkten der Vorsaison etwas: In einem Trade mit den Jets bekam man Defensive End Jermaine Johnson, der in seiner Karriere bisher 13 Sacks in 47 Spielen verbuchen konnte. Darüber hinaus konnte man sich mit Cor'Dale Flott und Alontae Taylors gleich zwei Cornerbacks für gutes Geld schnappen. Dennoch wird es auch für die Titans schwer, gegen die restlichen Teams in der AFC South anzukommen.
Prognose für die nächste Saison: Platz vier
AFC West: Las Vegas Raiders
Die Las Vegas Raiders stellten in der abgelaufenen Saison die schlechteste Offense, sowohl in der den Kategorien Yards als auch nach Punkten. Das soll sich mit dem neuen Head Coach Klint Kubiak ändern.
Im Draft wird die Franchise den First-Overall-Pick höchstwahrscheinlich für Fernando Mendoza nutzen in der Hoffnung auf einen neuen Franchise-Quartback.
Nach dem Trade-Drama um Maxx Crosby ist unklar, wie es mit einem der besten Pass-Rusher der Liga weitergeht. Stattdessen konnte man sich die Dienste von Center Tyler Linderbaum sichern, der als einer der besten Spieler auf seiner Position in der NFL gilt.
Auch bei den Raiders ist es schon etwas länger her, dass man die AFC West gewann. Zuletzt gelang das 2002, damals spielte die Franchise noch in Oakland. Im Hinblick auf die Division-Rivalen Denver Broncos, Los Angeles Chargers und Kansas City Chiefs ist auch hier nicht damit zu rechnen, dass es diese Saison weiter nach oben geht.
Prognose für die nächste Saison: Platz vier
NFC East: New York Giants
Dass die New York Giants in der abgelaufenen Saison besser waren, als es ihre Bilanz auf den ersten Blick vermuten lässt, dürften die meisten mitbekommen haben. Die Offense nahm nach der Ernennung von Rookie Jaxson Dart zum Nummer-1-Quarterback richtig Fahrt auf und konnte unter anderem gegen die Los Angeles Chargers und Philadelphia Eagles gewinnen.
Wegen dem fast schon absurd schweren Spielplan kam man im "Big Apple" dennoch nicht über vier Siege hinaus. Der neue Head Coach John Harbaugh nimmt neben Punter Jordan Stout auch Tight End Isaiah Likely von den Baltimore Ravens mit nach New York. Mit Wan'Dale Robinson verliert man allerdings einen verlässlichen Receiver.
Mit guten Free Agency Signings auf den Receiver-Positionen sowie guten Draft-Picks für die Defense könnte in der nächsten Saison einiges möglich sein. Vor allem, wenn die Konkurrenz in der NFC East genauso schwächelt wie in diesem Jahr. Für den ersten Platz wird es wahrscheinlich nicht reichen, dennoch könnten die Giants einen großen Schritt nach vorne machen.
Prognose für die nächste Saison: Platz zwei
NFC North: Detroit Lions
Nachdem die Detroit Lions in den letzten beiden Saisons zuvor die NFC North gewinnen konnten, stürzte man in der vergangenen Spielzeit bis auf den letzten Platz der Division ab. Dass die Franchise nicht auf diesen Platz gehört, ist überflüssig zu erwähnen.
Die Offense belegte trotz der durchwachsenen Ergebnisse noch den vierten Platz in der Liga bei den erzielten Punkten. In der Offseason hat man Running Back David Montgomery zu den Houston Texans getradet, im Gegenzug kommt Center Juice Scruggs nach Detroit. Als Ersatz für Montgomery hat man sich die Dienste von Isiah Pacheco gesichert.
Scruggs ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn es muss sich noch einiges in der Offensive Line tun. Diese schnitt in der abgelaufenen Saison am zweitschlechtesten in der Pass Block Win Rate ab (55,5 Prozent). Diese sagt aus, wie oft Linemen ihre Blocks 2,5 Sekunden oder länger aufrechterhalten können. Sollte diese Schwachstelle behoben werden, wird es für die Lions wieder bergauf gehen.
Prognose für die nächste Saison: Platz eins
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NFC South: New Orleans Saints
Mit Tyler Shough hat man in New Orleans vermutlich seinen Franchise-Quarterback gefunden. Wide Receiver Chris Olave und Tight End Juwan Johnson haben gezeigt, dass sie zwei zuverlässige Targets für den 26-Jährigen sind. In der Free Agency haben sich die Saints mit Travis Etienne den besten verfügbaren Running Back auf dem Markt geholt, nachdem Super-Bowl-MVP Kenneth Walker III. bei den Kansas City Chiefs landete.
Dadurch hat man mit einem Deal die größte Schwachstelle in der Offense beseitigt, auch wenn damit die Tage von Alvin Kamara im Team gezählt sein könnten.
Und auch an der Defense wurde geschraubt: Ex-Bills-Guard David Andrews unterschreibt einen Vierjahresvertrag in New Orleans.
Vor nicht allzu langer Zeit dominierten die Saints noch die NFC South: Von 2017 bis 2020 konnte man die Division gewinnen. Angesichts der ausgeglichenen Kräfteverhältnisse könnte die Franchise in der kommenden Saison gute Chancen haben, einen großen Sprung nach vorne zu machen und in der Division um den Titel mitzuspielen. Die Tampa Bay Buccaneers verloren mit Mike Evans ihren besten Receiver, bei den Atlanta Falcons kämpfen Neuzugang Tua Tagovailoa und Michael Penix Jr. um die Rolle als Starting-Quarterback und die Carolina Panthers sind eine absolute Wundertüte.
Prognose für die nächste Saison: Platz zwei
NFC West: Arizona Cardinals
Gleich drei Mannschaften kämpften bis zum letzten Spieltag der Saison 2025 in der NFC West um den Nummer-1-Seed der NFC. Und dann waren da noch abgeschlagen auf Rang vier mit nur drei Siegen die Arizona Cardinals.
Mit Tyler Allgeier kam in der Free Agency ein solider Running Back von den Falcons. Dadurch sollte die sonst dürftig besetzte Position in der Offense aufgewertet werden. Nach der Entlassung von Kyler Murray suchen die Cardinals allerdings nach einem neuen Starting-Quarterback. Ob Jacoby Brissett das sein, kann ist höchst fragwürdig. Zusätzlich wurde mit Gardner Minshew ein erfahrener Playmaker verpflichtet. Ansonsten besteht vor allem noch in der Offensive-Line Bedarf.
Die Cardinals gewannen die NFC West zuletzt 2015. Bis es wieder soweit ist, dürfte es noch einige Jahre dauern. Die Konkurrenz in Form des Super-Bowl-Siegers Seattle Seahawaks, der Los Angeles Rams und San Francisco 49ers ist einfach zu stark. Da hilft auch der dritte Pick im diesjährigen Draft kurzfristig recht wenig.
Prognose für die nächste Saison: Platz vier
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