Wie geht es mit dem Quarterback weiter?
Pittsburgh Steelers vor Showdown: Die Zukunft von Aaron Rodgers rückt in den Fokus
- Veröffentlicht: 01.01.2026
- 20:35 Uhr
- Christian Stüwe
Verlieren die Pittsburgh Steelers den Playoff-Showdown gegen die Baltimore Ravens, könnte die Karriere des Quarterbacks beendet sein. Allerdings bieten sich Aaron Rodgers zwei spannende Alternativen zum Karriereende.
In der Nacht von Sonntag auf Montag deutscher Zeit kommt es zum Showdown: Die Pittsburgh Steelers empfangen die Baltimore Ravens (2:20 Uhr im Liveticker auf ran.de). Der Gewinner der Partie sichert sich die Krone der AFC North und den letzten verbliebenen Playoff-Platz, der Verlierer verpasst die Postseason.
Das Do-or-die-Spiel wird für die Saisonbewertung beider Teams entscheidend – und für den weiteren Verlauf der Karriere von Aaron Rodgers. Der Quarterback, mittlerweile 42 Jahre alt, hat in der "Steel City" einen Einjahresvertrag unterschrieben.
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Verlieren die Steelers, könnte das Spiel also das letzte in der langen NFL-Karriere von "A-Rod" gewesen sein.
Oder auch nicht. Denn ein Karriereende ist nur eine von drei Optionen, die sich Rodgers in der sehr nahen Zukunft bieten werden.
Die Optionen von Rodgers: Aufhören, verlängern oder den Markt testen
Neben der Möglichkeit, sich in die Football-Rente zu verabschieden, könnte Rodgers auch in Verhandlungen mit den Steelers einsteigen und noch eine oder mehrere Saisons in Pittsburgh dranhängen.
Oder Rodgers wählt Option Nummer drei und testet einmal mehr als Free Agent den Markt aus.
"Ich möchte mich jetzt noch gar nicht so sehr damit beschäftigen", erklärte Rodgers während einer Pressekonferenz am Mittwoch: "Natürlich werde ich mit meiner Frau darüber sprechen. Dann wird hoffentlich eine Entscheidung getroffen, aber ich werde mich dazu jetzt nicht weiter äußern."
Trotzdem ließ Rodgers durchblicken, dass er sich ein zweites Jahr in Pittsburgh durchaus vorstellen könnte.
"Ich habe die Erfahrung hier sehr genossen, alle in Pittsburgh waren fantastisch, auf und neben dem Spielfeld. Es ist wirklich genau das, was ich mir von dieser Zeit hier erhofft hatte. Genaugenommen war es sogar noch besser", erklärte er.
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Auch Tomlins Schicksal könnte vom Ravens-Spiel abhängen
Er verglich die aktuelle Situation der Steelers mit der bei seinem langjährigen Team, den Green Bay Packers, als dort 2019 Matt LaFleur als Head Coach übernommen hatte.
"Wenn ich mir anschaue, wie ich 2019 gespielt habe, und wenn ich mir dann anschaue, wie ich 2020 gespielt habe, war das einfach ein ganz anderes Niveau", erzählte Rodgers und berichtete von einigen Anpassungen, die damals in der Offseason bei den Packers vorgenommen wurden.
Ob eine solche Steigerung auch in Pittsburgh gelingen könnte, wird wohl ebenfalls vom Ausgang des Spiels gegen die Ravens abhängen. Verlieren die Steelers, scheint selbst ein Ende der Ära von Head Coach Mike Tomlin nicht ausgeschlossen. Gewinnen die Steelers und überzeugen in den Playoffs, könnte eine weitere Zusammenarbeit mit Rodgers für alle Seiten Sinn ergeben.
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Rodgers geht von "ein, zwei Optionen" als Free Agent aus
Falls dies nicht gelingen sollte, könnte Rodgers weiterziehen und sich nach den Packers, den New York Jets und Steelers einem vierten Team anschließen. In einer Liga, in der eigentlich immer die Hälfte aller Teams auf Quarterback-Suche ist, könnte der Routinier eine gute Übergangslösung sein - ob als Mentor für ein junges Team oder als fehlendes Puzzleteil für einen Contender.
"Ich habe einen Einjahresvertrag, also wissen wir alle, wie die Situation ist. Wenn die Saison zu Ende ist, werde ich Free Agent sein. Das gibt mir Optionen, wenn ich noch spielen möchte. Nicht viele Optionen, aber es wird Optionen geben. Vielleicht ein oder zwei, wenn ich mich dazu entscheide, weiterspielen zu wollen", sagte Rodgers.
Welche Teams das sein könnten, ist ebenfalls noch völlig offen und wird davon abhängen, wie die Playoffs verlaufen, ob sich Quarterbacks verletzen oder was im Draft im Frühjahr passiert.
So oder so, die Zukunft des exzentrischen Playmakers dürfte auch in dieser Offseason wieder eine der großen Storylines der NFL werden.