PDC Darts World Masters
Darts World Masters: Aus in Runde Eins! Stürzt Michael van Gerwen ab?
- Veröffentlicht: 30.01.2026
- 13:16 Uhr
- Maximilian Kayser
Der erste Tag der Darts World Masters lieferte enge Spiele, aber keine Überraschungen - bis Michael van Gerwen im vorletzten Spiel des Abends in Runde eins an Damon Heta scheiterte.
Von Maximilian Kayser
Mit den Darts World Masters ist das erste Major-Turnier der PDC im Jahr 2026 gestartet. Und der erste Abend bot direkt viele Top-Leistungen der besten Darts-Spieler der Welt: In acht Matches spielten sechs Spieler über 100 Punkte im Average.
Dabei blieben die Überraschungen lange aus, die gesetzte Top 16 der Weltrangliste gab sich trotz einiger enger, hochklassiger Duelle keine Blöße. Im vorletzten Spiel des Abends erwischte es dann ausgerechnet Michael van Gerwen: Der dreimalige Weltmeister musste sich Damon Heta mit 1:3 nach Sätzen geschlagen geben.
Nach einem schweren Jahr 2025 und einer enttäuschenden WM ist es der nächste Rückschlag für den ehemaligen Primus des Dartssports. Im englischen Milton Keynes lieferte van Gerwen mit einem Average von 88,35 Punkten einen Auftritt weit weg von seiner Bestform ab.
Darts World Masters: Van Gerwen auf Doppel schwach
Dabei spielte sein Gegner Heta sogar mit 86,46 einen leicht geringeren Durchschnitt. Doch in den wichtigen Momenten war der Australier da: Im ersten Satz checkte er im entscheidenden Moment 124, als "MvG" 16 Punkte Rest hatte. Nach dem Satzausgleich durch den Niederländer offenbarten sich bei van Gerwen eklatante Doppelschwächen.
Er verpasste einen Satzdart zur Führung, Heta lieferte mit 118 erneut ein High Finish. Sehr ähnlich sah es im entscheidenden vierten Satz aus: "MvG" verpasste zwei Darts auf Doppel, während Heta 101 checkte. Am Ende stand van Gerwens Doppelquote bei enttäuschenden 23,53 Prozent, Damon Heta war hier mit 63,64 Prozent dagegen eiskalt.
Eigentlich fing das Jahr des Niederländers gut an: Bei Einladungsturnieren in Bahrain und Saudi-Arabien zeigte sich van Gerwen in guter Form, gewann die Bahrain Darts Masters und verlor eine Woche später erst im Finale gegen Luke Littler. Allerdings zählten die beiden Turniere nicht in die Order of Merit ein - anders als das World Masters.
Darts – Nathan Aspinall über Fans in Saudi-Arabien: "Nicht freiwillig da"
Externer Inhalt
Michael van Gerwen droht Absturz aus den Top Ten der Darts-Welt
Dieses Jahr wird für "MvG" ein entscheidendes in seiner legendären Karriere: Er verteidigt rund 69 Prozent seines Preisgeldes in der Weltrangliste. Sollte es weiterhin so schlecht laufen wie in Milton Keynes, droht ihm sogar das Abrutschen aus den Top Ten der Order of Merit.
- Michael van Gerwen vor wichtigem Jahr: Warum "Mighty Mike" abstürzen könnte
- Frühes Aus bei der Darts-WM: Michael van Gerwen rechnet mit sich selbst ab
Die weiteren Spiele des Abends boten zum Teil ordentlich Spannung, was auch am besonderen Modus liegt: Wie bei der WM wird im Satz-Modus gespielt - für den Gewinn braucht man aber nur zwei statt drei Legs. Das sorgt für besonders kurze Sätze und Matches, in denen jeder Fehler fatal werden kann.
In besonderer Form zeigte sich Gerwyn Price: Der Waliser spielte mit 108 Punkten den besten Average des Abends und ließ WM-Achtelfinalist James Hurrell kaum eine Chance. Dabei spielte dieser selbst 101 Punkte im Durchschnitt. Am Ende stand dennoch ein 3:0 nach Sätzen.
Darts-WM 2026: Snakebite, Iceman, The Nuke, Hollywood - So kamen die Stars zu ihren Spitznamen
Drama um James Wade: Gegner beschwert sich
Auch Nathan Aspinall spielte gut auf und gewann gegen den irischen Qualifikanten Shane McGuirk nach Rückstand mit 3:1. Starke 106 Punkte standen bei ihm im Average. Besonders spannend wurde es bei Gary Anderson und James Wade: Beide siegten erst durch den Entscheidungssatz.
- Darts - Große Ehre für Niko Springer: PDC verleiht Preise an beste Spieler des Jahres
- Gabriel Clemens verpasst Teilnahme am World Masters knapp - Enttäuschung bei Niko Springer und Co.
Für Drama sorgte das Spiel von Wade gegen Madars Razma: Im Entscheidungssatz traf der Lette die Doppel nicht, trotz starker Leistung musste er sich "The Machine" geschlagen geben. Nach dem Spiel beschwerte sich Razma dann bei "X", weil Wade ihn beim Handshake nach dem Match nicht anschaute.
"Ja, ich komme aus einem kleinen Land und bin kein großer Darts-Champion, aber ich bin mir nicht sicher, dass ich es heute Abend verdient hatte, vom Publikum ausgebuht zu werden und so einen Handshake auf der Stage und Backstage zu bekommen", schrieb der Lette.
Die restlichen acht Erstrundenpartien des World Masters finden an diesem Freitagabend ab 20 Uhr statt. Dann steigt mit Martin Schindler der einzige Deutsche gegen Luke Woodhouse ins Turnier ein. Weltmeister Littler will seine Dominanz fortführen - er spielt gegen Mike de Decker.