Afrika-Cup: So viel Bundesliga steckt im Finale zwischen Marokko und Senegal
Veröffentlicht: 15.01.2026
15:19 Uhr
Tobias Wiltschek
Im Endspiel des Afrika-Cup kommt es nicht nur zum Duell zwischen Marokko und dem Senegal, sondern auch zum Aufeinandertreffen bekannter aktueller und ehemaliger Bundesliga-Stars.
Einen Tag später dürften einige Stars des deutschen Rekordmeisters wieder zusammenkommen – diesmal zum gemeinsamen Fernsehabend. Denn ab 20 Uhr (im Liveticker) steht ihr Teamkollege Nicolas Jackson mit dem Senegal beim Afrika-Cup im Finale.
Gegner ist dann Gastgeber Marokko. Auch die Nordafrikaner haben einige Spieler mit Deutschland-Erfahrung in ihren Reihen.
Wie viel Bundesliga aber steckt wirklich im Endspiel des Africa Cup of Nations? ran hat recherchiert.
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Afrika-Cup - Senegal: Aktuelle und ehemalige Spieler aus der Bundesliga
Nicolas Jackson (FC Bayern München, ausgeliehen vom FC Chelsea)
Der Backup von Harry Kane, den die Bayern für 16,5 Millionen Euro vom FC Chelsea für die laufende Saison ausgeliehen haben, kommt für die Münchner wettbewerbsübergreifend auf fünf Tore in 18 Spielen. Allerdings verbuchte der 24-Jährige bislang nur einen einzigen Einsatz über 90 Minuten – beim 5:1-Sieg in Pafos in der Champions League.
Beim Afrika-Cup, den die Senegalesen 2022 zum bislang einzigen Mal gewannen, kam der Stürmer bislang auf vier Einsätze. Gleich im ersten Spiel beim 3:0-Sieg gegen Botsuana erzielte er zwei Tore. Seitdem hat er nicht mehr getroffen.
Sadio Mane (2022/23 beim FC Bayern München)
Während Jackson der einzige aktuelle senegalesische Bundesliga-Spieler beim Afrika-Cup ist, haben drei weitere bereits Erfahrungen in der deutschen Eliteklasse sammeln können. Der bekannteste ist wohl Sadio Mane. Die Zeit des über 30 Millionen Euro teuren Transfers in München endete jedoch schon nach einem Jahr. In Erinnerung geblieben ist er weniger dank seiner Tore, als vielmehr wegen einer handfesten Kabinenprügelei mit Leroy Sane.
Einen ungleich höheren Stellenwert hat Mane in der Nationalmannschaft. In bislang 123 Länderspielen für den Senegal kommt der Linksaußen auf 52 Tore. Wie wichtig er auch aktuell noch mit seinen 33 Jahren ist, bewies er im Halbfinale des Afrika-Cups, als er sein Team mit dem Goldenen Tor zum 1:0-Sieg gegen Ägypten ins Endspiel schoss.
Auch ein "Kölsche Jung" ist Teil des senegalesischen Nationalteams. Ismail Jacobs kam im Alter von zwölf Jahren zum 1. FC Köln und spielte zwischen 2019 und 2021 für die Profis vom FC. In dieser Zeit kam er auf 43 Bundesliga-Spiele und drei Tore.
Nachdem der Sohn einer Deutschen und eines Senegalesen noch neun U21-Länderspiele für den DFB bestritten hatte, wechselte er anschließend den Verband und kommt bislang auf 26 Länderspiele für den Senegal. Beim Afrika-Cup kommt der Linksverteidiger bislang auf drei Einsätze und eine Torvorlage.
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Afrika-Cup: Ex-Bayern-Star schießt Senegal ins Finale | Highlights
Moussa Niakhate (von 2018 bis 2022 beim 1. FSV Mainz 05)
Die längste Zeit des senegalesischen Quartetts in Deutschland verbrachte Innenverteidiger Moussa Niakhate. Beim 1. FSV Mainz 05 absolvierte er zwischen 2018 und 2022 128 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei immerhin neun Tore.
Im Trikot des Senegal gelang dem 29-Jährigen noch kein Tor. Dennoch gehört er auch bei diesem Afrika-Cup zu den Stammspielern seines Nationalteams und stand in den bisherigen drei K.o.-Spielen jeweils über die kompletten 90 Minuten auf dem Feld.
Afrika-Cup - Marokko: Aktuelle und ehemalige Spieler aus der Bundesliga
Achraf Hakimi (von 2018 bis 2020 ausgeliehen an Borussia Dortmund von Real Madrid)
Auch beim Gastgeber und Halbfinalisten der vergangenen Weltmeisterschaft stehen vier Spieler mit Bundesliga-Erfahrung im Kader. Der wohl bekannteste ist Achraf Hakimi, der von 2018 bis 2020 von Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehen war und mittlerweile eine prägende Figur bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist.
Auch in der Nationalmannschaft gehört er mit 92 Länderspielen zu den absoluten Leistungsträgern. Im Halbfinal-Drama beim Afrika-Cup gegen Nigeria war der Rechtsverteidiger unter den Torschützen im Elfmeterschießen.
Noussair Mazraoui (von 2022 bis 2024 beim FC Bayern München)
Mit Noussair Mazraoui spielt auch ein ehemaliger Bayern-Profi für Marokko. Der Außenverteidiger kam in zwei Spielzeiten bei den Münchnern auf 38 Bundesliga-Spiele, in denen er ein Tor erzielte. 2024 transferierten ihn die Bayern zu Manchester United.
Beim Afrika-Cup gehört auch er zu den Stammspielern Marokkos. Beim Elfmeterschießen gegen Nigeria war er jedoch nicht unter den Schützen zu finden.
Internationale Transfergerüchte: Bundesliga-Star träumt von Wechsel zum FC Liverpool
Yan Diomande (RB Leipzig) Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.
Vinicius Junior (Real Madrid) Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "As" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.
Kees Smit (AZ Alkmaar) Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "As"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.
Mohamed Salah (FC Liverpool) Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.
Robert Lewandowski (FC Barcelona) Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.
Sergio Ramos (CF Monterrey) Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.
Pep Guardiola (Manchester City) Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.
Mason Greenwood (Olympique Marseille) Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...
Mason Greenwood (Olympique Marseille) ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.
Antoine Semenyo (AFC Bournemouth) Liverpool steckt aktuell in einer Ergebnis-Krise. Auch das Formtief von Mohamed Salah macht den Reds zu schaffen. Dazu wird der Ägypter Anfang 2026 beim Afrika-Cup antreten und dem amtierenden Meister damit fehlen. Laut dem britischen Magazin "iPaper" sollen sie aber als Nachfolger bereits Antoine Semenyo ausgemacht haben, der das Turnier mit Ghana knapp verpasst hat. Die Ablöse bei einem Winter-Transfer soll bei rund 86 Millionen Euro liegen.
Joshua Zirkzee (Manchester United) Ex-Bayern-Stürmer Joshua Zirkzee hadert offenbar mit seiner Reservistenrolle unter United-Trainer Ruben Amorim. Laut "Daily Mail" wolle der Niederländer den Verein daher schnellstmöglich verlassen - auch, um seine WM-Chance zu wahren. Der 24-Jährige kam in der laufenden Premier-League-Saison nur zu drei Kurzeinsätzen. In drei Spielen saß er über die volle Spielzeit auf der Bank. Neben mehreren italienischen Klubs soll auch West Ham United interessiert sein.
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro.
Julian Alvarez (Atletico Madrid) Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.
Bilal El Khannouss (VfB Stuttgart, ausgeliehen von Leicester City)
Mit drei Toren und drei Assists in seinen ersten zwölf Bundesliga-Spielen sowie drei Europa-League-Treffern für den VfB Stuttgart ist der offensive Mittelfeldspieler Bilal El Khannouss bislang jeden Cent seiner drei Millionen Euro Leihgebühr wert.
Beim Afrika-Cup konnte er sich bislang zwar nicht als Torschütze feiern lassen, gehört aber dennoch zu den unverzichtbaren Leistungsträgern im Team von Trainer Walid Regragui.
Eliesse Ben Seghir (seit 2025 bei Bayer Leverkusen)
Linksaußen Eliesse Ben Seghir kam nach der kurzen, aber sehr erfolgreichen Ära von Xabi Alonso zu Bayer Leverkusen. Bislang konnte er die großen Hoffnungen jedoch noch nicht erfüllen. In der Bundesliga kam der 20-Jährige noch in keinem Spieler über die volle Distanz zum Einsatz, auch ein Tor fehlt ihm noch.
In der Nationalmannschaft kommt er bislang auf drei Tore in 20 Länderspielen. Sein bislang wohl wichtigster Treffer aber wird offiziell gar nicht geführt. Auch er verwandelte einen Schuss im Elfmeterschießen gegen Nigeria. Im Finale nun hofft ein ganzes Land auf den Titel. Es wäre das Ende einer langen Durststrecke. Seit dem ersten Triumph im Afrika-Cup 1976 wartet das derzeit beste Team des Kontinents nun schon 50 Jahre auf den Titel.