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Bundesliga-Legende über die Bayern und seinen Ex-Klub

Ewald Lienen exklusiv über Meister Alonso, den Tuchel-Nachfolger und den 1. FC Köln in der ran Bundesliga Webshow

  • Veröffentlicht: 15.04.2024
  • 17:00 Uhr
  • Jörg Runde
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Am Montag war Ewald Lienen in der ran Bundesliga Webshow zu Gast. Der ehemalige Profi, Trainer und Sportdirektor äußerte sich zum neuen Meister Bayer Leverkusen und zur Trainersuche beim FC Bayern München. Außerdem blickte er voraus auf die Viertelfinal-Rückspiele in der Champions League.

Als Profi, Trainer und Sportdirektor war Ewald Lienen fast 50 Jahre im deutschen Profi-Fußball aktiv.  

In der ran Bundesliga Webshow äußerte sich die 70-jährige Legende zum neuen Meister Bayer Leverkusen, zur Lage beim FC Bayern München und zu seinem Ex-Verein 1. FC Köln.

Zudem schaute Lienen auf die Viertelfinal-Rückspiele in der Champions League. Borussia Dortmund trifft am Dienstagabend auf Atletico Madrid (ab 21 Uhr im Liveticker auf ran.de), der FC Bayern bekommt es 24 Stunden später mit dem FC Arsenal zu tun (ab 21 Uhr im Liveticker auf ran.de).

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Ewald Lienen über...

... Meister Bayer Leverkusen: "Ich bin Fußballliebhaber. Man kann über Vereine- und Konstruktionen viel diskutieren. Wenn ich Fußball schaue, freue ich mich, wenn die Mannschaft gewinnt, die den schönsten Fußball spielt. Dass das diese Saison Bayer Leverkusen war, darüber braucht man nicht zu diskutieren."

... die Gründe für den Leverkusener Erfolg: "Sie hatten in den vergangenen Jahren schon eine gute Mannschaft. In der Transferpolitik im vergangenen Sommer und natürlich mit der vorherigen Verpflichtung von Xabi Alonso haben sie einen qualitativen Sprung gemacht. Sie haben die Mannschaft auf ein neues Niveau gehoben."

... Bayer-Coach Xabi Alonso: "Wenn ich wie Xabi Alonso so eine Weltkarriere als Spieler hinter mir habe und alles gewonnen habe, was man gewinnen kann, dann ruhe ich schon einmal in mir. Dann kann mir keiner etwas erzählen. Das wichtigste ist Alonsos Charakter. Der Charakter, die Persönlichkeit, die Werte, die ein Trainer vorlebt und im Verein umsetzt, sind viel wichtiger, als die taktische Ausrichtung."

Das Wichtigste in Kürze

  • FC Bayern München: Lienen kritisiert die Kaderzusammenstellung

  • Lienen sieht ein Trainerproblem in Deutschland

... die Trainerentwicklung in Deutschland: "Ich glaube, dass wir in Deutschland ein Trainerproblem haben. Wir haben eine Generation von Trainern herangezogen, die sich zum Teil mehr auf ihre Karriere fokussieren als auf die Ausbildung der Spieler."

... den Nachfolger von Thomas Tuchel beim FC Bayern: "Bei Bayern München stehe ich als Trainer immer unter Druck. Deshalb empfehle ich einen Kandidaten, der diesen Druck schon jahrelang gehabt hat."

.. Zinedine Zidane als möglichen Bayern-Trainer: "Er hat unglaubliche Erfolge mit Real Madrid erzielt. Ich kann nicht beurteilen, wie er mit Spielern umgeht. Klar ist, dass er die gleiche Karriere mitbringt wie Xabi Alonso und damit eigentlich eher prädestiniert ist, einen international erfolgreichen Klub wie den FC Bayern zu trainieren als ein junger Trainer, der von der ersten Sekunde unter Druck steht."

... die Idee, Julian Nagelsmann als Trainer zum FC Bayern zurückzuholen: "Aus meiner Sicht war es für Julian Nagelsmann vor zwei Jahren zu früh, zum FC Bayern zu wechseln. Er hat jetzt ein paar Jahre als Trainer auf dem Buckel. Und die bevorzugte Fokussierung als Trainer auf taktische Besonderheiten, da hat er schon Lehrgeld gezahlt. Bei den Bayern und auch bei der Nationalmannschaft. Man sieht, dass er bei der Nationalmannschaft eine Kehrtwende hingelegt hat. Ich glaube nicht, dass man Bayern München so trainieren kann, wie er das in seiner Zeit gemacht hat. Aber mit zunehmendem Alter entwickeln sich die Menschen weiter. Und das sehe ich auch bei Julian Nagelsmann."

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Ewald Lienen über...

... die aktuelle Entwicklung beim FC Bayern München: "Die Zusammenstellung der Mannschaft bei Bayern München war nicht immer ganz glücklich. Sie haben zuletzt ganz wichtige Spieler verloren. Schon nach dem Champions-League-Sieg unter Hansi Flick, als Thiago nach Liverpool wechselt. Sie haben noch Lewandowski verloren oder auch Perisic. Das waren Führungsspieler, die den jungen Leuten Sicherheit gegeben haben. Eine Mannschaft braucht auf dem Platz eine Hierarchie, ich glaube, das haben sie beim FC Bayern auch unterschätzt. Deshalb möchte ich nicht nur auf den Trainer schauen."

... den FC Bayern in der Champions League: "Bayern München hat im Moment eine Schaffenskrise. Im Champions-League-Viertelfinale war es aber wieder das alte Bayern München. Es war eine Mannschaft auf dem Platz, die mir richtig gut gefallen hat. Zum Beispiel Leon Goretzka. Bei allen Bayern-Spielen, die ich gesehen habe, war er der absolute 6er, der viele Bälle erobert. Für mich gehört er auf jeden Fall in den EM-Kader. Das Problem, dass ich jetzt sehe, sind die Ausfälle von Serge Gnabry, Kingsley Coman und möglicherweise auch Leroy Sané. Das sind drei der besten Außenstürmer in Europa, wenn die alle fehlen würden, wäre das sehr bitter."

... die Chancen von Borussia Dortmund im Champions-League-Viertelfinale: "Atletico Madrid ist ein dicker Brocken. Dortmund hat aber gezeigt, dass sie mithalten können. Diego Simeone habe ich noch als Spieler erlebt. Was der für einen Vulkan ins sich trägt, der jederzeit zum Ausbruch kommen kann, hat man glaube ich in der Szene mit Sebastian Kehl gesehen. So spielt die Mannschaft auch. Die haben eine unglaubliche Leidenschaft. Dortmund muss alles reinwerfen und sich komplett fokussieren, um Atletico zu schlagen."

... den möglichen Abstieg des 1. FC Köln: "Das wäre wirklich schade. Ich sehe es in Deutschland generell, dass Traditionsklubs mit tollen Stadien und großer Anhängerschaft ins Trudeln geraten. Der 1. FC Köln ist jetzt dazu gekommen. Es ist alles noch möglich, aber sie sind schon vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Mainz hat einen Lauf, Bochum hat den Trainer schon gewechselt. Das wird sehr schwer. Aber es warten jetzt ja im Restprogramm noch direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Kölns Nachteil ist, dass sie zu wenig Tore schießen."

... die Transfersperre für den 1. FC Köln: "Für mich ist es abenteuerlich, einen Verein wie den 1. FC Köln derart zu bestrafen. Das bedroht die Existenz und kann zur Insolvenz führen. Denn wenn der 1. FC Köln absteigt und keinen Spieler dazunehmen kann, mit welcher Mannschaft soll der Klub denn dann spielen? Das ist Hardcore. Und vor allem ist es Hardcore, im Vergleich zu den großen Vereinen, denen das Financial Fairplay egal war. Ich hoffe, dass dieses Urteil noch einmal revidiert wird."

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