Undurchsichtige Vorwürfe
Franck Ribery taucht in Epstein-Files auf - Anwalt spricht von "Fake News"
- Aktualisiert: 11.02.2026
- 10:52 Uhr
- Mike Stiefelhagen
Der Name Franck Ribery taucht in den Epstein-Files auf. Der ehemalige Bayern-Star möchte sich gegen die Anschuldigungen wehren.
Schwere Vorwürfe gegen Franck Ribery. Der ehemalige Star des FC Bayern München möchte sich zur Wehr setzen. Der Franzose taucht in den Epstein-Files auf.
Diese bezeichnen eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Gerichtsakten und Beweismaterialien im Zusammenhang mit dem US-Finanzier Jeffrey Epstein. 2008 wurde dieser wegen Sexualdelikten an Minderjährigen verurteilt. 2019 wurde er wegen des systematischen Sexhandels mit Minderjährigen festgenommen, ehe er wenig später im Gefängnis verstarb.
Ein erheblicher Teil dieser Dokumente stammt aus Zivilklagen von Opfern sowie aus Verfahren gegen seine langjährige Vertraute Ghislaine Maxwell, die 2021 wegen Beihilfe zum Sexhandel mit Minderjährigen schuldig gesprochen wurde.
Die Veröffentlichung einzelner Dokumente erfolgte schrittweise, oft nach gerichtlichen Entscheidungen zur Entsiegelung. Dennoch sind bis heute nicht alle Unterlagen vollständig öffentlich zugänglich. Genau diese teilweise geschwärzten oder zurückgehaltenen Dokumente nähren Spekulationen.
Die Bundesliga-Legende Ribery taucht darin auf. In welchem Zusammenhang er zu dem Fall steht bleibt jedoch unklar - auch wegen der teilweise geschwärzten Stellen im Text.
Ribery-Anwalt spricht von "Falschinformationen"
In diesen Akten existiert ein 38-seitiges Schreiben von einer Französin aus der Stadt Morlaix aus dem Jahr 2019. Dabei geht es neben Epstein auch um Ribery.
Der 42-Jährige kündigt juristische Schritte an. Sein Anwalt Alberto Bruso spricht bereits von "Falschinformationen". Auf "X" führt Bruso weiter aus: "Ich werde in meiner Funktion als Anwalt von Herrn Ribery alle notwendigen rechtlichen Schritte einleiten, um die Verantwortlichen für diese Fake-News zu bestrafen, die einen Angriff auf die Würde meines Mandanten und seiner Familie darstellen."
Das Schreiben aus dem Jahr 2019 erweckt den Eindruck, Ribery sei in den Fall des Sexualstraftäters verwickelt. Dies wird vehement zurückgewiesen. Ohne Beweise gilt auch für die Bayern-Legende die Unschuldsvermutung.
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Ribery wird als "bedrohlich und gewaltsam" beschrieben
Laut der Nachrichtenagentur AFP gab die Frau an, dass sie selbst Opfer von Epstein gewesen sei. Ribery soll sie hingegen geschlagen haben. Er sei "bedrohlich und gewaltsam".
Die Polizei habe eingreifen müssen. Der Vorfall fand in ihrem Garten statt.
Zudem gibt es das Zitat: "Seine Zugehörigkeit zur Welt der Prostitution ist bekannt." Es gibt bislang keine Hinweise, dass in solch einem Fall gegen Ribery ermittelt wurde.
Jedoch stand er vor zwölf Jahren bereits vor Gericht. In einem Münchner Hotel soll er mit einer 17-jährigen Prostituierten Sex gehabt haben. Er sagte, er wusste nichts von ihrem genauen Alter und habe nie Sex gegen Bezahlung gehabt. Er wurde freigesprochen.