Handball-EM 2026 auf Joyn
Handball-EM 2026: Portugal betrogen? Coach fordert nach Deutschland-Pleite eine Sperre
- Aktualisiert: 22.01.2026
- 21:55 Uhr
- ran.de
Die deutsche Handball Nationalmannschaft darf sich über einen hart erkämpften 32:30-Sieg gegen Portugal freuen. In der Schlussphase wurde es allerdings noch mal richtig hitzig.
Deutschland ist mit einem 32:30-Sieg gegen Portugal erfolgreich in die Hauptrunde der Handball-EM 2026 gestartet. So ganz ohne Drama ging der Erfolg allerdings nicht über die Bühne. Zwar führte Deutschland 15 Sekunden vor dem Ende mit 31:29, jedoch gaben sich die Portugiesen nicht geschlagen und verkürzten auf 30:31.
Das deutsche Team zeigte bemüht darum, die Spieluhr ablaufen zu lassen, was den Portugiesen natürlich überhaupt nicht zusagte.
Sowohl Keeper Andreas Wolff, der den Ball gemütlich aus dem Tor holte als auch Justus Fischer, der den Anwurf verzögerte holten wertvolle Sekunden heraus, ehe Uscins zum 32:30-Endstand traf.
Handball-EM: Portugal beschwert sich lautstark - aber erfolglos
Damit war das Spiel vorbei, jedoch rannten die Portugiesen sofort zu den Schiedsrichtern und beschwerten sich lautstark. Mitten drin im Geschehen zeigte sich auch Wolff, der intensiv mit einem Portugiesen diskutierte, während sich Portugals Coach Paulo Pereira den Schiedsrichter vorknöpfte.
Ziel der Portugiesen war es, dass die letzte Sequenz nochmals gecheckt werde. Die Bilder zeigten aber auch, dass die Portugiesen durch den Kreis gelaufen waren, was regelwidrig ist. Folgerichtig lehnten es die Schiedsrichter nach einer Minute voller Verwirrung auch ab, die Zeit nochmals zurück zu drehen und erklärten die Partie für beendet.
Pereira legte im TV-Interview wenig später nach, betonte, dass Victor Iturizza wegen einer Sperre gefehlt habe und forderte dann indirekt für Kapitän Johannes Golla auch eine. "Mal sehen, ob der deutsche Spieler im nächsten Spiel spielen darf. Das werde ich checken. Für mich ist die Situation ziemlich gleich", sagte er.
Fest stand wenig später: Golla wird nicht gesperrt. Er war in der 53. Minute wegen eines groben Foulspiels nach Ansicht der Videobilder des Feldes verwiesen worden.
Auf dem Platz kochten die Emotionen bei den Portugiesen immer noch hoch, während Wolff für seine erneut grandiose Leistung als Spieler des Spiels ausgezeichnet wurde.
Handball-EM: Deutschland mit guter Ausgangsposition in Todesgruppe
Deutschland hat in der Todesgruppe mit Frankreich, Dänemark, Norwegen, Spanien und Portugal eine Top-Ausgangsposition. Das DFB-Team konnte die zwei Zähler aus dem Spanien-Spiel mitnehmen und hat nun auch Portugal bezwungen, die ebenfalls schon zwei Punkte aus dem Sieg gegen Dänemark mitnehmen konnten.
Noch ist also auch für die Portugiesen alles drin. Ebenso können sich die Deutschen auch keineswegs sicher sein, sich für das Halbfinale zu qualifizieren, da nur die besten beiden Teams weiterkommen und die absoluten Kracher-Gegner mit Frankreich und Dänemark erst noch warten.