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DHB-Team bangt um Golla: "War keine Rote Karte"
Deutschlands Handballer bangen nach ihrem erfolgreichen Hauptrundenauftakt bei der EM um Johannes Golla, dem Kapitän droht nach seiner Roten Karte gegen Portugal eine Sperre. "Es wäre sehr bitter für uns, ihn im nächsten Spiel zu verlieren", sagte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem 32:30 gegen die Südwesteuropäer.
Golla war in der 53. Minute des Portugal-Spiels wegen eines groben Foulspiels nach Ansicht der Videobilder des Feldes verwiesen worden. "Aus meiner Sicht war es gar keine Rote Karte, man kann maximal zwei Minuten dafür geben", sagte Gislason. Wenn das eine Rote Karte sei, "verstehe ich das nicht so richtig".
Golla selbst bezeichnete seine Aktion als "unglückliches Nachgreifen. Ich hoffe natürlich nicht, dass es dafür eine Sperre gibt", sagte er. Am Ende könne er das aber "nicht beeinflussen. Ich werde abwarten, was passiert. Ich hoffe nur, dass die Schiedsrichter und die Entscheider sehen, dass es kein hartes Foul war." Rückraumspieler Miro Schluroff, mit sieben Treffern DHB-Toptorjäger gegen Portugal, meinte: "Wenn dadurch jetzt eine Sperre zustande kommt, dann muss ich schon sagen, wäre das ein ganz schönes Ding."
Die Sorge im deutschen Team kommt nicht von ungefähr: Portugals Kreisläufer Victor Iturriza war nach einem Platzverweis in der Vorrundenpartie gegen Dänemark nachträglich für das Deutschland-Spiel gesperrt worden.